Fußball | Bundesliga RB Leipzig fegt Hertha BSC vom Feld und rückt an Bayern heran

22. Spieltag

RB Leipzig hat für frischen Wind im Kampf um die deutsche Meisterschaft gesorgt. Dank eines 3:0 (1:0)-Erfolgs gegen Hertha BSC am Sonntag schob sich das Team von Julian Nagelsmann bis auf zwei Zähler an Bayern München heran. Am Ende war Marcel Sabitzer mit einem Traumtor und einer Vorlage der entscheidende Mann.

Torjubel, Torschütze Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig), Amadou Haidara (8, RB Leipzig) und Tyler Adams (14, RB Leipzig)
Bildrechte: Picture Point

Im Berliner Olympiastadion setzte RB-Trainer Julian Nagelsmann erstmals auf den Koreaner Hee-Chan Hwang in der Startelf. Spielmacher Emil Forsberg, Mittelfeldmotor Kevin Kampl und auch Abwehrchef Dayot Upamecano wurden hingegen allesamt nicht rechtzeitig fit. Auf Seiten der Hertha war Rio-Weltmeister Sami Khedira mit seinem Startelfdebüt einer von vier Neuen in der Berliner Anfangsformation.

Hertha BSC - RB Leipzig in Bildern

Torjubel, Torschütze Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig), Amadou Haidara (8, RB Leipzig) und Tyler Adams (14, RB Leipzig)
RB-Coach Julian Nagelsmann hatte vor Anpfiff gut Lachen: Noch nie verlor der 33-Jährige als Trainer gegen Hertha BSC. Bildrechte: Picture Point
Torjubel, Torschütze Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig), Amadou Haidara (8, RB Leipzig) und Tyler Adams (14, RB Leipzig)
RB-Coach Julian Nagelsmann hatte vor Anpfiff gut Lachen: Noch nie verlor der 33-Jährige als Trainer gegen Hertha BSC. Bildrechte: Picture Point
Mannschaft von RB Leipzig, Spielerkreis
Gegen die Berliner kam Hee-Chan Hwang zu seinem ersten Startelfeinsatz. Emil Forsberg, Dayot Upamecano und Kevin Kampl wurden hingegen nicht rechtzeitig fit. Bildrechte: Picture Point
Amadou Haidara (8, RB Leipzig) und Marton Dardai (31, Berlin)
Beide Teams legten gut los und standen in der Defensive kompakt. Amadou Haidara und Marton Dardai lieferten sich einige umkämpfte Laufduelle. Bildrechte: Picture Point
Angelino (unten, 3, RB Leipzig) und Lucas Tousart (29, Berlin)
Angelino versuchte über die linke Seite für Gefahr zu sorgen. Herthas Lucas Tousart hatte seine Mühe mit dem agilen Spanier. So blieb die Partie lange umkämpft. Bildrechte: Picture Point
Marcel Sabitzer und Lucas Tousart
Nach einer knappen halben Stunde war es Marcel Sabitzer, der sein Team mit einem fulminanten Distanzschuss in den rechten Winkel in Führung brachte. Bildrechte: imago images/Contrast
Torjubel, Torschütze Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig), Amadou Haidara (8, RB Leipzig) und Tyler Adams (14, RB Leipzig)
Mit seinem fünften Saisontreffer unterstrich der Kapitän einmal mehr seinen Wert für RB. Bildrechte: Picture Point
Hee Chan Hwang und Matheus Cunha
Nach der Pause hatte Hertha zunächst mehr von der Partie und durch Cunha eine gute Chance zum Ausgleich. Bildrechte: Picture Point
Leipzigs Spieler jubeln
Doch erneut waren es die Leipziger, die die Drangphase der Hausherren jäh stoppten. Nordi Mukiele (2.v.r.) netzte mit einem trockenen Schuss unter die Querlatte zum 2:0 ein. Bildrechte: Picture Point
Tyler Adams, Matteo Guendouzi und Dani Olmo
Danach hatte RB die Partie im Griff. Auch der eingewechselte Matteo Guendouzi konnte nicht mehr für Gefahr sorgen. Bildrechte: Picture Point
Willi Orban dreht jubelnd ab nach 0:3, Torwart Rune Jarstein
Am Ende schraubten die Leipziger das Ergebnis dank des Kopfballtreffers von Willi Orban sogar noch in die Höhe. Bildrechte: imago images/Contrast
Maximilian Mittelstädt enttäuscht
Durch den 14. Saisonsieg rückt RB bis auf zwei Punkte an Bayern München heran. Hertha bleibt mit 18 Punkten weiter in akuter Abstiegsgefahr. Bildrechte: imago images/Contrast
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Sabitzer trifft per Sonntagsschuss

RB begann flott und attackierte die Hertha ab dem Anpfiff. Hwang tauchte bereits nach fünf Minuten ein erstes Mal gefährlich vor dem Berliner Kasten auf, die Aktion wurde aufgrund einer knappen Abseitsposition aber zurückgepfiffen. Hertha brauchte ein wenig, um in die Partie zu finden, hatte dann aber zwei richtig gute Möglichkeiten zur Führung: Erst rutschte Krzysztof Piatek nur Zentimeter an einer Hereingabe von Maximilian Mittelstädt vorbei (17.), kurz darauf konnte Lukas Klostermann in höchster Not vor dem einschussbereiten Dodi Lukebakio klären (22.).

