Bruma köpft das 1:0 für RBL.
Bruma köpft das 1:0 für RBL. Bildrechte: Picture Point

Fußball | 1. Bundesliga Trostloses Remis für RB Leipzig

20. Spieltag

RB Leipzig hat sich 1:1 (1:1) vom Hamburger SV getrennt. Trotz eines frühen Tores war das Team von Ralph Hasenhüttl über weite Strecken zu harmlos und ließ den Bundesliga-Dino um Neu-Trainer Bernd Hollerbach zurück ins Spiel kommen. Der HSV spielte solide und nahm nach vier Niederlagen in Folge wieder einen Punkt mit. Die RB-Spieler waren unzufrieden.

von Felix Thiel und Sven Kups (Leipzig)

Bruma köpft das 1:0 für RBL.
Bruma köpft das 1:0 für RBL. Bildrechte: Picture Point

Beim HSV gab es einen Wechsel zwischen den Pfosten: Christian Mathenia verdrängte Julian Pollersbeck, der unter Ex-Coach Markus Gisdol zum Einsatz gekommen war. Knapp 5.000 HSV-Fans sahen das 200. Bundesligaspiel von Dennis Diekmeier.

Bruma mit Köpfchen - Kostic aus Abseitsposition

Vor 42.558 Zuschauern bestimmte RBL zu Beginn das Geschehen. Bereits nach neun Minuten belohnten sich die Hausherren mit der Führung: Kevin Kampl eroberte den Ball, spielte auf den rechten Flügel zu Marcel Sabitzer. Dessen Flanke auf den zweiten Pfosten köpfte Bruma zum 1:0 ins rechte Eck. Als Torjubel präsentierten die RB-Kicker ein Trikot des verletzten Marcel Halstenberg, der sich das Kreuzband gerissen hatte (9.).

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In der Folge war Leipzig stark im Pressing und hätte erhöhen können: Jean-Kévin Augustin schoss nach einem Abwehrschnitzer nur knapp am Kasten vorbei. In der Abwehr zeigte sich RBL sattelfest - bis zur 29. Minute: Gideon Jung steckte auf Filip Kostic durch, der allerdings aus Abseitsposition zum 1:1 einschob (29.). Der HSV war nach dem Ausgleich mutiger und defensiv stabil. RBL hatte Probleme, weitere Chancen zu kreieren.

Leipzig fehlen die Ideen - HSV verteidigt kompakt

Nach der Pause verflachte die Partie. Beide Teams waren im Angriff zu uninspiriert, kamen kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Zudem hemmten die häufigen Unterbrechungen den Spielfluss. RBL gelang im zweiten Durchgang insgesamt zu wenig, der HSV verdiente sich den Punkt durch eine konzentrierte Defensivleistung.

RBL reist am kommenden Sonnabend nach Mönchengladbach. Anstoß im Borussia-Park ist um 18:30 Uhr. Für Hamburg steht am nächsten Sonntag das HSV-Duell gegen Hannover 96 an (Anpfiff 18 Uhr).

Das sagten die Trainer

Bernd Hollerbach (Hamburg): "In den ersten zehn Minuten hat man gesehen, dass die letzten Wochen nicht spurlos an der Mannschaft vorübergegangen sind. Leipzig hat unheimlich viel Druck gemacht und uns kaum aus der eigenen Hälfte kommen lassen. Sie haben mit der ersten Chance auch das 1:0 gemacht. Aber dann haben wir Moral gezeigt und uns ins Spiel reingebissen. Nach dem 1:1 hat sich bei dem einen oder anderen ein bisschen die Handbremse gelöst. Das war wichtig. Danach haben wir auch guten Fußball gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann viele gute Kontermöglichkeiten nicht gut ausgespielt. Aber wir haben uns heute als Einheit präsentiert. Ich habe heute eine Mannschaft mit Herz und Leidenschaft gesehen. Deswegen ist der Punkt auch verdient."

