Saison 1989/90 | FDGB-Pokal FC Vorwärts schießt den BFC k.o.

08. Dezember 1989 | Viertelfinale

Erstes Viertelfinale, erste dicke Überraschung: Der FC Vorwärts Frankfurt/Oder hat den BFC Dynamo aus dem FDGB-Pokal geworfen. Zum abendlichen Auftakt der Runde der letzten Acht setzte sich der Zweitligist gegen den Titelverteidiger mit 2:0 nach Verlängerung durch.

Der Sieg eines unterklassigen Klubs ist immer eine besondere Sache. Fast noch überraschender als der Triumph des FC Vorwärts aber war, dass die Gastgeber völlig verdient ins Halbfinale einzogen. Der aktuell Tabellenerste der Liga-Staffel A bestätigte einmal mehr seine Heimstärke (alle sieben Punktspiele der Saison wurden gewonnen) und hätte schon in den regulären 90 Minuten alles klar machen können. Dass das nicht gelang, war vielleicht das einzige Manko des Siegers.

Kuhlee ganz cool

Held des Abends war in der Verlängerung dann Volkmar Kuhlee, der schon beim 5:4-Erfolg im Elfmeterschießen über den BFC im Halbfinale 1981 dabei war: In der 113. Minute nahm Kuhlee den Ball im Strafraum an und schoss nach einer Drehung um sich selbst zum 1:0 ein. Eine Minute später machte der 28-Jährige mit einem Foulelfmeter alles klar. Dabei hatte Kuhlee Glück, denn der Ball landete eigentlich an der Latte, sprang dann aber an den Kopf von BFC-Torhüter Oskar Kosche und von dort aus ins Tor.

Volkmar Kuhlee (Frankfurt/O.) erzielt das 1:0
Drehung um die eigene Achse - und drin! Kuhlee macht das 1:0. Bildrechte: MDR/DRA

Die anderen Halbfinals (9. Dezember)

Dynamo Schwerin – 1. FC Magdeburg
Dynamo Dresden – FC Karl-Marx-Stadt
1. FC Lok Leipzig – Chemie Buna Schkopau

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Dezember 2019 | 16:30 Uhr

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