Basketball | Bundesliga Paukenschlag in Liga eins: Halle ersetzt Chemnitz

Obwohl der sportliche Aufstieg verpasst wurde, spielen die Basketballerinnen des SV Halle in der kommenden Saison in der Bundesliga. Der Grund: Halle übernimmt das Spielrecht der ChemCats Chemnitz. Diese planen in der zweiten Liga einen Neuanfang.

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Nach Regen folgt Sonnenschein: War im April die Enttäuschung bei den GISA LIONS über den verpassten Aufstieg noch groß, gibt es nun Grund zur Freude. Denn die Basketballerinnen aus Sachsen-Anhalt dürfen nun trotzdem in der höchsten deutschen Spielklasse (1. DBBL) antreten. Grund dafür ist die Übernahme des Teilnahmerechts der ChemCats Chemnitz, welches die Sachsen den Hallensern angeboten hatten. Das teilten die LIONS am Mittwoch (15.05.2019) mit.

Nach einer Prüfung durch den Wirtschaftsbeirat und den Trägerverein wurde nun der Schritt vollzogen. "Ohne den Segen dieser beiden Gremien hätten wir den Schritt nicht gewagt", erklärte Geschäftsführerin Lysann Kairies in einer Vereinsmitteilung.

Trainer Miguel Araujo von den GISA Lions SV Halle.
Miguel Araujo wird auch im kommenden Jahr die LIONS coachen. Allerdings etwas unverhofft in der ersten statt zweiten Liga. Bildrechte: imago images / VIADATA

ChemCats wollen in der zweiten Liga neustarten

Der Grund für die Abgabe der Spielgenehmigung durch die ChemCats hat in erster Linie wirtschaftliche Gründe. Eine weitere Saison in der ersten Liga würde nicht nur dieses Team gefährden, sondern auch den überaus erfolgreichen Nachwuchs der Chemnitzerinnen. "Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht. Aber manchmal kann ein Schritt zurück auch ein Schritt nach vorn sein", so ChemCats Präsident Andreas Wagner, der die letzten zehn Jahre den Weg ehrenamtlich mitgegangen ist. In der letzten Saison wurde der Aufwand - auch aufgrund von ausgefallenen Personen - jedoch kaum mehr leistbar.

"Aus unserer Sicht war dies die einzig richtige Entscheidung. Auch wenn diese jetzt nicht alle nachvollziehen können. Wir werden den Fokus jetzt auf den erfolgreichen Nachwuchs legen", so Wagner gegenüber dem MDR. Eine Rückkehr in die 1. DBBL sei trotz des Schritts zurück aber nicht ausgeschlossen, erklärte der ChemCats-Präsident.

Kooperationsvereinbarung mit Halle

Zwischen den GISA LIONS und den ChemCats soll nun bis Mitte Juni eine Kooperationsvereinbarung geschlossen werden. Diese soll nicht nur den "Talenten aus der Region eine zukunftssichere Perspektive geben" (Halle), sondern auch Nachwuchsspielerinnen aus Chemnitz die Chance auf Einsatzzeiten in der ersten Liga ermöglichen. So hatte es Chemnitz geschafft, Lucile Peroche zu halten. "Sie wäre auch für Halle eine Verstärkung", ist sich Wagner sicher.

Marissa Janning und Lucile Peroche
Lucile Peroche (hinten). (Archiv) Bildrechte: imago images / Revierfoto

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 15. Mai 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2019, 19:13 Uhr

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