Eishockey | DEL2 Füchse verlieren Penalty-Krimi - Eispiraten und Eislöwen gehen völlig leer aus

4. Spieltag

Wieder ein durchwachsener Sonntag für die sächsischen Cracks. Die Lausitzer Füchse schnupperten zumindest bei den Löwen Frankfurt an der Überraschung und verloren erst im Penalty-Krimi. Völlig leer gingen die Eispiraten Crimmitschau im Sahnpark gegen Bad Nauheim aus, die Dresdner Eislöwen schlitterten beim EHC Freiburg gar in ein Debakel.

Das Tor ist voll. Spieler im, am und vor dem Eishockeytor, dahinter der Schiedsrichter.
Wo ist der Puck? Heiß umkämpftes Match zwischen den Löwen Frankfurt und den Lausitzer Füchsen. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Füchse geben 2:0-Führung aus der Hand

Was für ein Spiel: Die Lausitzer Füchse haben den Löwen Frankfurt in einem aufregenden Spiel alles abverlangt. Die Mannschaft von Corey Neilson schnupperte nach einer 2:0-Führung sogar an drei Punkten, rettete sich dann in die Overtime und verlor 3:4 nach Penaltyschießen.

Außenansicht der Eissporthalle Frankfurt.
Eissporthalle Frankfurt. Bildrechte: MDR/Jens Daniel

Eine Überraschung lag in der Luft. Vor 3.340 Zuschauern gingen die Lausitzer Füchse in der Eissporthalle Frankfurt in der zehnten Minute durch Ondrej Pozivil in Führung. Er hatte kurz hinter der blauen Linie abgezogen. Nachdem im Mittelabschnitt keine Tore fielen, wurde es in der letzten Periode hochspannend. Robert Farmer (42.) erzielte für die Sachsen das 2:0, noch in der gleichen Minute verkürzte der Frankfurter Luis Schinko auf 1:2. Damit war der Löwenhunger noch nicht gestillt. Roope Ranta (48.) und Eduard Lewandowski (58.) drehten mit ihren Toren das Match auf 3:2 für die Hessen. Sollten die Sachsen völlig leer ausgehen? Mit einem Kraftakt schoss Darcy Murphy die Füchse 53 Sekunden vor der Sirene in die Verlängerung.

Ein Treffer blieb aber aus, das Penaltyschießen musste entscheiden. Und hier brachten Murphy und Mike Hammond den Puck für die Lausitzer nicht unter. Für die Löwen trafen Lewandowski und Schinko.

Eispiraten Crimmitschau verlieren erneut

Die Eispiraten Crimmitschau haben das dritte Spiel in Folge verloren. Gegen den EC Bad Nauheim hieß es am Sonntag nach 60 umkämpften Spielminuten 3:4 (2:2, 0:1, 1:1).

Julian Talbot
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Andrej Bires brachte die Gäste vor 1.675 Zuschauern im Sahnpark bereits nach 40 Sekunden in Führung, Crimmitschaus Adrian Grygiel glich in der 13. Minute aus. Nur wenige Sekunden später traf Alexander Wideman zum 2:1. Noch vor der ersten Pause glich Bires wieder aus (20.). Im zweiten Durchgang fiel nur das 2:3 durch Bad Nauheims Daniel Stiefenhofer (35.). So fiel die Vorentscheidung für die Gäste im letzten Drittel durch das Tor von Manuel Strodel (46.). Dominic Walsh gelang acht Sekunden vor dem Ende nur noch der Anschlusstreffer.

Dresdner Eislöwen im freien Fall

Die Dresdner Eislöwen warten weiter auf den ersten Saisonsieg. Das Team von Trainer Bradley Gratton unterlag beim EHC Freiburg mit 1:7 (1:1,0:1,0:5).

Eishockey
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Im ersten Drittel konnten die Eislöwen vor 2.517 Zuschauern noch mit dem neuen Tabellenführer mithalten. Auch im zweiten Spielabschnitt war der Rückstand mit 1:2 noch im Rahmen. Im dritten Drittel brachen dann aber alle Dämme. Freiburg erzielte fünf unbeantwortete Treffer und verwandelte die Auswärts pleite der Eislöwen in ein Debakel. Nach vier Spielen hat Dresden nur zwei Punkte auf dem Konto. Nächster Gegner sind die Eispiraten Crimmitschau.

Eislöwen-Coach Bradley Cooper war bitter enttäuscht: "In meiner Karriere als Trainer war ich noch nie so enttäuscht wie von dieser Schlussleistung. Wir haben zu viele Konter kassiert, nach hinten nicht genug gearbeitet, einfach aufgehört Eishockey zu spielen. Vor allem den erfahrenen Spielern muss ich da einen Vorwurf machen. Das ist eine Einstellung, die ich nicht akzeptiere."

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 23. September 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2019, 21:15 Uhr

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