Eishockey | DEL2 DEL2-Boss: 20-Prozent-Regel könnte auf Dauer zu wenig sein

DEL2-Boss René Rudorisch sieht die Fan-Rückkehr als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Allerdings befürchtet er auch, dass die 20-Prozent-Regel auf Dauer zu wirtschaftlichen Problemen führen könnte. Auch Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf hofft auf eine höhere Zuschauerquote.

René Rudorisch, Geschäftsführer der zweiten Deutschen Eishockeyliga DEL 2.
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"Es ist ein erster Ansatz, der in die richtige Richtung geht. Wenn die Grenze zum Jahreswechsel aber so niedrig bleibt und die staatlichen Beihilfen für den Profisport nicht mehr gezahlt werden, werden es einige Clubs bei laufendem Spielbetrieb wirtschaftlich nicht schaffen", sagte Rudorisch am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Hoffnung auf weitere Kapazitätserhöhung

Der DEL2-Geschäftsführer verwies darauf, dass die Vereine in erster Linie auf zuschauerabhängige Einnahmen angewiesen sind. Rudorisch hofft, dass nach der Neubewertung Ende Oktober die Kapazitätsgrenze in den Stadien und Hallen weiter erhöht wird. "Für uns ist auch entscheidend, mit welchen Zahlen für 2021 geplant werden kann. Wenn mehr Fans in die Hallen dürfen, ist das für die DEL2 und ihre Clubs händelbar. Ist das nicht möglich, stellt sich die Frage, ob der Bund seine Unterstützungsmaßnahmen gegebenenfalls bis Saisonende verlängern kann."

Neubewertung im Oktober 

Die Bundesländer hatten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine sechswöchige Testphase mit einer Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität geeinigt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. Die Regelung gilt für die großen Teamsportarten Fußball, Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey, die in den kommenden Wochen wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Die DEL2 hatte den Start der neuen Saison um zwei Monate auf den 6. November verschoben.

Eislöwen-Geschäftsführer Walsdorf: "20 Prozent nicht das Ziel"

Auch Maik Walsdorf, Geschäftsführer der Dresdner Eislöwen, begrüßt die teilweise Fan-Rückkehr. Da in Sachsen bereits bestätigte Hygienekonzepte mit einer höheren Quote als 20 Prozent umgesetzt werden, hofft Walsdorf jedoch auch in der DEL2 auf eine höhere Auslastung der Eisstadien.

Maik Walsdorf, Geschäftsführer der Dresdner Eislöwen 1 min
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"Unser Ziel ist es, die Arena über 20 Prozent auszulasten. Wir wären froh, wenn wir auf 50, 60 oder sogar 70 Prozent kommen könnten. Das Hygienekonzept ist aktuell zur Vorlage beim Gesundheitsamt und wir warten täglich auf die finale Rückmeldung bzw. auf Nacharbeiten, die wir machen müssen. Dementsprechend wären 20 Prozent nicht das Ziel", erklärte Walsdorf im MDR-Interview.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 16. September 2020 | 17:45 Uhr

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