Fußball | Bundesliga FC Bayern zu clever für RB Leipzig

4. Spieltag

RB Leipzig hat sich mal wieder am FC Bayern die Zähne ausgebissen: Das 13. Duell der beiden Klubs endete 1:4 (0:1) – ein deutliches Ergebnis, das etwas über den Spielverlauf hinwegtäuscht. Nichtsdestotrotz geht der Sieg für die clevereren Bayern völlig in Ordnung.

Ein Ruf aus Köln brachte die Bayern in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße: Kampl hatte den Ball mit dem angelegten Arm gespielt, den nach Videobegutachtung verhängten Elfer verwandelte Lewandowski sicher (12.). Ein Vertändler von RB-Verteidiger Simakan hätte beinahe das 0:2 bedeutet, doch der Franzose machte seinen Fehler mit einer Notgrätsche wieder gut und blockte den Abschluss von Gnabry (33.). Die Münchner wirkten immer einen Tick sicherer und souveräner. Trotzdem wäre ein 1:1 zur Pause gerecht gewesen, doch Laimer per Kopf aus elf (37.) und Olmo aus 16 Metern (45.) scheiterten an Nationalkeeper Neuer.

Robert Lewandowski 9, Bayern trifft per Handelfmeter zum 0:1 gegen Torwart Peter Gulacsi 1, RB Leipzig
Robert Lewandowski bringt die Bayern früh auf die Siegerstraße. Bildrechte: IMAGO / Picture Point LE

Kämpfen, rackern, verlieren

Nach der Pause ging es dann Schlag auf Schlag, und auch da hatte der FC Bayern die Nase vorn. Nach Musialas schönem 2:0 (47.) fightete RB wie ein angeschossener Löwe. Heraus sprangen aber nur ein aberkanntes Abseitstor durch Silva (52.) und ein dritter Gegentreffer durch Sané (54.). Der Deckel schien auf der Partie zu sein, doch Leipzigs Laimer nahm ihn mit einem 22-m-Hammer ins Dreiangel wieder ab (58.). Leipzig rackerte weiter, kam noch zu Chancen, aber der Anschlusstreffer wollte einfach nicht fallen. Stattdessen machte Choupo-Moting das 4:1 (90.+1). Kurz davor hatte RB-Keeper Gulacsi einen Schuss seines abgewanderten Ex-Kapitäns Sabitzer glänzend pariert – Balsam für die Seele der über 30.000 RB-Fans, die ihr Team trotz der hohen Niederlage am Ende frenetisch feierten.

Jamal Musiala
Jamal Musiala jubelt nach seinem Tor zum 0:2. Bildrechte: imago images/MIS

Stimmen zum Spitzenspiel

Julian Nagelsmann (München): "Ich habe mich in dem Stadion immer wohl gefühlt, heute auch. Wenn man gewinnt, ist vieles leichter. Wir waren nicht an dem Unterschied der Tore gemessen so viel besser. In der ersten Halbzeit war es wild von beiden, da war nicht viel Kultur drin. Der Motor stockte ein bisschen, trotzdem gewinnen wir es 4:1. Wir können aber besser spielen."

Jesse Marsch (Leipzig): "Bei Spielen gegen solche Gegner muss man sich vor dem Spiel entscheiden: Soll man konservativ oder aggressiv agieren. Und bei einem vollen Stadion mussten wir natürlich aggressiv spielen. Bayern hat viel Qualität, das haben sie heute im letzten Drittel gezeigt. Wir haben nicht schlecht gespielt. Wir haben viel investiert und viel gegeben. Wir haben mutig gespielt und mit ein bisschen mehr Ruhe oder Qualität im letzten Drittel kann es anders laufen."

Marcel Sabitzer 2 min
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Kevin Kampl 3 min
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Videos und Audios zur Fußball-Bundesliga

Vorschaubild Netcast Köln - Leipzig
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Emil Forsberg - Mittelfeldspieler RB Leipzig
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 12. September 2021 | 15:30 Uhr

88 Kommentare

monopoly vor 1 Wochen

Also ist die deutsche Meisterschaft wieder SPANNEND (gähn).
Mein Vorschlag:
Vielleicht ist es besser die nächsten Gegener spielen nur mit der B Mannschaft, stellen sich vors eigene Tor und schonen ihr Personal für den Kampf um Platz 2.
D ann bleiben vielleicht die anderen Wettbewerbe interessant.

Treuenbrietzen-Bulle vor 1 Wochen

Rumbelballa , lad dich gerne nach Treuenbrietzen in meine Villa ein ! Zeit für ein Bier ? Gibt danach noch eine Stadtführung durch die Altstadt mit Abendessen in Sabinchens Speisekammer! Sportliche Grüße aus der Sabinchenstadt ! 😀🍺

Chili Palmer vor 1 Wochen

Aktuell? Sparringspartner für den Rhythmus...;-)
Da wir für oben dieses Jahr keine Ambitionen hegen, goutiere ich interessiert, dass Leutzsch außerhalb von LE nicht als der geile Verein wahrgenommen wird. Hellt dieser Gedanke vielleicht etwas deine Laune auf?