Eishockey | Oberliga Saale Bulls und IceFighters: "Schwimmen auf einer Welle"

Trotz aller Rivalität auf dem Eis: In Zeiten der Coronakrise haben sich die Saale Bulls Halle und die IceFighters Leipzig zusammengerauft und starten eine gemeinsame Aktion. Im SpiO-Talk standen Halles Kai Schmitz und André Krüll von den Messestädtern Moderatorin Karen Storelli Rede und Antwort.

Solidarität ist bei den Eishockey-Klubs gefragt. Nachdem die Saison aufgrund der Corona-Krise vorzeitig abgebrochen wurde, haben sich auch bei den IceFighters Leipzig und den Saale Bulls Halle enorme finanzielle Lücken aufgetan. Beide Oberligisten haben ihre Rivalität erst einmal zurückgesteckt und wollen mit einer gemeinsamen Aktion frisches Geld in die Kassen spülen. Dazu hatte Karen Storelli im "Sport im Osten"-Talk am Montag (30.03.2020) Kai Schmitz von den Hallensern und IceFighters-Chef André Krüll zu einem Gespräch gebeten.

Beide Gesprächspartner wurden zugeschaltet. Die Idee der Erzrivalen auf dem Eis: Ein virtuelles Derby zu organisieren, genannt "Summergame". Dieses soll am Ostermontag (13. April) vor 30.000 Zuschauern ausgetragen werden. Dafür bieten die beiden Oberligisten ab sofort virtuelle Tickets für ein virtuelles Freiluftstadion zum Preis von sechs Euro an.

Schmitz: "Beide Vereine müssen erhalten bleiben"

Kai Schmitz (MEC Halle 04) präsentiert das neue Trikot der Saale Bulls.
Kai Schmitz präsentiert das neue Trikot der Saale Bulls. (Archiv) Bildrechte: imago images / VIADATA

Kai Schmitz, der seine aktive Laufbahn bei den Saale Bulls beendet hat und nun hinter den Schreibtisch wechselte, betonte, dass die Entscheidung des vorzeitigen Abbruchs bitter sei, aber notwendig: "Es gibt nichts wichtigeres als Menschenleben. Mal sehen, wohin sich das Ganze entwickelt?“ Die gemeinsame Aktion mit den Leipzigern fand er toll: "Beide Vereine müssen erhalten bleiben. Wir kommen trotz der Rivalität gut miteinander aus." Genau konnte es Schmitz nicht sagen, er schätzte aber, dass bisher 500 Tickets für das Event über den Ladentisch gegangen sind.

Krüll: "Ich hoffe, dass alle Tickets verkauft werden"

Icefighters-Boss André Krüll konnte dagegen bereits über 1.000 verkaufte Karten vermelden. Auch er war sich nicht ganz sicher, wohin die Reise in der nächsten Saison geht? Deshalb sei diese Aktion besonders wichtig: "Wir wollen sehen, dass wir das Stadion voll bekommen. Die Leute brauchen den Sport." Auch er bestätigte, dass trotz aller Konkurrenz "beide Klubs mit dieser Aktion auf einer Welle schwimmen". Sein Wunsch: "Ich hoffe, dass alle Tickets verkauft werden".  

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 30. März 2020 | 09:00 Uhr

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