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Bildrechte: IMAGO/Matthias Koch

Fußball | BundesligaRB Leipzig vom 1. FC Union "weggejokert"31. Spieltag

Stand: 23. April 2022, 17:53 Uhr

Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze: Drei Tage nach dem Pokaltriumph gegen Union Berlin (2:1) hat RB Leipzig das "Rückspiel" in der Bundesliga mit 1:2 verloren. Zwei Jokertore in der Schlussphase ließen RB leer ausgehen und in der Tabelle auf Rang vier abrutschen.

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt: Sie begann mit einer Berliner Großchance: Taiwo Awoniyis Kopfball entschärfte Peter Gulacsi mit einer Glanzparade (2.). Und sie endete mit zwei Berliner Großchancen: Grischa Prömel scheiterte ebenfalls an Gulacsi (45.), Christopher Trimmel zimmerte den Ball nach einer Ecke aus 25 m an die Latte (45.+2). Dazwischen war unfassbar viel Leerlauf. RB war sehr behäbig unterwegs, es gelang gegen die wieder dichte Unioner Defensive rein gar nichts, der Ball ging oft schon im Mittelfeld verloren.

Berlins dribbelstarker Awoniyi bereitete RB oft Probleme Bildrechte: PICTURE POINT

RB: erster Torschuss ist drin

Auch die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: 30 Sekunden nach Wiederbeginn und einem tatsächlich mal schnellen Angriff über links schoss Yussuf Poulsen den Ball direkt und aus 12 m zur überraschenden Leipziger Führung ein. Leipzigs Offensivdruck hielt sich danach aber auch in Grenzen. Allerdings hatte Christopher Nkunku in der 73. Minute die Entscheidung auf dem Fuß, traf jedoch nur den Pfosten.

Bildrechte: PICTURE POINT

Helden des Spiels: diesmal Berliner Einwechsler

Reichlich zehn Minuten später begann die spielentscheidende Phase: Union-Trainer Urs Fischer wechselte Kevin Behrens und Sven Michels ein. Letzterer machte mit seinem ersten Ballkontakt per Kopf das 1:1 (85.). Wenig später legte er nach einer erneuten Eingabe von Sheraldo Becker den Ball mit der Hacke zu Michels ab, der dann unbedrängt einschießen konnte (89.). Es war ein tolles und insgesamt völlig verdientes Siegtor für die Unioner, die damit weiter beste Chancen auf einen Europapokal-Startplatz haben. Apropos Europa: RB ist am Donnerstag gegen die Glasgow Rangers wieder gefordert.

Das sagten die Trainer

Urs Fischer (Berlin): "Was soll ich sagen? Eine Wahnsinnsmoral. Kompliment an die Jungs. Du liegst 0:1 zurück und weißt nicht richtig wieso. Denn wir waren auch in der ersten Halbzeit gut und hatten unsere Möglichkeiten. RB Leipzig hat da nicht ein Mal aufs Tor geschossen. Dann liegst du nach dem ersten Angriff zurück. Da kommt der Mittwochabend noch mal hoch. Aber die Mannschaft hat wirklich Moral gezeigt. Ich bin unheimlich stolz, dass sie sich am Schluss auch noch belohnt hat."

Domenico Tedesco (Leipzig): "Gückwunsch an Urs und an Union. Aus meiner Sicht ist es verdient. Trotz unserer sechs Wechsel in der Startelf war Union griffiger, galliger, wirkte frischer und agiler. Dementsprechend haben wir gespielt. Im ersten Durchgang haben wir es nicht geschafft, nicht nur aufs Tor zu schießen, sondern auch den Gegner zu bewegen. Wir waren zu langsam im Passspiel. Das haben wir angesprochen. Direkt nach der Pause gingen wir in Führung, das war super. Ein bisschen aus dem Nichts. Und dann musst du es einfach über die Bühne bringen. Wenn wir das 2:0 machen, Chancen dazu gab es, ist das Ding vorbei. Aber auch so: Wenn du in der 86. Minute 1:0 führst, darfst du zumindest nicht verlieren."

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. April 2022 | 16:00 Uhr

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