Mitten in der Berliner Drangphase schockte RB die Hausherren mit dem Führungstreffer. Marcel Sabitzer wurde auf der linken Seite nicht konsequent attackiert und traf mit einem fulminanten Schuss aus 30 Metern ins rechte Eck – Rune Jarstein streckte sich im Hertha-Kasten vergeblich (28.). Kurz darauf hatte Angelino sogar die Chance zu erhöhen, wurde von Lukas Klünter aber gerade noch abgelaufen (30.). Hertha präsentierte sich weiter kämpferisch, und machte vor allem über die Flügel ordentlich Tempo. Zwingende Torchancen sprangen auf beiden Seiten vor der Pause aber nicht mehr heraus.  

Marcel Sabitzer und Lucas Tousart
Marcel Sabitzer trifft mit Wucht zum 1:0 und brachte RB auf die Siegerstraße. Bildrechte: imago images/Contrast

Hertha müht sich - RB eiskalt

Das sollte sich nach dem Kabinengang ändern. Binnen 60 Sekunden hatte Hertha zwei dicke Chancen zum Ausgleich: Zunächst schoss Lukebakio nach einem tollen Flankenlauf aus spitzem Winkel knapp am linken Pfosten vorbei (51.), kurz darauf scheiterte Matheus Cunha nach Steckpass von Lucas Tousart am stark reagierenden Peter Gulasci (52.). Leipzig mühte sich, die Angriffe spielerisch zu lösen, rannte sich am kompakt stehenden Berliner Defensivverbund aber meist fest – bis zur 71. Minute: Nach starker Vorarbeit von Tyler Adams im Sechzehner schweißte der eingewechselte Nordi Mukiele den Ball humorlos unter den Querbalken.

Erneut brauchte Hertha nicht lange, um den nächsten Nackenschlag zu verdauen. Doch Cunha und Nemanja Randonjic scheiterten im Doppelpack aus kurzer Distanz an Gulasci (80.). Kurz darauf machte RB dann endgültig den Deckel drauf. Nach einer kurz ausgeführten Ecke streichelte Sabitzer das Spielgerät butterweich in den Strafraum. Dort stieg Willi Orban am höchsten und köpfte zur Vorentscheidung ein (84.). RB hatte danach sogar noch das 4:0 auf dem Fuß, doch Adams übersah den freistehenden Alexander Sörloth im Fünfmeterraum (86.).   

Das sagten die Trainer:

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Am Ende ist das Ergebnis etwas zu hoch, weil der Gegner nicht drei Tore schlechter war. Es ist schön, dass wir wieder oben dran sind. Auch für das Ziel Champions-League-Qualifikation ist es wichtig, ein bisschen Ruhe zu haben. Wir müssen fokussiert bleiben und versuchen, unsere Spiele zu gewinnen."

Pal Dardai (Berlin): "3:0 - das sieht nicht schön aus. Wir haben die Tore zu den schlechtesten Momenten bekommen. Wir müssen hart arbeiten, das Quäntchen Glück ist momentan nicht da. Wir sind ein bisschen bestraft worden. Für die Spieler ist es psychologisch nach den Niederlagen nicht einfach. Wir haben keine Panik."

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 21. Februar 2021 | 19:30 Uhr

20 Kommentare

heino vor 1 Wochen

Über Dresdener 2, verbietet es sich viele Worte zu verlieren. Nur eine Anmerkung: Über soviel Unsinn habe ich selten gelacht.
RB hat eine vorzeigbare Leistung geboten und verdient gewonnen. Alle drei Tore waren sehenswert. Wenn Mann sich alle Ergebnisse des Spieltages anschaut, dann konnte es aus Leipziger Sicht kaum besser laufen. RB ist für Leipzig und die Region ein Segen. Endlich wieder Spitzenfußball in Sachsen.

Brutus vor 1 Wochen

Lieber Sportfreund aus Dresden,
du hast völlig Recht. Die Zuschauerzahlen bei RB Leipzig sind völlig geschönt. Es kann doch nicht sein, daß mehr Leute freiwillig in die Red Bull Arena pilgern, als zu den Lieblingen des alte MDI.

Quentin aus Mondragies vor 1 Wochen

Ja, gegen andere Vereine kann man da natürlich mithalten. Südlich von Berlin natürlich alles Dynamoland mit Millionen vor den Bildschirmen gegen Verl und Viktoria Köln. Bin da froh, dass die Spiele von Dynamo und RB nicht parallel sind, sonst würde ja unsere (der Verirrten) Bandbreite in die Knie gehen. Das ist dann gut, dass nur 5-10 Leute bei RB parallel drin sind. In den Farben, in der Sache und der Liga getrennt aber mit gleicher Punktzahl, interessant. Vielleicht ist da ja Dynamo vor RB am Ende der Saison. Dynamo Meister und RB nur Zweiter, so muss dies, gelle.