DDR-Oberliga 1989/90: Beim 2:0 des FC Karl-Marx-Stadt gegen Carl Zeiss Jena streckt sich Perry Bräutigam vergeblich
Beim 2:0 des FCK streckt sich Jenas Keeper Perry Bräutigam vergeblich Bildrechte: Frank Kruczynski

DDR-Oberliga - Die Wendesaison Dynamo jetzt Erster – FCK in EC-Form

9. September 1989 | 4. Spieltag

Unsere Oberliga-Stürmer kommen langsam in Fahrt: Mit 20 Treffern (2,85/Spiel) ist dieser 4. Spieltag der bislang torreichste der Oberliga-Saison 1989/90. Drei „Buden“ gelangen neben dem FCK und Erfurt auch Meister Dynamo Dresden, der damit erstmals die Tabellenführung übernahm. Auch weil Lok unerwartet Federn lassen musste. Am anderen Ende der Tabelle steht Wismut Aue.

DDR-Oberliga 1989/90: Beim 2:0 des FC Karl-Marx-Stadt gegen Carl Zeiss Jena streckt sich Perry Bräutigam vergeblich
Beim 2:0 des FCK streckt sich Jenas Keeper Perry Bräutigam vergeblich Bildrechte: Frank Kruczynski

Dynamo Dresden – Wismut Aue 3:0 (2:0)

Das 3:0 im sächsischen Duell Dresden gegen Aue war über die gesamten 90 Minuten betrachtet eine klare Angelegenheit. Allerdings täuschen End- und vor allem der Pausenstand doch etwas über den Spielverlauf hinweg.

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Dynamo macht gegen Aue aus wenig viel

4. Spieltag: Wismut Aue war im sächsischen Duell in Dresden lange das bessere Team, nutzte aber seine Chancen nicht. Dynamo hingegen machte aus Wenig viel.

01:46 min

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Denn in der ersten Halbzeit spielten die als klarer Außenseiter angetretenen Gäste munter mit und konterten ausgesprochen gefährlich. Nur beim Abschluss haperte es bei Mothes & Co., sodass der erste Saisontreffer weiter auf sich warten lässt. Dynamo kam erst nach der Pause richtig in Fahrt, spielte dann aber seine Fitness und individuelle Klasse richtig gut aus. Gegen Athen in vier Tagen muss dennoch mehr kommen.

Stahl Brandenburg – 1. FC Lok Leipzig 1:1 (1:1)

Die Leipziger "Loksche" büßte mit dem Remis zwar ihre Tabellenführung ein, wirklich unzufrieden mit dem Ergebnis waren Trainer Uli Thomale und sein Team dennoch nicht. In der brütenden Hitze von Brandenburg hatte Hobsch per Kopf die Leipziger in Führung gebracht. Das 2:0 lag danach auch in der Luft, wollte gegen die sehr vorsichtig agierenden Gastgeber aber nicht fallen. Die hätten anfangs sogar in Führung gehen können, aber Leipzigs Kreer rettete gegen Voß auf der Linie. Pfahl gelang zumindest der Ausgleich. Nach der Pause spielte dann auch der Favorit auf Sicherheit. Mit je einem Punkt konnten beide Seiten gut leben.

Energie Cottbus – BFC Dynamo 2:2 (0:2)

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Cottbusser Aufholjagd gegen den BFC

4. Spieltag: Der BFC hat wieder mal eine 2:0-Führung nicht nutzen können und gegen Energie Cottbus nur einen Zähler geholt.

01:08 min

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Wie einen Sieg feierte dagegen Energie Cottbus sein Unentschieden gegen den BFC. Kein Wunder, denn der Pokalsieger aus Berlin lag zur Pause bereits 2:0 vorn und hätte da auch noch viel höher führen können. Nach einer Stunde jedoch verlor der BFC zunehmend seine Linie und schien zu erlahmen. Das brachte den Cottbussern Oberwasser. Mit großer Laufbereitschaft und Kampfgeist starteten sie eine sehenswerte Aufholjagd und spielten nach Aussage von Trainer Bohla "an der Grenze ihrer Möglichkeiten". Die Helden des Tages waren dann der nach seiner Knie-OP erstmals wieder in der Startelf stehende Petrik Sander, der per Strafstoß traf, und Detlef Irrgang, der kurz vor Schluss ein irres Tor zum Ausgleich erzielte.

