Fußball | Bundesliga RB Leipzig verliert trotz Aufholjagd gegen den BVB

32. Spieltag

RB Leipzig stand dank einer Leistungssteigerung und Aufholjagd im zweiten Durchgang vor einem Punktgewinn gegen Borussia Dortmund. Doch ein später Treffer sorgte für eine 2:3 (0:1)-Niederlage in der Generalprobe für das DFB-Pokalfinale. Damit muss RB auch noch mindestens einen Tag auf die endgültige Qualifikation zur Champions League warten.

Trainer Julian Nagelsmann, RB Leipzig.
Trainer Julian Nagelsmann, RB Leipzig. Bildrechte: Ralf Ibing / firosportphoto / Pool/ Picture Point

Eigentlich wollte RB-Coach Julian Nagelsmann wenige Tage vor dem DFB-Pokalfinale nicht groß mit dem Personal experimentieren, um das Team nicht zu verunsichern. Doch mit Lukas Klostermann, Benjamin Henrichs, Emil Forsberg und Hee-Chan Hwang kamen gleich vier Neue ins Team. Vor allem die Personalien Henrichs und Hwang überraschten dann doch ein bisschen. Bei Dortmund wurde Goalgetter Erling Haaland nicht rechtzeitig fit, für ihn stürmte wieder Thorgan Hazard. Zudem musste der gesperrte Jude Bellingham ersetzt werden, für ihn rückte Mahmoud Dahoud in die Formation.

Reus bringt Dortmund in Führung

Der BVB startete mit viel Druck auf die Nagelsmann-Elf, wollte den Aufbau der Gäste früh stören. Doch nach einem Pass von Forsberg auf Hwang hätte RB beinahe nach drei Minuten in Führung gelegen. Eine Fußparade von Marvin Hitz verhinderte den Treffer. Stattdessen trafen wenige Minuten später die Hausherren mit einer tollen Kombination. Lukas Piszczek passte an den Strafraum, wo Marco Reus den Ball zunächst durchließ. Hazard legte mit der Hacke auf den durchstarteten Reus, der von der rechten Seite einlief, Orban stehen ließ und den Ball aus sieben Metern in die Maschen drosch (7.).

Marco Reus BVB erzielt das Tor zum 1:0 gegen Peter Gulacsi RBL und Willi Orban RBL.
Marco Reus (BVB/Nr. 11) erzielt das Tor zum 1:0 gegen Peter Gulacsi. Bildrechte: IMAGO / Poolfoto

Danach war der BVB um Spielkontrolle bemüht, ließ Ball und Gegner laufen und kam immer wieder zu gefährlichen Situationen. Raphaël Guerreiro (23./40.) war jedoch zu ungenau. Einen Hazard-Schuss aus spitzem Winkel lenkte RB-Schlussmann Peter Gulacsi zur Ecke (32.) und Jadon Sancho traf nur das Außennetz (37.). RB kam offensiv meist nicht über Ansätze hinaus, spielte häufig zu ungenau oder blieb in den Angriffen hängen. Bis auf einen harmlosen Abschluss von Marcel Sabitzer (38.) kam kein weiterer nennenswerter Torschuss für RB in die Statistik.

Bildershow vom Spiel Borussia Dortmund gegen RB Leipzig

Trainer Edin Terzic, Trainer Julian Nagelsmann
Das erste von zwei Aufeinandertreffen in sechs Tagen zwischen Dortmund und Leipzig - und zwischen den Trainer Edin Terzic (li.) und Julian Nagelsmann - fand in Dortmund in der Bundesliga statt. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche / Pool
Trainer Edin Terzic, Trainer Julian Nagelsmann
Das erste von zwei Aufeinandertreffen in sechs Tagen zwischen Dortmund und Leipzig - und zwischen den Trainer Edin Terzic (li.) und Julian Nagelsmann - fand in Dortmund in der Bundesliga statt. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche / Pool
Jadon Sancho (BVB) erzielt das Tor zum 2:0 gegen Peter Gulacsi (RBL).
Nach dem Seitenwechsel erhöht Jadon Sancho per Flachschuss auf 2:0. Bildrechte: IMAGO / Poolfoto
Lukas Klostermann jubelt
Klostermann bringt den Ball zum Anstoßpunkt zurück. Bildrechte: IMAGO / Poolfoto
 Dani Olmo erzielt Tor gegen Roman Bürki
Nachdem sich Hwang gegen Hummels durchsetzt und querlegt, schiebt Olmo zum 2:2 ein. RB ist nun nah dran am ersten Sieg gegen den BVB seit Oktober 2017. Bildrechte: IMAGO / Poolfoto
Endstand des Spieles an der Anzeigetafel
Der Endstand gelb auf schwarz: 3:2 für Dortmund. Am Donnerstag folgt dann im DFB-Pokal das nächste Aufeinandertreffen der beiden Klubs. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche / Pool
Hee-Chan Hwang, Torwart Marwin Hitz
Die erste Chance des Spiels von Hee-Chan Hwang vereitelte BVB-Keeper Marvin Hitz mit einer Fußparade. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche / Pool
Marco Reus BVB erzielt das Tor zum 1:0 gegen Peter Gulacsi RBL und Willi Orban RBL.
Auf der Gegenseite trägt sich Marco Reus nach einem sehenswerten Spielzug als erster in die Torschützenliste ein. Bildrechte: IMAGO / Poolfoto
Jubel Dortmund
Dortmund darf also zunächst einmal jubeln. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche / Pool
Im Bild von links: Dani Olmo (25, RB Leipzig), Thorgan Hazard (10, Dortmund).
RB hat im Spielaufbau Probleme, der BVB macht mächtig Druck. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche / Pool
Trainer Julian Nagelsmann, RB Leipzig.
RB-Coach Nagelsmann ist sichtlich unzufrieden mit der Leistung seines Teams. Bildrechte: Ralf Ibing / firosportphoto / Pool/ Picture Point
Lukas Klostermann, RBL, erzielt das Tor zum 2:1.
Ein Kopfball von Lukas Klostermann sorgt in der 57. Minute für den Anschluss. Bildrechte: IMAGO / Poolfoto
Jadon Sancho
Doch vor dem Ende jubelt noch einmal Dortmund. Sancho trifft im Fünfmeterraum ins leere Tor. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche / Pool
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Jadon Sancho (BVB) erzielt das Tor zum 2:0 gegen Peter Gulacsi (RBL).
Nach dem Seitenwechsel erhöht Jadon Sancho per Flachschuss auf 2:0. Bildrechte: IMAGO / Poolfoto

