Fußball | Bundesliga Ballack für Abschaffung der "50+1"-Regel

Die einen sehen in Ihrer Abschaffung den Untergang des Abendlandes. Die anderen finden, dass sie den deutschen Fußball künstlich behindert. Zu "50+1" hat sich nun auch Ex-Nationalspieler Michael Ballack positioniert.

Michael Ballack
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Michael Ballack hat sich für eine Abschaffung der 50+1-Regel ausgesprochen. "Die Klubverantwortlichen hätten die Möglichkeit, Investoren reinzuholen und wären freier in der Gestaltung ihres Vereins", sagte der frühere Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft im Interview der "Sport-Bild" (Mittwoch). "Außerdem wäre man ja nicht automatisch fremdbestimmt, wenn man die Statuten ändern würde." Die nur in Deutschland bestehende Regelung besagt, dass Stammvereine die Mehrheit an ausgegliederten Profi-Kapitalgesellschaften behalten müssen.

Chance für den Fußball im Osten

Der gebürtige Görlitzer sähe in einer Änderung dieser Regel auch eine Chance für den Fußball in Ostdeutschland: "Die Wirtschaftlichkeit ist ein großer Faktor. Die Basis im Osten ist vorhanden, dort wird nach wie vor gute Jugendarbeit gemacht. Aber die finanzkräftigen Vereine sind - mit Ausnahme von RB Leipzig - im Westen." Der 43-jährige Ballack macht derzeit seinen Trainerschein.

Michael Ballack
Ende September war Ballack bei den FIFA-Fußball-Awards in der Mailänder Scala zu Gast. Bildrechte: imago images/Gribaudi/ImagePhoto

dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 17. September 2019 | 17:45 Uhr

8 Kommentare

74er vor 50 Wochen

Ich bin auch dafür die 50+1 Regel nicht abzuschaffen.
Dann spielt mann eben nicht in der Champions League mit.
In England kann sich ein normaler Fan nicht mal mehr den Eintritt ins Stadion leisten, schauen alle in der Kneipe ihrer Mannschaft im TV zu. Und die Stimmung im Stadion ist in denn letzten Jahren immer schlechter geworden.
Das kann kein Fußballfan wollen.
Und mir ist es total egal in welcher Liga meine Mannschaft spielt.
Das unterscheidet denn Fan vom Konsumenten. BWG

Reisender vor 50 Wochen

Also ich bin auch für die Abschaffung der 50+1 Regel, komme ich vielleicht mal irgendwann in den Genuss, den 1.FC Nude-ossi Radebeul in der Champions-League zu sehen. Keiner, der des englischen mächtig ist, käme auf die Idee, dass das etwas mit dem Süsswaren-Hersteller aus meiner Heimatstadt zu tun hat und würde gleichzeitig was für den darbenden Osten der Republik machen.Da könnte sogar der DFB nicht gegen die Namensgebung haben, man muss ja nicht unbedingt eine „Bremsspur“ ins Logo machen. Also ich finde die Idee und die Überlegungen vom alten Capitano sensationell.
Wenn das nicht klappt, nehmen wir eben Heckler&Koch und als Logo Pfeil&Bogen. Inner heutigen Zeit sollte man für Alles offen sein.
Dynamischer Gruß übern Teich

Eisenschwein vor 50 Wochen

immer rein mit den investoren . rasenball ist dann ein eher weniger lachhafter name. schauen wir nach ösiland. da spielen flyeralarm gg swarovski , cashpoint gg pellets , redbull gg puntigamer. brauch ich nicht.
und wie weit man hier kommt mit dubiosen investoren sieht man ja zur zeit an 1860 und ürdingen .