Eishockey | "So geht sächsisch.-Cup" München gewinnt Vorbereitungsturnier in Dresden

Der EHC Red Bull München hat sich beim "So geht sächsisch."-Cup in Dresden durchgesetzt. Der große Favorit aus der DEL schlug im Finale die gastgebenden Eislöwen mit 5:2 (1:0, 2:0, 2:2). Am Abend verloren die Lausitzer Füchse das Spiel um Platz drei gegen den SC Riessersee mit 2:3 (0:3, 2:0, 0:0).

Spieler auf dem Feld 4 min
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Dresden startete denkbar schlecht ins Finale. Bereits nach 40 Sekunden kassierten die Gastgeber eine Strafe wegen eines Wechselfehlers. Während Neuzugang Dennis Swinnen auf der Strafbank saß, nutzte der Deutsche Meister der Jahre 2016, 2017 und 2018 seine erste Überzahl direkt zur Führung. Patrick Hager brachte den Puck im Netz unter (2.). Die Eislöwen fanden aber schnell ins Spiel zurück und boten dem großen Favoriten ordentlich Paroli auch wenn bei den eigenen Offensivaktionen etwas die Durchschlagskraft fehlte.

Auch vor dem zweiten Gegentor reduzierten sich die Eislöwen selbst. Nach Beinstellen gab es zwei Minuten für Nick Huard. Wieder spielte München es routiniert runter und wieder stand Nationalspieler Hager zentral vor dem Tor frei und traf zum zweiten Mal an diesem Nachmittag (31.). Eine weitere Überzahl-Situation aus Dresdner Sicht schloss Trevor Parkes knapp drei Minuten vor der Drittelsirene mit dem dritten Münchner Tor ab.

Biezais trifft doppelt für Dresden

Im Schlussabschnitt erstickte Yasin Ehliz mit einem Rückhandtreffer die letzte Dresdner Hoffnung bereits nach zweieinhalb Minuten im Keim. In der 53. Minute durften die Eislöwen dann zumindest einen Treffer gegen den Serienmeister der letzten Jahre bejubeln. Elvijs Biezais war nach Vorlage von René Kramer der Torschütze. Zwei Minuten vor dem Ende verkürzte er sogar noch auf 2:4. Den Schlusspunkt setzte aber der Turniersieger aus der bayerischen Landeshauptstadt durch eine Empty-Net-Goal von Philip Gogulla wenige Sekunden vor Ablauf der Spielzeit.

So geht sächsisch-Cup: Sieger München
So geht sächsisch-Cup: Sieger EHC München Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Weißwasser verliert kleines Finale gegen Oberligisten Riessersee

Ab 17 Uhr stand dann noch das Spiel um Platz drei auf dem Programm. Dort bekamen es die Lausitzer Füchse mit dem SC Riessersee zu tun. Die Bayern waren kurzfristig für die Eisbären Berlin eingesprungen, die wegen eines positiven Corona-Befundes im Umfeld des Profi-Kaders ihre Teilnahme absagen mussten.

Head Coach Corey Neilson, Lausitzer Füchse, wartet auf sein Team.
Füchse-Coach Corey Neilson (Archiv). Bildrechte: imago images/Kessler-Sportfotogr

Und der Oberligist aus Garmisch-Partenkirchen überraschte den Favoriten aus der DEL2 vor allem im 1. Drittel. Dort brachte Noah Janisch Riessersee mit einem abgefälschten Schuss nach fünf Minuten in Führung, Eetu-Ville Arkiomaa hatte dann in der 9. Minute zu viel Platz und erhöhte auf 2:0. Bastian Eckl machte in einem insgesamt enttäuschenden Füchse-Abschnitt noch das 3:0.

Im 2. Drittel begann dann die Aufholjagd der Weißwasseraner. Robert Farmer verkürzte in der 27. Minute, Ludwig Nirschl gelang der Anschlusstreffer zehn Minuten später. Kurz vor der Pause gab es eine Fünf-Minuten-Strafe für die Füchse.

Im 3. Durchgang waren die Füchse auch körperlich präsenter, konnten aber trotz mehrerer Überzahlsituationen keinen Treffer mehr landen. "Wir sind schlecht ins Match gekommen, müssen aber auch anerkennen, dass der Gegner stark gespielt hat", analysierte Füchse-Coach Corey Neilson nach der Partie.

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red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Oktober 2020 | 15:30 Uhr

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