#Miteinanderstark - Der "Sport im Osten"-Rückblick 46 Jahre danach: Der 1. FC Magdeburg im Europacupfinale gegen den AC Mailand

Am 8. Mai 1974 stand der von Heinz Krügel trainierte 1. FC Magdeburg im Europapokalfinale der Pokalsieger. Im Rotterdamer De Kuip traf der FCM auf den AC Mailand. Es wurde der größte Triumph einer DDR-Klubmannschaft.

ürgen Sparwasser und Manfred Zapf rechts mit dem Pokal
Unvergesslicher Abend in Rotterdam: Jürgen Sparwasser (li.) und Kapitän Manfred Zapf präsentieren den Europapokal der Pokalsieger. Bildrechte: imago images/Horstmüller

Nur ein einziges Mal gelang einer Fußballmannschaft aus der DDR ein Triumph auf internationaler Bühne: dem 1. FC Magdeburg im Jahr 1974. Unter dem damaligen Trainer Heinz Krügel schaltete der FCM zunächst NAC Breda, Banik Ostrava und Beroe Stara Sagora aus und traf dann im Halbfinale auf Sporting Lissabon.

Sieg im Halbfinale gegen Lissabon

Gegen die Portugiesen setzten sich die Magdeburger mit 1:1 im Hinspiel und einem 2:1-Sieg im Rückspiel durch und trafen dann im Finale auf das Starensemble des AC Mailand mit dem jungen Trainer Giovanni Trapattoni, das zuvor Borussia Mönchengladbach besiegt hatte. Beinahe wäre es also im Endspiel zu einem innerdeutschen Ost-West-Duell gekommen.

Minuskulisse in Rotterdam

Die Partie im Rotterdamer Stadion De Kuip fand zwar schließlich vor einer Minuskulisse von nur 4.641 Zuschauern statt. Das sollte aber der Euphorie keinen Abbruch tun. Im Gegenteil: Die Magdeburger waren heiß, auch den nächsten Großen des europäischen Fußballs zu bezwingen und den Titel in die DDR zu holen. Aus FCM-Sicht ein Abend für die Ewigkeit.

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mze

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 08. Mai 2020 | 20:30 Uhr

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