Corona im Sport | Sachsen Lockdown für Sachsens Amateursport - Rückkehr zu Geisterspielen

Sachsen will angesichts rasant steigender Corona-Zahlen weite Teile des öffentlichen Lebens einschränken. Im Amateursport ist alles bis auf wenige Ausnahmen untersagt. Bei den Profis rücken Geisterspiele wieder auf die Agenda. Das teilte die Regierung am Freitagabend noch vor einer abschließenden Kabinettssitzung mit.

3D-Modell Coronavirus und Training des 1.FC Magdeburg.
Bildrechte: imago images/Hollandse Hoogte, Daniel George | Collage: Fabian Frenzel

So ist der Schulsport für Kinder bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres weiterhin möglich. Bei der Entscheidung sei es wichtig gewesen, Kinder aus diesen Regelungen so weit wie möglich herauszunehmen, da Kinder über 18 Monate bislang die meisten Einschränkungen hatten, erklärte Landessozialministerin Petra Köpping. Rehasport und medizinischer Sport sowie Vereinssport für Jugendliche unter 16 darf inklusive Spielbetrieb gleichfalls ausgeübt werden. Fitnessstudios bleiben geschlossen.

Rückkehr zu Geisterspielen

Erlaubt ist zudem Dienstsport und Profisport ohne Zuschauer, wobei die 3G-Regel (Zutritt ist neben geimpften und genesenen auch für negativ getestete Personen erlaubt) angewendet werden soll. Auf den Fußball kommen somit wieder Geisterspiele zu. Betroffen ist unter anderem Erstligist RB Leipzig, der am 28. November Bayer Leverkusen und am 11. Dezember Mönchengladbach empfängt. In der Champions League steht die Heimpartie gegen Manchester City am 7. Dezember auf dem Programm. Auf Geisterspiele müssen sich in den kommenden Wochen aber auch die Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden, die Erstliga-Handballer vom SC DHfK Leipzig, der HC Leipzig in der 2. Handball-Bundesliga, die Niners Chemnitz (Basketball) und die drei sächsischen DEL2-Klubs aus Weißwasser, Crimmitschau und Dresden einstellen.

Die Einschränkungen beginnen am kommenden Montag und sind bis zum 12. Dezember gültig.

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 19. November 2021 | 21:45 Uhr

26 Kommentare

ismir uebel vor 8 Wochen

Lieber Doc, was sie da niedergeschrieben haben mag stimmen. Logisch sind die Zahlen, da wo mehr geimpft sind niedriger..da wird ja auch weniger getestet. Dafür muss man nicht studiert haben!! Ziemlich dünn das Agument, um einen ungeimpften zur Impfung zu bewegen.
Ich spreche aus meinem privaten bzw. Arbeitsumfeld...da sind aktuell mehr geimpfte positiv (auf arbeit 5 in einer Woche).
In meinem Umfeld sind geschätzt 60% nicht geimpft, davon kenne ich aktuell keinen positiven Fall. In unserer Politik wird immer nur von der "Welle der ungeimpften" gesprochen. Das glaube ich nicht. Ich teste mich mittlerweile täglich, gehe überall hin als gesunde Person. Die geimpften können das von sich nicht behaupten..Sie wissen es nämlich schlicht nicht ob sie infiziert sind oder nicht. Jetzt meine Frage an Sie Herr Doctor...ist eine allgemeine Impflicht sinnvoll? Auch unter Berücksichtigung aller Nebenwirkungen die auftreten können? Oder wäre es nicht besser einfach ALLE wieder regelmäßig zu testen.

Ostfussballfan73 vor 8 Wochen

... weil eine Impfpflicht eine Haftung des Staates zur Folge hätte, darum passiert nix in dieser Richtung. 2G und 3G sind schon mal was. Man muss es nur effizient kontrollieren. Da liegt das eigentliche Versagen.

Ostfussballfan73 vor 8 Wochen

Es reicht eigentlich die Pflicht zu 3G auf Arbeit und 2G bei Veranstaltungen, dazu saftige Sanktionierung. Die Durchseuchung kommt, es gilt nur die Geschwindigkeit herabzusetzen.