Bilder zur Partie RB Leipzig - Hamburger SV

Fans von RB Leipzig
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Fans von RB Leipzig
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Bernd Hollerbach
HSV-Trainer Bernd Hollerbach Bildrechte: Picture Point
Einlauf der Mannschaften. Fans von RB Leipzig.
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Tor für RB Leipzig. Bruma (17, RB Leipzig) erzielt den Treffer zum 1:0. Torwart Christian Mathenia (1, Hamburg) kann den Treffer nicht verhindern
Bruma köpfte das 1:0 für RBL. Bildrechte: Picture Point
Tor für RB Leipzig. Bruma (17, RB Leipzig) erzielt den Treffer zum 1:0 und jubelt mit seinen Teamkollegen für den verletzten Marcel Halstenberg,
Als Torjubel präsentierten die RB-Kicker ein Trikot des verletzten Marcel Halstenberg, der sich das Kreuzband gerissen hatte. Bildrechte: Picture Point
von links;  Konrad Laimer (27, RB Leipzig) und Douglas Santos (6, Hamburg)
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Tor für Hamburger SV. Filip Kostic (17, Hamburg) erzielt den Treffer zum 1:1 Ausgleich
Kostic traf aus Abseitsposition zum 1:1. Bildrechte: Picture Point
Trainer Ralph Hasenhüttl
RB-Trainer Ralph Hasenhüttl Bildrechte: Picture Point
von links;  Walace (12, Hamburg) und Kevin Kampl (44, RB Leipzig)
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HSV Torchance, Bobby Wood (7, Hamburg) scheitert aus Nahdistanz
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Bruma (17, RB Leipzig) und Gideon Jung (28, Hamburg)
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Fans von RB Leipzig
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Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben, dieses Spiel zu gewinnen. Wir haben sehr gut begonnen und den Gegner zu Fehlern gezwungen. Wir machten das 1:0 und hatten dann die Chance zum 2:0. In dieser Phase haben wir viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Möglicherweise wäre die Moral des Gegners nach dem 2:0 nicht mehr ganz so groß gewesen. So war aber nach dem Ausgleich genau das Gegenteil der Fall: Der am Boden liegende Gegner hat sich wieder aufgerichtet. Was die Sache schwer verständlich macht, ist die Tatsache, dass das Tor Abseits war. Ob knapp oder klar ist nicht entscheidend. Nur ja oder nein. Ich weiß nicht, ab wie viel Zentimetern doch entschieden wird, dass es Abseits ist. Das Tor hätte nicht gegeben werden dürfen. Durch dieses Tor haben wir unseren Rhythmus verloren. In der zweiten Halbzeit wollten wir das Tempo noch mal erhöhen. Das ist uns nicht gelungen. Das war zu wenig zwingend. Wir haben zwar mit Mentalität versucht gegenzuhalten, aber die letzten Entscheidungen waren nicht immer die richtigen. Deshalb haben wir uns nicht mehr Chancen erarbeitet, um das zweite Tor zu schießen."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. Januar 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2018, 17:57 Uhr

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51 Kommentare

29.01.2018 19:05 Jojo 51

Naja, wenn der Videoassi keine Linie auf dem Monitor hat, dann wird er sie sicherlich so unter einigen Rechn...... finden.

29.01.2018 17:16 Beobachter 50

@RBLer

Haha, ein bisschen Verschwörungstheorie ist wohl immer...

In Deinem Fall aber eine glasklare Ente. Der bei der DFL für den Videobeweis zuständige Direktor Ansgar Schwenken erklärte heute noch einmal im Interview mit dem kicker, warum der Videoschiedsrichter in der besagten Szene gar nicht eingreifen konnte. Der angebliche "Anruf aus Köln" ist somit als platte Lüge entlarvt.

Ich würde mich an Deiner Stelle weniger auf das Verbreiten von Falschmeldungen konzentrieren, als vielmehr auf die Frage, warum die Leipziger nach dem Ausgleich mehr als eine Stunde lang so überaus wenig Konstruktives in der Offensive zu Stande brachten. Am Schiedsrichter hat das nämlich genausowenig gelegen.

Mehr als einen Punkt hatte Leipzig mit der gezeigten Leistung jedenfalls einfach nicht verdient.

29.01.2018 17:14 heino 49

Gegen tief stehende Mannschaften wird RBL auch in Zukunft große Probleme haben. Die Ursache sehe ich in erster Linie darin, dass alles nur durch die Mitte versucht wird. Es wird zu wenig Druck erzeugt über die Außenbahnen. Dazu braucht man aber Verteidiger ( Kimmich,Alaba,,Pisczeek, Hector, Max,Wendt u. a.), die an den Außenbahnen marschieren. Diese Spielertypen hat aber leider RBL nicht. Was da gegenwärtig von Klostermann und Bernardo kommt ist einfach zu wenig!

