Fußball | Bundesliga RB Leipzig lässt sich von Mainz 05 überrumpeln

18. Spieltag

RB Leipzig hat im Kampf um die Tabellenspitze einen herben Dämpfer erlitten. Trotz zweimaliger Führung musste sich das ambitionierte Nagelsmann-Team dem aufopferungvoll kämpfenden Tabellenvorletzten Mainz 05 knapp mit 2:3 (2:2) geschlagen geben. Gewinnt der FC Bayern am Sonntag auf Schalke, würde der Leipziger Rückstand zum Abonnementmeister auf Rang eins auf sieben Punkte anwachsen.

EnttäŠuschte Leipziger. Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) vor jubelnden Mainzern.
Bilder sagen mehr als tausend Worte: Marcel Halstenberg nach einem der drei Leipziger Gegentore. Bildrechte: Picture Point

Etwas war von Beginn an anders als in den letzten drei Duellen von RB Leipzig gegen den FSV Mainz 05 – die Rheinland-Pfälzer waren ein widerspenstiger Gegner, der die klar favorisierten Gäste über nahezu jeden Quadratzentimeter des tiefen, holprigen Rasens nervte.

FSV Mainz 05 - RB Leipzig in Bildern

Marcel Sabitzer zwischen Dani Olmo und Leandro Barreiro
Marcel Sabitzer und Co. kamen trotz von Beginn an aggressiver Mainzer Gegenwehr gut in die Partie. Bildrechte: Picture Point
Marcel Sabitzer zwischen Dani Olmo und Leandro Barreiro
Marcel Sabitzer und Co. kamen trotz von Beginn an aggressiver Mainzer Gegenwehr gut in die Partie. Bildrechte: Picture Point
Tyler Adams trifft gegen Torwart Robin Zentner
Sabitzers fulminanten Schuss aus der zweiten Reihe, den FSV-Keeper Robin Zentner mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte, durfte Tyler Adams im Nachgang souverän ins Netz schieben (15.). Bildrechte: Picture Point
Dani Olmo, Tyler Adams und Alexander Sörloth bei Torjubel
Es war das erste Tor im 38. Bundesligaspiel für den US-Amerikaner. Bildrechte: Picture Point
Marcel Halstenberg trifft zum 1:2
Auch der zwischenzeitlich erste Ausgleich brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Nationalspieler Marcel Halstenberg behielt aus Fünfmeterraumdistanz die Ruhe und stellte den vorherigen Abstand wieder her (30.). Bildrechte: Picture Point
Willi Orban, Peter Gulacsi und Dayot Upamecano flankieren enttäuscht die Jubeltraube um Moussa Niakhate.
Allerdings währte die RBL-Freude nur kurz. Doppelacker Moussa Niakathé – hier inmitten der Mainzer Jubeltraube nach dem 2:2 – ließ Peter Gulácsi zwei Mal via Abstauber nach Standardsituationen keine Chance (24./35.). Bildrechte: Picture Point
EnttäŠuschte Leipziger. Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) vor jubelnden Mainzern.
Torschütze Halstenberg kann es nicht fassen. Anders als in den drei vorherigen Duellen, als RB gegen Mainz jeweils spielerisch leichte Siege (8:0, 5:0, 3:1) erzielte, warfen die Gastgeber heute alles in die Waagschale. Bildrechte: Picture Point
Levin …ztunali (8, Mainz) und Justin Kluivert (21, RB Leipzig)
Justin Kluivert war nach einer Stunde eingewechselt worden. Hier entwischt der Niederländer Levin Öztunali. Bildrechte: Picture Point
Marcel Sabitzer, Peter Gulacsi, Leandro Barreiro Martins
Schock in der 50. Minute: Leandro Barreiro spitzelt den Ball an Gulácsi vorbei ins kurze Eck. Mainz, das bis dato erst einen Saisonsieg in 17 Anläufen feiern konnte, ging erstmals an diesem denkwürdigen Nachmittag in Führung. Bildrechte: imago images / Jan Huebner
Torjubel zum 3:2 Torschütze Leandro Barreiro Martins (FSV Mainz 05)
Kollektiver Mainzer Jubel nach dem wegweisenden 3:2. Bildrechte: imago images / Jan Huebner
EnttŠäuschte Leipziger. v.l.: Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig) und Alexander Sšörloth (19, RB Leipzig)
Sichtbar beeindruckt von dieser turbulenten Wende: Marcel Sabitzer und Alexander Sörloth. Bildrechte: Picture Point
Christopher Nkunku (18, RB Leipzig), Levin …ztunali (8, Mainz), Alexander Söšrloth (19, RB Leipzig) und Moussa Niakhate (19, Mainz).
FSV-Doppelpacker Moussa Niakathé (re.) im Strafraumgetümmel mit Alexander Sörloth, Levin Öztunali und Christopher Nkunku. Bildrechte: Picture Point
Trainer Julian Nagelsmann (RB Leipzig)
Cheftrainer Julian Nagelsmann war bedient. Nachdem die Joker Christopher Nkunku (63.) und Nordi Mukiele (82.) mit jeweils guten Gelegenheiten am starken Mainer Keeper Robin Zentner scheiterten, war die dritte Saisonniederlage unter Dach und Fach. Bildrechte: Picture Point
Stadionanzeigetafel mit Endresultat - 1. FSV Mainz 05 vs. RB Leipzig 3:2
Die zuvor kaum für mögliche gehaltende Überraschung noch einmal Weiß auf Rot: 2:3 verlor RB Leipzig beim Tabellenvorletzten Mainz 05 und verpasste es dadurch, weiter Druck auf Spitzenreiter Bayern München aufzubauen. Bildrechte: Picture Point
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RBL-Defensive verliert Niakathé zweimal aus den Augen

