Basketball | Bundesligen 2. Bundesliga beschließt Saisonende: Niners Chemnitz vor Aufstieg

Die 2. Basketball-Bundesliga wird die Saison vorzeitig beenden. Das gab der Verband am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt. Grund dafür ist die aktuelle Situation und Entwicklung in Bezug auf das Corona-Virus.

Sprungball zwischen Maurice Pluskota (PSK Lions 23) und Jan Niklas Wimberg (Niners Chemnitz 8)
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Während die Basketball-Bundesliga (BBL) wegen den Auswirkungen des Coronavirus derzeit noch pausiert, hat die 2. Bundesliga beschlossen, die Saison 2019/2020 vorzeitig zu beenden. Wie der Verband mitteilte, habe man diese Entscheidung gemeinsam mit den 41 Bundesligisten am Dienstag (17.03.2020) getroffen. Zuvor war bereits der Spielbetrieb für den 30. Spieltag der ProA sowie die Playoffs und Playdowns in der ProB ausgesetzt worden.

Keine Gewährleistung von fairen Wettkämpfen

"Die Gesundheit ist unser höchstes Gut und wir müssen dazu beitragen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus so gut es geht zu verlangsamen", begründete Christian Krings, Geschäftsführer der 2. BBL, die Entscheidung. Weiter heißt es: "Wir wollen keine Fans, Spieler und Mitarbeiter in Gefahr bringen. Zudem erlauben die Gegebenheiten bei den Vereinen vor Ort keinen fairen Wettkampf mehr."

Gleichzeitig machte Krings deutlich, dass die Entscheidung "nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich eine sehr schwierige Situation für alle Beteiligen" darstelle. Hintergrund sind die wegfallenden Einnahmen aus Ticketverkäufen, Sponsoring oder sonstigen Erlösen um den Spielbetrieb.

Niners können wohl für BBL planen

Durch den vorzeitigen Saisonabbruch steht wohl ebenfalls fest, wer in der nächsten Saison eine Klasse höher spielen darf. Und daraus ergeben sich u.a. gute Nachrichten für die Niners Chemnitz. Die Sachsen führten die Tabelle vor dem Abbruch mit 50:4 Punkten souverän an und würden so als Tabellenführer der Pro A gemeinsam mit dem Tabellenzweiten Eisbären Bremerhaven das sportliche Aufstiegsrecht für die Basketball-Bundesliga erhalten.

Niners Chemnitz können wohl für BBL planen 4 min
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Lage in der BBL noch unklar

Ob die Teams tatsächlich aufsteigen, steht jedoch noch nicht fest. Schließlich ist die Situation in der BBL derzeit noch unklar. Fakt ist, dass erst 21 von 32 Spieltage absolviert sind und den Vereinen bei einem vorzeitigen Abbruch große finanzielle Einbuße drohen würden. BBL-Chef Stefan Holz sprach bereits von einer "existenziellen Situation", sodass man die Saison am besten zu einem späteren Zeitpunkt zu Ende spielen will.

MBC-Manager rechnet mit Abbruch

Martin Geissler, Manager von Basketball-Bundesligist Syntainics MBC, rechnet aufgrund der aktuellen Situation jedoch fest mit einem Saisonabbruch: "Die einzige Alternative wäre eine Wundersituation, dass es plötzlich einen Impfstoff gibt, der alle Menschen ruckzuck heilt. Oder die Ausbreitung wird wie durch Wunderdinge gestoppt", sagte der 36-Jährige der Deutschen Presse-Agentur und schob nach: "Aber wir wissen, dass das nicht passieren wird."

Entscheidung in den nächsten beiden Wochen

Die Klubs der BBL wollen sich innerhalb der nächsten beiden Wochen treffen, um die aktuelle Lage und mögliche Szenarien zu besprechen. Ob die BBL dem Beispiel der unterklassigen Ligen folgt und die Saison ebenfalls vorzeitig beendet, bleibt abzuwarten.

red