Eishockey | Turnier "So geht sächsisch.-Cup": Eislöwen folgen dem EHC München ins Finale

Halbfinals

Eishockey freie Zeit? Nicht in Dresden. Beim "So geht sächsisch.-Cup" haben sich der EHC München und die Dresdner Eislöwen das Finalticket gesichert. Für die Lausitzer Füchse geht es am Sonntag gegen den SC Riessersee um Platz 3. Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte vor dem Turnier: „Der Cup ist ein deutliches Zeichen aus Sachsen heraus, dass der Spitzensport nun behutsam wieder an Fahrt aufnehmen kann“. 1800 Zuschauer durften in der DresdnerArena dabei sein. Allerdings nur aus Dresden und Umgebung.

Lausitzer Füchse
Lausitzer Füchse Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

EHC München eine Nummer zu groß für Füchse

Lausitzer Füchse
Der Füchse-Kufencrack Rylan Schwartz erzielte das zwischenzeitliche 1:2 (17.). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zu Beginn gab es beim "So geht sächsisch.-Cup" ein echtes Schmeckerchen für die Zuschauer in der Dresdner Arena. Im ersten Halbfinale trafen die Lausitzer Füchse auf den aktuellen DEL-Meisterklub (nicht offiziell durch Corona) EHC München. Und besonders im ersten Drittel hielt das Team von Corey Neilson erstaunlich gut mit und lag nur ein Tor zurück. Für das 0:1 und 0:2 sorgte der Münchner Frank Mauer mit einem Doppelpack (7./12.). Den umjubelten 1:2-Anschlusstreffer der Sachsen erzielte Rylan Schwartz (17.).

Doch im zweiten Drittel schaltete das Team von Don Jackson einige Gänger höher und ließ den Sachsen keine Luft zum Atmen. So stand es auf einmal 1:6 gegen die Lausitzer, denen das Kombinationsspiel der Münchner an vielen Stellen zu schnell ging. Erst danach konnte der DEL2-Klub wieder ein Stich landen. Bei einer 4-gegen-4-Situation setzte sich Robert farner durch und schob die Scheibe im zweiten Versuch zum 2:6 ein (35.). Den Schlusspunkt im Drittel hatten aber die Bayern. Patrick Hager erzielte aus kürzester Distanz den 2:7-Drittelendstand (38.). Nach 60 Minuten stand es dann final 2:9 (1:2, 1:5, 0:2). Für die Münchner ein lockerer Aufgalopp und für die Sachsen ein nicht alltäglicher Test.

Das Spiel kurz vor Anpfiff. 146 min
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Dresdner Eislöwen beherrschen den SC Riessersee klar

Dresdner Eislöwen
Bully bei der Partie Dresdner Eislöwen gegen den SC Riessersee. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Auch im zweiten Halbfinale wurde den Zuschauern hochklassiger Eishockey-Sport geboten. Die Hausherren aus Dresden duellierten sich mit dem Oberliga-Team SC Riessersee, die für die Berliner Eisbären nachrückten. Die Berliner mussten wegen einem Corona-Fall im Umfeld die Teilnahme absagen. In den ersten Minuten mussten sich die Dresdner noch an die aggressive Spielweise der Gäste aus Garmisch-Partenkirchen gewöhnen. Erst danach kam das Team von Rico Rossi ins Rollen. In Unterzahl brachte erst Vladislav Filin (9.) die Gäste in Führung. Kurz vor dem Drittelende legte dann Tom Knobloch für die Eislöwen nach (17.).

Auch in den darauffolgenden Dritteln änderte sich das Spielgeschehen nicht. Die Dresdner Eislöwen beherrschten das Spielgeschehen auf dem Eis nach Belieben und erhöhten die Schlagzahl. Steven Rupprich, Erik Betzold und erneut Knobloch stellten das Ergebnis der Anzeigetafel auf 5:0 (24./29./37.). Im dritten Drittel reichte es für die Gäste aus Bayern noch für einen Ehrentreffer. Kurios dabei: Der Torschütze Silvan Heiss wurde für das Turnier nur von den Eislöwen ausgeliehen (54.). Am Ende stand ein klarer 8:1-Sieg für die Eislöwen zu Buche (2:0, 3:0, 3:1), die am Sonntag im großen Finale auf den Top-Favoriten EHC München treffen.

Live-Eishockey am Sonntag

Und auch am Sonntag sind wir wieder live beim "So geht sächsisch.-Cup" dabei. Im Finale, ab 12:55 Uhr im Livestream, treffen die Dresdner Eislöwen auf den DEL-Top-Klub EHC München. Auch das "kleine" Finale wird von uns live begleitet. Ab 16:55 Uhr jagen sich die Kufencracks von den Lausitzer Füchsen und dem SC Riessersee über das Eis.

tw

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 04. Oktober 2020 | 15:30 Uhr

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