Badkurvenversteher | Folge 30 HFC-Präsident Rauschenbach: "Wir wollen ins obere Drittel"

Oliver Leiste
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Wo steht der Hallesche FC nach anderthalb Jahren ohne Fans im Stadion – sportlich, aber auch strukturell? Und wo soll die Reise in Zukunft hingehen? Darüber spricht HFC-Präsident Jens Rauschenbach im Podcast.

Seit 2018 gehört Jens Rauschenbach dem HFC-Präsidium an, seit 2019 ist er Präsident des Clubs. Seine erste Amtszeit neigt sich dem Ende entgegen, auch wenn Pandemie-bedingt noch nicht klar ist, wann tatsächlich ein neues Präsidium gewählt wird. Doch wo steht der Club nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie und drei Jahren Rauschenbach? Darüber spricht der HFC-Präsident in Folge 30 des "Badkurvenverstehers".

Die Folge in der Übersicht:

Sportliche Bilanz – ab Minute 1:45

"Mit dem Endergebnis – einstelliger Tabellenplatz und zwei Mal gegen Magdeburg gewonnen – sind wir durchaus zufrieden", sagt Rauschenbach. "Mit dem Auf und Ab und der Schwächephase im März aber natürlich nicht." In der Folge erklärt er, wo genau er Schwächen gesehen hat und wo er sich insgesamt vom HFC in dieser Saison noch mehr erhofft hatte. Dabei spricht Rauschenbach auch über den wahrscheinlichen Verbleib von Terrence Boyd und seine Hoffnungen in Sachen Braydon Manu.

Wechselspiele und Ziele – ab Minute 11:00

"Wir sind mit einer Aufbruchsstimmung 2019 Vierter geworden", erinnert sich Rauschenbach. "Die hat jetzt einen Corona-Knick bekommen." Aufgabe sei es nun, eine neue Euphorie entfachen. Dazu soll auch der neue Sportdirektor Ralf Minge beitragen. Rauschenbach erklärt, warum der bisherige Sportdirektor Ralf Heskamp gehen musste und warum sich der Verein entschieden hat, mit Trainer Florian Schnorrenberg in die neue Saison zu gehen.

Geld ist bei der sportlichen Entwicklung nicht alles, ist der HFC-Präsident überzeugt. "Wenn alles stimmt, haben wir die Chance, uns im ersten Drittel zu bewegen", gibt er die Richtung für die kommenden Jahre vor.

Die HFC-Finanzen nach Corona – ab Minute 28:00

Der HFC wird trotz Corona schuldenfrei in die neue Saison gehen. Keine Selbstverständlichkeit: Schließlich steckte der Club vor drei Jahren noch tief in den roten Zahlen. In der Folge erklärt Jens Rauschenbach, wie die Finanzplanung für die neue Saison aussieht. Sollten die letzten Gespräche mit Sponsoren erfolgreich verlaufen, könnte der Club sogar einen größeren Etat aufweisen als vor der Pandemie, ist er optimistisch.

Wie Rauschenbach seine Präsidentschaft sieht – ab Minute 45:00

Es ist wahrscheinlich der größte Verdienst von Jens Rauschenbach, dass er den HFC finanziell sicher durch die Pandemie gesteuert hat. Auch wenn das mit vielen schmerzhaften Gesprächen verbunden war, wie er zugibt.

In drei Jahren beim HFC hat Jens Rauschenbach viel gelernt, sagt er. "In meinem normalen Beruf als Projektentwickler müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Die können aber rational untersetzt werden. Fußball ist da von vielen Ausschlägen geprägt. Das Geschäft ist an vielen Stellen brutal. Und was ich am Anfang unterschätzt habe: Es ist ein enormer Zeitaufwand", so Rauschenbach. Trotzdem könne er sich durchaus vorstellen, den Club auch weiter als Präsident anzuführen – wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien.

Der Streit um den Landespokal – ab 1:15:00

Kleine Vereine wie Brachstedt und Abtsdorf begehren gegen die Entscheidung auf, dass HFC und FCM die DFB-Pokal-Qualifikation unter sich ausmachen. Abtsdorf ist sogar vor das Sportgericht des Landes-Fußballverbandes gezogen. Jens Rauschenbach findet die getroffene Regelung dagegen in Ordnung – und hofft nun, wie viele Fans, auf das Triple gegen den 1. FC Magdeburg.

Wo der Podcast zu hören ist

Podcasts FCM und HFC
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MDR/ Oliver Leiste

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 27. Mai 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Sachsin vor 50 Wochen

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