Wieder trifft der BVB früh

RB kam mit deutlich mehr Druck aus der Kabine, trotzdem startete der zweite Durchgang ähnlich wie Hälfte eins. Erst vergab Sabitzer eine große Chance für RB als er aus 16 Metern nicht am eingewechselten Keeper Roman Bürki (Hitz hatte sich kurz vor der Halbzeitpause am Knie verletzt) vorbeikam. Stattdessen traf wieder der BVB. Diesmal war es Sancho, der erst Klostermann aussteigen ließ und dann flach ins lange Eck traf (51.).

Doch RB gab sich nicht auf und kämpfte sich zurück in die Partie. Nach einer Ecke von Forsberg setzte sich Klostermann gegen Mats Hummels durch und traf per Kopf zum Anschluss (63.). Das Nagelsmann-Team machte nun Druck, die Westfalen fanden kaum noch Wege, sich zu befreien. Der eingewechselte Amadou Haidara schickte dann Hwang auf die Reise, der sich erst gegen Hummels behauptete und dann klug auf Dani Olmo zurücklegte. Der Spanier schob aus acht Metern ein - 2:2 (78.). Leipzig wollte nun den Sieg, doch ein Konter brachte Dortmund den Sieg. Julian Brandt spielte auf Sancho, der danach wieder von Guerreiro bedient wurde und aus fünf Metern ins verwaiste Tor traf (87.).

Lukas Klostermann jubelt
Lukas Klostermann jubelt nach dem Acnhlusstreffer Bildrechte: IMAGO / Poolfoto

CL-Quali auf der Couch?

Durch die Niederlage hat RB Leipzig die endgültige Qualifikation zur Champions League noch nicht in der Tasche. Diese könnte dann am Sonntag (09.05.2021) gelingen, wenn Eintracht Frankfurt maximal einen Punkt gegen Mainz holt. Außerdem ist durch den Sieg des BVB der FC Bayern München zum neunten Mal in Folge Deutscher Meister.

Das sagten die Trainer

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Teilweise haben wir es gut gemacht, teilweise sehr schlecht. In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Drei Gegentore sind zu viele. Deswegen haben wir verloren. Am Donnerstag wird alles stimmen müssen."

Erdin Terzic (Dortmund): "Wir freuen uns sehr über den Sieg. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Da haben wir viel Torgefahr entwickelt. Das ist in der zweiten Halbzeit etwas verloren gegangen. Wir sind auch etwas müde geworden. Leipzig hat verdient den Ausgleich gemacht. Danach hätte das Spiel in beide Richtungen kippen können."

Videos und Audios zur Fußball-Bundesliga

Vorschaubild Nagelsmann Vergleich Stürmer
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Vorschaubild Nagelsmann Spielplan
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Mai 2021 | 16:00 Uhr

41 Kommentare

heino vor 6 Wochen

Nur Wismut Aue, RBL hat die CL- League erreicht, das ist schon mal was. Deine Lieblinge haben gestern eine richtige Klatsche eingefangen. Mich würde nun mal interessieren, was dich am meisten freut.

wicky_67_return vor 6 Wochen

Also wenn ich da so in meiner Erfahrungskiste so herum krame, wurde alles nach einer verhauhenen Generalprobe hinterher alles noch viel viel gruseliger.... 😭😭😭😭😭😭🤩

MikeZ vor 6 Wochen

Maza , du bist ja wirklich einer mit grossen
Fussballsachverstand, nur hast du vergessen das die Vereine im Profifussball mit DDR Vergangenheit fast alle künstlich geschaffene Fussballprojekte sind, nur eben ein paar Jahrzehnte früher als RB.
Einfach mal die Hassbrille abnehmen.
99 % für DM sind für mich ok , da bleiben 800000 RB Fans aus Leipzig und seinem Umland :)