Basketball | BBL Zweiter Saisonsieg - die "Wölfe" feiern in Vechta

10. Spieltag

Basketball-Bundesligist Syntainics MBC hat das Siegen nicht verlernt. Beim heimstarken Rasta Vechta feierten die Weißenfelser nach einer starken Leistung einen 88:84-Sieg und gaben die Rote Laterne an die Hamburg Towers ab. Es war erst der zweite Erfolg in dieser Saison. Königstransfer Joey Dorsey spielte erstmals, aber nicht in den entscheidenden Momenten.

Andrew Warren
Andrew Warren war mit 19 Punkten bester Werfer auf Seiten der Weißenfelser. Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Alle Augen waren vor dem Spiel auf den Kracher-Neuzugang Joey Dorsey gerichtet. Der 2,06-Meter-Riese aus Amerika hat über 120 NBA-Spiele in den Beinen und neben der Erfahrung auch einen unglaublichen Körper. Er sollte der wackligen Defensive der Syntainics Stabilität verleihen.

Das klappte zu Beginn auch ganz gut. Dorsey, der erst einen Tag vor dem Spiel verpflichtet wurde und in der BBL komplettes Neuland betrifft, sorgte mit einem Dunking für die erste MBC-Führung im Spiel. Das erste Viertel ging dennoch an die heimstarken Gastgeber aus Vechta, die v.a. mit Dreierwürfen deutlich erfolgreicher waren, als die Weißenfelser.

MBC deutlich im Hintertreffen

Das Dilemma aus MBC-Sicht setzte sich im zweiten Viertel fort. Während dem Tabellenletzten fast nichts gelang, zogen die Gastgeber auf und davon und lagen zur Pause mit elf Punkten (43:32) in Führung. Harmsen versuchte mit zwei Auszeiten einzuwirken. Vergebens.

Grandiose Aufholjagd nach der Pause

Erst die deutlichen Worte in der Halbzeitpause fruchteten. Der MBC kam wie ausgewechselt zurück. Angetrieben vom überragenden Andrew Warren legte das Schlusslicht eine famose Aufholjagd auf das Parkett und ging tatsächlich mit einer 62:61-Führung in das Schlussviertel. Und das ganz ohne Dorsey. Der NBA-erfahrene Mann, der die Mannschaft erst seit zwei Tagen kennt, wirkte oft noch wie ein Fremdkörper und schmorte auf der Bank.

Drama in den Schlusssekunden

Björn Harmsen gibt Anweisungen an das Team.
Björn Harmsen feiert den ersten Sieg unter seiner Regie in dieser Saison. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Harmsen vertraute auch in den letzten zehn Minuten seinem eingespielten Team und lag damit richtig. Der MBC lief zur Hochform auf und führte zwischenzeitlich mit zehn Punkten, doch die Gastgeber gaben nicht auf und verkürzten eine Minute vor dem Ende auf zwei Zähler. Die letzten Sekunden waren nichts für schwache Nerven und dehnten sich aus, weil die Schiedsrichter selbst mit zigfacher Zeitlupe ewig nicht entscheiden konnten, wer 6,4 Sekunden vor dem Ende den Ball bekommt. Schließlich fiel die Entscheidung zugunsten von Vechta. Mit einem Dreier hätten sie das Spiel noch drehen können, taten sie aber nicht. Stattdessen spielten sie einen Fehlpass. Der Weg zum zweiten Saisonsieg der "Wölfe" war frei.

sst

Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | MDR Sachsen-ANHALT HEUTE | 01. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

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