Sport | Corona-Krise "Wichtiges Signal": Mitteldeutsche Vereine freuen sich über Corona-Nothilfe

Der Bundestag hat am Donnerstag 200 Millionen Euro Nothilfe für die Profivereine der ersten und zweiten Ligen im Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball sowie die 3. Fußball-Liga beschlossen. Darüber ist die Freude in Mitteldeutschland groß.

Am Freitagmorgen (03.07.2020) äußerte sich Sandra Zimmermann im "SpiO"-Talk zum Thema. "Die Freude darüber ist sehr groß, denn die Vereine sind unverschuldet in Existenzängste gekommen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie", sagte die Geschäftsführerin des Volleyball-Bundesligisten Dresdner SC.

Ticketerlöse machen 20 Prozent des Etats aus

Es sei im Sinne der Gesellschaft, diese Strukturen nicht aufzugeben, sondern zu erhalten. Der Verteilungsschlüssel für die Fördergelder sei dabei nicht leicht zu bestimmen, aber letztlich richtig gewählt, so Zimmermann.

Beim DSC machen die direkten Ticketerlöse 20 Prozent des Etats aus. Dazu kommen weitere sogenannte Sponsorenpakete, die an die Ticketeinnahmen geknüpft sind. Ein Hauen und Stechen um die Fördergelder befürchtet Sandra Zimmermann nicht, betont aber, dass es notwendig sein wird, die Bedürfnisse auf die jeweiligen Sportarten und Ligen auszurichten.

Trainer Alexander Waibl, Vorstandschef Dr. Jörg Dittrich, Geschäftsführerin Sandra Zimmermann, Co-Trainer Konstantin Bitter alle Dresden, der Dresdner SC ist Pokalsieger 2020.
DSC-Trainer Alexander Waibl, Vorstandschef Dr. Jörg Dittrich, Geschäftsführerin Sandra Zimmermann, Co-Trainer Konstantin Bitter. Bildrechte: imago images/Hentschel

Hilfe auch für Füchse und MBC sehr wichtig

Weißwassers Trainer Dirk Rohrbach
Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach (Archiv). Bildrechte: imago/Robert Michael

"Es ist ein wichtiges Signal, dass wir auch in der DEL2 partizipieren", sagte wiederum Dirk Rohrbach, Geschäftsführer des Eishockey-Zweitligisten Lausitzer Füchse dem MDR. Die Nothilfe sei ein wichtiges Hilfsmittel, um in die Saison zu starten. Ohne diese Unterstützung würde es wirtschaftlich nicht darstellbar sein.

Auch beim Basketball-Bundesligisten Syntainics MBC kommt das Hilfspaket gut an. MBC-Geschäftsführer Martin Geisler erklärt dazu: "Bis jetzt haben wir ohne Zuschauereinnahmen kalkuliert, das ist kaufmännisch die einzig sichere Herangehensweise. Keiner weiß, wann Zuschauer in die Hallen dürfen. Dementsprechend ist eine Absicherung durch das Hilfspaket sehr viel wert."

Letztlich bleibt aber die große Frage, wann und wenn ja, wie viele Fans wieder in die Hallen und Stadien dürfen. Beim DSC ist die Zuversicht schon so groß, dass für die neue Saison 300 Dauerkarten verkauft wurden. "Das zeigt auch die Solidarität unser Anhänger", resümiert Sandra Zimmermann.

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cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 03. Juli 2020 | 17:45 Uhr

1 Kommentar

alex66 vor 21 Wochen

Schön für die betreffenden Vereine. Aber was wird aus all den anderen?