Eishockey | DEL2 DEL2-Boss Rudorisch: "Den deutschen Spielern mehr Möglichkeiten geben"

Zweitligachef René Rudorisch hat die Profiklubs in der Debatte um eine Reduzierung der Ausländerstellen aufgefordert, sich mehr mit dem deutschen Nachwuchs zu beschäftigen. Zudem sprach sich Rudorisch klar für weniger Ausländerlizenzen aus. Dirk Rohrbach, Geschäftsführer der Lausitzer Füchse, sagt auf Anfrage von MDR.de: "Ich würde mich nicht dagegen stellen, allerdings darf das Niveau nicht abgesenkt werden."

René Rudorisch, Geschäftsführer der zweiten Deutschen Eishockeyliga DEL 2. 5 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mi 27.11.2019 14:10Uhr 04:35 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-359572.html

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"Ich glaube schon, dass es ein positives Zeichen wäre, wenn man kurzfristig reagieren könnte", sagte René Rudorisch, Geschäftsführer der DEL2 im Interview des Fachmagazin "Eishockeynews" am Dienstag (26. November). Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) fordert eine Reduzierung der Ausländerstellen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Das Nationalteam soll langfristig gestärkt werden, indem mehr deutsche Spieler auf höchstem nationalen Niveau spielen.

Pro und Contra

Viele DEL-Manager und Nationalspieler begrüßen den Vorstoß. Allerdings gibt es auch Kritiker, die mit den angeblichen höheren Preisen für deutsche Spieler und negativen Folgen für die Zweitliga-Klubs argumentieren. Um mehr deutsche Profis in die erste Liga zu holen, würden sich die Klubs demnach bei den besten deutschen Spielern aus der 2. Liga bedienen. "Aber ich finde das nicht schlimm" sagte Rudorisch. "Es ist wichtig, dass wir künftig den deutschen Spielern mehr Möglichkeiten bieten, sich besser zu platzieren und mehr Eiszeiten zu sammeln."

Den Standpunkt etwa von DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold, es gebe nicht genügend junge deutsche Spieler auf DEL-Niveau, wies Rudorisch entschieden zurück. "Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob wir das Niveau, das wir im Nachwuchs in den einzelnen Spielern haben, auch wirklich erkennen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir relativ wenig Scouting-Aktivitäten im eigenen Nachwuchs haben", sagte Rudorisch.

26. Dezember 2014: Dresden, Eishockey 2. Bundesliga (DEL2): Dresdner Eisloewen - Lausitzer Fuechse: Weisswassers Trainer Dirk Rohrbach.
Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach Bildrechte: IMAGO

Füchse-Manager Rohrbach: "Sind auf gutem Weg"

Auch Dirk Rohrbach, Geschäftsführer von Zweitligist Lausitzer Füchse, sieht die Vorschläge von Rudorisch weniger kritisch: "Ich würde mich nicht dagegen stellen. Allerdings darf das Niveau nicht abgesenkt werden. Aktuell sehe ich jedoch noch nicht so viele Spieler, um die Ausländerstellen zu reduzieren", sagte Rohrbach im Gespräch mit MDR.de. Die DEL2 führte vor der aktuellen Saison die U21-Regel ein, um talentierte deutsche Nachwuchsspieler regelmäßige Einsätze in der DEL2 zu garantieren und sie somit frühzeitig aus dem Nachwuchsbereich in den Profibereich einzubinden.

Ist es bisher nur ein Spieler, der unter 21 Jahre zum Einsatz kommen darf, und mit einen durch die Ligagesellschaft standardisierten Talent-Fördervertrag ausgestattet wird, sollen es in der Saison 2020/21 zwei Spieler sein. Rohrbach, der die Lausitzer Füchse in der heutigen Funktion als Ausbildungsverein für die DEL betrachtet und seit Jahren mit den Eisbären Berlin kooperiert, sieht den deutschen Nachwuchs auf einem guten Weg: "In zwei bis drei Jahren wird eine breite Basis an jungen Spielern vorhanden sein, um eine gute Qualität in der DEL und der DEL2 zu haben."

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lta/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. November 2019 | 17:45 Uhr

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