DDR-Oberliga - Die Wendesaison Energie Cottbus bleibt oben dran

04. November 1989 | 10. Spieltag

Es war ein Pflichtsieg, um den nur zu Beginn gezittert werden musste: Energie Cottbus hat sich gegen Stahl Brandenburg nach anfänglichem Rückstand mit 3:1 (2:1) durchgesetzt. Die Lausitzer behaupten damit Platz drei der Tabelle und stellen damit die mit Abstand beste BSG in der DDR-Oberliga 1989/90.

Für Stahl Brandenburg wird die Oberliga-Luft immer dünner. In der vorgezogenen Partie des 10. Spieltages (beide Teams sind im FDGB-Pokal bereits aus dem Rennen) zeigten die Brandenburger nur in den ersten 20 Minuten eine ordentliche Leistung. Bei ihrem Führungstor durch Jeske hatten die Gastgeber aber auch ordentlich mitgeholfen und den Torschützen im Strafraum völlig allein gelassen.

Jeske trifft per Kopf zum 1:0 für die Gäste
Jeske ist völlig frei und köpft spektakulär ein. Bildrechte: MDR/DRA

Cottbus jedoch steigerte sich und glich aus: Irrgang verwandelte einen von Sander herausgeholten 18-m-Freistoß direkt. Auch am 2:1 war Sander beteiligt: Der 28-Jährige köpfte den Ball nach einer etwas zu weit geratenen Flanke von der Grundlinie an die 5-m-Linie zurück, wo Irrgang volley abschloss. Das 3:1 machte Sander dann in der zweiten Halbzeit selbst. Wobei – hier half möglicherweise auch der Brandenburger Ringk mit.

Jubel über das 3:1 durch Petrik Sander
Jubel über das 3:1 Bildrechte: MDR/DRA

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 09. November 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. November 2019, 14:00 Uhr

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