Eishockey | DEL2 DEL2 hofft auf volle Hallen und führt neue Regeln ein

In dieser Woche beginnt startet mit der DEL2 die zweithöchste deutsche Eishockey-Spielklasse in die neue Saison. In der Spielzeit 2021/22 sollen die Fans in die Hallen zurückdürfen - außerdem gibt es einige Regeländerungen.

Bully vor dem Tor der Dresdner Eisloewen beim Spiel Dresden gegen Weißwasser (29.01.2021). Am Bully Steven Rupprich (Angriff Dresdner Eisloewen, Nr. 11) (li.) und Tomas Andres (Angriff Lausitzer Fuechse, Nr. 92).
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Wenn am Freitag (01.10.2021) die DEL2 unter anderem mit dem sächsischen Derby zwischen Weißwasser und Dresden beginnt dürfen auch wieder Zuschauer dabei sein. Nach einem Jahr ohne Fans in den Eishockey-Hallen, peilt die DEL2 in dieser Spielzeit „die vollständige Rückkehr der Fans in die Stadien“ an, wie es in einer Pressemitteilung von Dienstag (28.09.2021) heißt. Die Saison startet aber erst einmal mit Zuschauerbeschränkungen und (zumeist) der sogenannten 3G-Regel. Zuschauer müssen beim Eintritt also den Nachweis einer Impfung, der Genesung oder eines Corona-Tests erbringen. In einigen DEL2-Standorten wird die 2G-Regel (geimpft oder genesen) angewandt, dort dürfen dann auch mehr Zuschauer in die Hallen. "Wir leben noch immer in der Corona-Pandemie", begründet DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch die Einschränkungen.

Weißwasser, Crimmitschau und Dresden setzen auf 3G-Regel

Konkret für die sächsischen DEL2-Klubs bedeutet das: Wer in Weißwasser, Crimmitschau oder Dresden zum Spiel möchte, muss sich an die 3G-Regel halten. Dresden und Crimmitschau weisen auf ihrer Homepage zudem auf das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes hin. In Dresden darf die Maske am Sitzplatz abgenommen werden, in Crimmitschau beim Verzehr von Speisen oder Getränken.

Beim brisanten sächsischen Auftaktderby zwischen den Lausitzer Füchsen und den Eislöwen dürfen 2.000 Fans in der 2.950 Zuschauer fassenden Arena in Weißwasser dabei sein. Die Partie ist bereits ausverkauft.

Einlauf der Lausitzer Füchse
In Weißwasser dürfen am Freitag im derby gegen Dresden 2.000 Fans dabei sein. Bildrechte: imago/Hentschel

"Goalie-Trapez" wird eingeführt

Außerdem gab die Liga am Dienstag weitere Eckdaten für die neue Saison bekannt: Auf dem Eis wird es einige Regeländerungen geben, die laut DEL2 "die Sicherheit und den Spielfluss erhöhen" sollen. Am sichtbarsten wird dabei sicher die Regel „Goalie-Trapez“ sein. Hinter und um das Tor wird es künftig eine eingeschränkte Fläche geben, in der der Torhüter den Puck spielen darf. Weitere Anpassungen betreffen "hoher Stock", "Videobeweis" und "Faustkämpfe", für einige Fouls wird es künftig eine Fünf-Minuten-Strafe geben, ohne dass gleich eine Spieldauerdisziplinarstrafe folgt. Die Regeln waren im Sommer vom Weltverband IIHF beschlossen und nun auch für die DEL2 übernommen worden. Für Rudorisch ein ambitionierter Zeitplan: "Die Schiedsrichter haben zahlreiche Schulungen erhalten, aber wir alle werden in der neuen Saison noch einiges dazulernen", sagte er auf der Pressekonferenz am Dienstag.

MDR SACHSENSPIEGEL
Um das Tor wird künftig ein Trapez gezogen, in dem der Keeper den Puck spielen darf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Vereine gehen von Umsatzsteigerung aus

Bei der Pressekonferenz wurden auch ein paar finanzielle Eckpunkte für die anstehende Saison. So planen die Vereine für die Hauptrunde mit einem Umsatz von 40,4 Millionen Euro. Das ist noch weniger als in der Rekordsaison 2019/2020, als 42 Millionen umgesetzt worden. Es ist aber zugleich eine Steigerung zur Vorsaison, als coronabedingt "nur" 35 Millionen Euro eingenommen wurden. Die Personalkosten belaufen sich auf 22 Millionen Euro, und die Vereine haben einen Puffer in ihre Planungen eingebaut, sollte sich die Corona-Krise noch einmal verschärfen und daher Umsatzeinbußen auftreten.

Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

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