Eishockey | DEL2 Crimmitschau gewinnt Derby - Tabellenführer Dresden verliert

45. Spieltag

Die Eispiraten Crimmitschau haben in einem spannenden Derby gegen die Lausitzer Füchse die Oberhand behalten. Einen Dämpfer kassierte indes Tabellenführer Dresden im Heimspiel gegen Frankfurt.

Logos der Vereine Dresdner Eislöwen, Lausitzer Füchse und Crimmitzschauer Eispiraten vor Eishockey-Hintergrund
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Die Eispiraten Crimmitschau haben das Derby gegen die Lausitzer Füchse gewonnen. Die Westsachsen setzten sich am Sonntag im heimischen Sahnpark vor 2.000 Zuschauern mit 2:1 durch.

Die Gastgeber erwischten einen Blitzstart und gingen durch Timmens nach 41 Sekunden in Front. Auch danach blieb Crimmitschau am Drücker, setzte Weißwasser unter Druck. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Füchse aber immer stärker. Die Offensivbemühungen belohnte schließlich Garlent mit dem 1:1 (30.). Doch die Eispiraten schlugen fast postwendend zurück: Nach starker Vorarbeit von Gams traf Pohl zur erneuten Führung (32.). Trotz eines überlegenen Schlussdrittels der Gäste (14:8 Schüsse) blieb den Lausitzern der erneute Ausgleich verwehrt.

Patrick Pohl 28, Crimmitschau
Patrick Pohl erzielte im Derby den Siegtreffer für die Eispiraten (Archivbild). Bildrechte: imago images/Hartenfelser

Frankfurt schockt Eislöwen in letzter Sekunde

Die Dresdner Eislöwen haben das Spitzenspiel gegen Verfolger Frankfurt mit 2:3 verloren. In einer hochklassigen Partie des Tabellenführers gegen den Zweiten fiel der entscheidende Treffer erst kurz vor der Schlusssirene.

Das erste Drittel ging dabei klar an die Gäste aus Frankfurt. Während Tomas Sykoras Treffer in der 5. Minute nach Überprüfung des Videobeweises noch aberkannt wurde, traf Carson McMillan kurz darauf zum 1:0 für die Löwen (10.). Besonders die aggressive Spielweise der Hessen bereitete den Dresdnern Probleme. Im zweiten Drittel wachte das Team von Trainer Andreas Brockmann allmählich auf und ging durch Matej Mrazek (23.) und Johan Porsberger (34.) mit 2:1 in Führung. Nach einem Puckverlust von David Rundquist konnte Yannick Wenzel jedoch mit einem tollen Sololauf den 2:2-Ausgleichstreffer markieren (37.).

Auch im letzten Drittel des Spiels konnten die Kontrahenten das hohe Niveau halten. In der 51. Minute hatte Philipp Kuhnekath die Führung auf dem Schläger – doch der Pfosten rettete den Löwen das Unentschieden. Kurz vor der Overtime ging Dresdens Trainer Andreas Brockmann aufs Ganze und brachte einen weiteren Feldspieler für den Goalie. Der Mut wurde jedoch nicht belohnt – fünf Sekunden vor Schluss traf der Frankfurter Adam Mitchell ins Tor und bescherte den Eislöwen die zweite Niederlage in dieser Woche. Damit rutscht Frankfurt auf drei Zähler an den Tabellenführer von der Elbe heran.

"Solche Spiele tun sehr sehr weh. Fünf unserer ersten sechs Verteidiger haben gefehlt. Aber unsere Mannschaft hat über 60 Minuten sehr hart gearbeitet und sehr gut gekämpft. Das zweite und dritte Tor tun extrem weh, vor allem weil wir sie zu einfach hergeschenkt haben. Das ist bitter, aber ich kann nur den Hut ziehen vor unserer Mannschaft - vor dieser Moral und diesem Einsatz. Es werden leider nicht viele Spieler so schnell zurückkommen, aber wir werden auch am Dienstag gegen Ravensburg wieder alles reinschmeißen", sagte Brockmann.

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red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 14. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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