HFC Chemie – Hansa Rostock 1:1 (0:0)

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Adler sichert HFC einen Punkt gegen Rostock

Der HFC hat gegen starke Rostocker ein Remis erkämpft. Der Ausgleichstreffer fiel per Kopf.

00:53 min

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Ein sehenswertes Unentschieden sahen auch die 10.500 Zuschauer im Kurt-Wabbel-Stadion. Hier lieferten sich der HFC und Hansa einen wahren Schlagabtausch mit vielen guten Chancen auf beiden Seiten. Der erste erfolgreiche Abschluss gelang dem Rostocker Weilandt mit einem sehenswerten 18-Meter-Direktschuss. Dass die Führung der Gäste nicht noch höher ausfiel, lag an HFC-Torhüter Jens Adler, der einige starke Paraden zeigte. Das nicht unverdiente 1:1 erzielte wenig später Schnürer per Kopf.

FC Karl-Marx-Stadt – Carl Zeiss Jena 3:0 (1:0)

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Mit einem 3:0 gegen Carl Zeiss Jena hat sich der FCK auf den Europapokal eingestimmt.

01:37 min

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Der FCK stimmte sich im heimatlichen Ernst-Thälmann-Stadion mit einem 3:0-Sieg gegen Jena auf den anstehenden Europapokal-Abend ein. Vier Tage vor dem Highlight gegen Boavista Porto zeigte das Team von Hans Meyer eine überzeugende Leistung. Der FC Carl Zeiss hielt nur in der ersten Halbzeit wirklich dagegen, kam da durch Raab und Peschke zu guten Möglichkeiten. Der Glaube an sich selbst war aber mit dem wunderbar herausgespielten FCK-Führungstor kurz vor der Pause aber wie weggeblasen. Die einzige Chance in der zweiten Halbzeit hatte Jena in der 86. Minute, doch Raab scheiterte per Handelfmeter an Schmidt. Aber zu dem Zeitpunkt hatte der FCK bereits 3:0 in Front gelegen.

Rot-Weiß Erfurt – Bischofswerda 3:0 (0:0)

Schmale 5.500 Zuschauer sahen das dritte 3:0 dieses Spieltages. Dass die erste Halbzeit torlos blieb, lag vor allem an den Erfurtern, die gleich neun (!) Großchancen liegen ließen. Ein weiterer Grund war Bischofswerdas Keeper Groß – der mit Abstand beste Spieler der Gäste. Seine Vorderleute „glänzten“ in Mittelfeld und Abwehr mit vielen Fehlern. Zeitweise erschienen sie geradezu überfordert und alles andere als Oberliga-reif. Ganz anders die Erfurter, bei denen Sänger nach einem Knöchelbruch im März sein Comeback gab. Bester RWE-Mann war Romstedt. Und das nicht nur wegen seines Tores zum 1:0.   

1. FC Magdeburg – Stahl Eisenhüttenstadt 2:1 (1:0)

Einen etwas merkwürdigen Spielverlauf gab es in Magdeburg, wo der FCM gegen den Aufsteiger natürlich klarer Favorit war und erwartungsgemäß in Führung ging. Nach dem Wechsel erhöhte Wuckel auf 2:0. Dieses Tor schien allerdings die Gäste aufzuwecken. Eisenhüttenstadt legte seine Zurückhaltung urplötzlich ab, bestimmte nun das Spiel und schaffte gegen den kräftemäßig stark abbauenden FCM den verdienten Anschluss. In den Schlusssekunden hatte Maik Schulz sogar die große Chance zum 2:2, scheiterte aber. So setzte es letztlich die erste Saisonniederlage.  Trainer Reinke war mit seinem Team trotzdem nicht unzufrieden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. September 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. September 2019, 17:20 Uhr

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