29.01.2018 15:34 RBLer 48

Wenn ich jetzt höre, dass der Schiri von Köln aus angerufen wurde, um zu klären, ob das Tor regelgerecht war, und er ignoriert die Empfehlung, dann hat das langsam einen ganz bitteren Beigeschmack.

29.01.2018 13:49 Beobachter 47

Der Schiri hat, der allgemeinen Devise "im Zweifel für den Stürmer" folgend, das Tor von Kostic völlig zu Recht gegeben. Selbst der "kicker" merkt an, dass das vermeintliche Abseits auch am TV ohne Hilfslinie "kaum auszumachen" gewesen sei.
Der Videobeweis ist für "klare" Fehlentscheidungen zuständig, ein sogar unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmitteln schwer bis gar nicht erkennbares Abseits zählt nun mal nicht dazu. Denn das scheinbar "flüssige" Fernsehbild besteht aus 25 Einzelbildern pro Sekunde. In den 40 Millisekunden zwischen zweier solcher Fotos bewegt sich ein Spieler rund 40 cm, ein Ball ist bei einem Pass im Moment des Abspiels etwa doppelt so schnell. Um einen zentimetergenauen, "zweifelsfreien" Beleg für eine Abseitspsoition zu haben, bräuchte man statt der 25 Bilder pro Sekunde folglich eher an die 1000.
Leider ist hier auch die Berichterstattung des mdr irreführend und lokalpatriotisch gefärbt. Korrekterweise kann nur von einem "Abseitsverdacht" gesprochen werden.

29.01.2018 13:46 zwigger 46

Übrigens 3 Schalker beim Kicker in der Elf des Spieltags
NALDO MEIER UND HARIT

29.01.2018 13:43 Fußballfreund 45

@42 Sr.Paul, einverstanden. Meine Anmerkung galt lediglich der unsachlichen Wortwahl an einen anderen Foristen.

29.01.2018 13:33 Bernd 44

Im Prinzip ist jetzt Bremen der Betrogene, denn bei uns muss ich sagen Augustin muss das Tor machen und gegen eine so limitiert spielende Mannschaft muss man ein Tor machen. Aber Bremen wird durch Videobeweis der Sieg weggenommen und bei Hamburg gibt man wegen technischer Probleme ein Absatztor. Alle Fernsehsender zeigen dass es eindeutig Abseits war nur beim DFB geht das nicht. Da sind ja die Ausreden von Kindern warum sie die Schule geschwenzt haben cleverer. Und entweder der Videobeweis muss bei allen irregulären Toren gelten so ist eine Farce. Wir wollen nun hoffen dass dieses Tor nicht nochmal relevant wird, wenn es um den Abstieg geht. Und wie gesagt solange Grindel hier nicht handelt bleibt er unglaubhaft.

29.01.2018 13:18 zwigger 43

Sr Raul
Das war wirklich mehr als ein gelungenes Wochenende. Den Vorsprung auf die Lüdenscheider ausgebaut und gleichzeitig ein kleines Polster auf das Getränkekombinat erarbeitet. Es läuft in die richtige Richtung und nicht zu vergessen der Sieg meines FSV
Eigendlich müsste der Hasenhüter wissen, wie man gegen eine Betonwand spielen muß ? Taktisch war das ein Armutszeugnis aber der Bernd kann mal wieder gegen den Schieri wettern
Rbl ler tut mir leid denn das war kein schöner Fußball! wenn das amateurhafte so weitergeht wird es bald Zeit mal wieder zu konvertieren den ihr habt ja guten und erfolgreichen Fußball verdient

29.01.2018 10:28 Sr.Raul 42

Naja, @34 (Fußballfreund), ich habe z.B. in dem "...Super erneut ausverkauft"-Stadion sehr viele freie Plätze ausmachen können. Das als Kunde einer bekannten Optikerkette wohlgemerkt. Vorige Woche ging es in einem Nachbarstrang "Jetzt richtig bergab", obwohl es von 6 auf 3 ging, also für die gaaanz Guten. "Uns jochen" hat nun mal seine eigene Sichtweise. Dem Einen (mich) beschert es Heiterkeit, Andere sehen es anders. So wie in der Diskussion zum Projekt generell.