Tyler Adams trifft gegen Torwart Robin Zentner
Da lief noch alles nach Plan: Adams bringt RBL früh in Führung. Bildrechte: Picture Point

Allerdings ließ sich der Tabellenzweite von aggressiven, phasenweise auch sehr hoch anlaufenden Gastgebern zunächst wenig beirren. Cheftrainer Julian Nagelsmann hatte aufgrund der Bodenverhältnisse lange Bälle angekündigt, jedoch kombinerte sich sein Team wiederholt flach und schnörkellos ins letzte Drittel. Der Lohn: Tyler Adams staubte Marcel Sabitzers fulminanten Lattenkracher zur frühen Führung ab (15.).

Auch Moussa Niakhatés Ausgleich (24.), der den von Peter Gulácsis zu kurz abgewehrten Hechtkopfball von Dominik Kohr über die Linie drückte, brachte RBL nicht aus dem Konzept. Marcel Halstenberg behielt im Strafraumgetümmel die Übersicht und brachte sein Team zurück in Front (30.). Die Freude währte nur kurz. Die unaufmerksame Gästedefensive verlor während einer Standardsituation einmal mehr Niakathé aus den Augen, der aus zwei Metern Stefan Bells Kopfballvorlage vollendete (35.).

Mainz wie es grätscht und lacht

Marcel Sabitzer, Peter Gulacsi, Leandro Barreiro Martins
Leandro Barreiro überwindet Peter Gulácsi am kurzen Pfosten. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Die in dieser Saison bislang so enttäuschenden Mainzer hatten endgültig Lunte gerochen – und schockten den großen Favoriten unmittelbar nach Wiederanpfiff ein drittes Mal. Niemand hinderte Danny da Costa an einem raumgreifenden Flankenlauf über rechts, ehe auch Gulácsi nicht gut aussah, als ihn Leandro Barreiro mit der Fußspitze am kurzen Pfosten düpierte (50.).

RBL war vom aufopferungsvollen, nun beinah euphorischen Mainzer Auftreten minutenlang bemerkenswert beeindruckt. Erst das Ausrufezeichen des eingewechselten Christopher Nkunku – ein verdeckter 18-Meter-Schuss, den FSV-Keeper Robin Zentner aus dem langen Eck hechtete – läutete das Aufbäumen der Sachsen ein (63.). Derweil warfen sich die 05er weiterhin jeden noch so vermeintlich bedeutungslosen Zweikampf und wussten bei der letzten großen RBL-Ausgleichschance wieder den glänzend parierenden Zentner auf ihrer Seite, der Nordi Mukieles Direktabnahme per Reflex vereitelte (82.).

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mhe

RBL-Cheftrainer Nagelsmann 2 min
Bildrechte: ARD.de

Sa 23.01.2021 18:36Uhr 01:46 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-rb-leipzig-julian-nagelsmann-pk-nach-fsv-mainz-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

RBL-Cheftrainer Nagelsmann 2 min
Bildrechte: ARD.de

Sa 23.01.2021 18:36Uhr 01:46 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. Januar 2021 | 19:30 Uhr

56 Kommentare

heino vor 5 Wochen

Über den Unsinn, den Gegner von RB Leipzig hier abliefern , kann man nur den Kopf schütteln. Das erinnert mich an einen Spruch: Entgegen dem Gehirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist

heino vor 5 Wochen

Ja Mitteldeutsch,dann sehen wir Spitzenfußball in der Sachsenliga und bräuchten ein Stadion für 100.000 Zuschauer. Das wäre ganz nach deinem Geschmack. Und der Trainer hieße Klopp oder Zuchel.

Loko 66 - der ECHTE Leipziger vor 5 Wochen

Könntest du diesen unwirklichen Satz bitte erörtern
"Die Zeit wo es wirkliche Leipziger und wirkliche Deutsche ist zum Glück vorbei."
Klingt irgendwie sehr schwer gestört