Fußball | Bundesliga RB Leipzig mit klassischem Arbeitssieg gegen Hertha BSC

5. Spieltag

RB Leipzig hat gegen eine sehr wehrhafte Hertha aus Berlin knapp mit 2:1 (1:1) gewonnen und damit die Tabellenspitze verteidigt. RBL steckte einen frühen Rückstand weg und profitierte nach der Pause von einem Platzverweis der Berliner.

Dayot Upamecano jubelt mit den Teamkollegen.
Dayot Upamecano bejubelt mit seinen Teamkollegen den Ausgleich nach dem frühen Rückstand. Bildrechte: Picture Point

Die Berliner zeigten vor allem in der ersten Viertelstunde, dass sie wirklich besser sind als Tabellenplatz 15. Unterstützt von einigen ungenauen RB-Pässen sorgten sie mit schnellem Umschaltspiel desöfteren für Gefahr. Und so führte auch ein fixer Gegenschlag zum 0:1. Ausgehend von einem langen Pass von Maximilian Mittelstädt landete der Ball beim völlig freien Jhon Cordoba, der problemlos traf (8.). Aber nur drei Minuten später glich Leipzigs Innenverteidiger Dayot Upamecano aus spitzem Winkel aus. Unmittelbar davor hatte Nordi Mukiele die Latte geroffen, "Upa" wusch anschließend energisch nach.

RB Leipzig gegen Hertha BSC in Bildern

Ibrahima Konaté, Nordi Mukiele, Matheus Cunha und Mauricio Sanchez bei Platztbegehung vor dem Spiel
Vor dem Spiel: Man kennt und schätzt sich. Hier: Ibrahima Konaté, Nordi Mukiele (beide RB), Matheus Cunha und Mauricio Sanchez (Hertha) Bildrechte: Picture Point
Ibrahima Konaté, Nordi Mukiele, Matheus Cunha und Mauricio Sanchez bei Platztbegehung vor dem Spiel
Vor dem Spiel: Man kennt und schätzt sich. Hier: Ibrahima Konaté, Nordi Mukiele (beide RB), Matheus Cunha und Mauricio Sanchez (Hertha) Bildrechte: Picture Point
Jhon Cordoba trifft zum 0:1 gegen Dayot Upamecano
Das 1:0 - der völlig freie Jhon Cordoba hat leichtes Spiel. Dayot Upamecano kann nicht mehr eingreifen. Bildrechte: Picture Point
Dayot Upamecano vor Lucas Tousart trifft zum 1:1.
Drei Minuten später auf der anderen Seite: Nach einem Lattentreffer von Nordi Mukiele kommt Upamecano an den Ball, trifft erst Alexander Sörloth und dann aus spitzem Winkel zum 1:1 ins Tor. Bildrechte: Picture Point
Dayot Upamecano jubelt mit den Teamkollegen.
Freudenjubel bei den Leipzigern über den schnellen Ausgleich. Bildrechte: Picture Point
Justin Kluivert und Maximilian Mittelstaedt
Bei RB war Neuzugang Justin Kluivert erstmals von Beginn an dabei. Licht und Schatten wechselten sich bei ihm ab. Sein Potenzial war aber gut zu sehen. Bildrechte: Picture Point
Dedryck Boyata, Christopher Nkunku und Torwart Alexander Schwolow
23. Minute: Christopher Nkunku bekommt den Ball von Kevin Kampl reingechipt, verpasst aber dann den Abschluss - das war eine gute Chance. Bildrechte: Picture Point
Maximilian Mittelstaedt, Alexander Sörloth und Omar Alderete
Alexander Sörloth, heute erstmals in der RB-Startelf, tat sich schwer. Ein paar gut abgelegte Bälle und Pässe - mehr kam von ihm nicht. Bildrechte: Picture Point
Matheus Cunha und Emil Forsberg
Emil Forsber gab einige sehr schöne Vorlagen. Er machte ein solides Spiel, war sehr aktiv. Bildrechte: Picture Point
Marcel Sabitzer verwandelt Elfmeter gegen Torwart Alexander Schwolow
77. Minute: Marcel Sabitzer, erstmals nach seiner Verletzung wieder eingewechselt, machte das Siegtor vom Punkt. Bildrechte: Picture Point
Christopher Nkunku, Marcel Sabitzer und Benjamin Heinrichs
Es war das erste Saisontor von Sabitzer. Bildrechte: Picture Point
Marcel Sabitzer jubelt mit den Teamkollegen
Entsprechend innig wurde er geherzt. Bildrechte: Picture Point
Schiedsrichter Tobias Stieler korrigiert nach Videobeweis eine Entscheidung.
In der Nachspielzeit sah Herthas Jessic Ngankam nach einem späten Foul die Rote Karte. Schiedsrichter Tobias Stieler schaute sich die Szene noch mal an ... Bildrechte: Picture Point
Schiedsrichter Tobias Stieler zeigt gelbe Karte gegen Jessic Ngankam
... und gab dann doch nur Gelb. Bildrechte: Picture Point
Endresultat auf Stadionanzeigetafel
Schlusspfiff, drei Punkte, Erleichterung bei RB Leipzig - Tabellenführung erfolgreich verteidigt. Es war ein hart erkämpfter Sieg. Bildrechte: Picture Point
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"Kurzeinsatz" von Zeefuik entscheidet Spiel

Nach der Halbzeitpause sah Berlins Einwechsler Zeefuik schnell die Gelb-Rote Karte (51.). Er hatte Christopher Nkunku gestoßen, die Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Stieler war trotzdem hart. RB tat sich auch in Überzahl recht schwer gegen nun massiv verteidigende Gäste. Gegenangriffe der Berliner gab es kaum noch. Allerdings hätte Vladimir Darida mit einem brachialen Weitschuss nach einem Eckball fast das 2:1 gemacht (72.). Ein nicht unbedingt nötiges Foul von Cordoba an Willi Orban, also vom Hertha-Stürmer am RB-Verteidiger (!), brachte dann auf der anderen Seite den Elfmeter zum echten 2:1 (77.), das Rückkehrer Marcel Sabitzer souverän erzielte.

Marcel Sabitzer verwandelt Elfmeter gegen Torwart Alexander Schwolow
Bildrechte: Picture Point

Das sagten die Trainer

Bruno Labbadia (Berlin): "Glückwunsch an Julian Nagelsmann für den Sieg. Heute war etwas drin. Wir wollten permanent unangenehm sein, und das waren wir auch. Sogar in Unterzahl. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine Riesenmöglichkeit. In Unterzahl wollten wir gut verteidigen, bekamen aber ein sehr billiges Gegentor mit dem Elfmeter. Heute war mehr drin. Zum Schiedsrichter, das habe ich mir vorgenommen, will ich nichts weiter sagen."

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Das Spiel war nicht einfach. Erst recht nicht mit dem frühen Rückstand. Unsere stärkste Phase waren die 15 Minuten vor der Pause. Da waren ein zweites oder drittes Tor möglich. Natürlich hat uns der Elfmeter geholfen - Willi hat die Lücke gut erkannt. Aber auch nach dem 2:1 mussten wir sehr aufpassen. Am Ende ist es verdient, dass wir gewonnen haben. Es ist wichtig, solche schwierigen Spiele zu gewinnen."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 25. Oktober 2020 | 15:30 Uhr

29 Kommentare

Thoralf vor 4 Wochen

Gar nichts Jochen. War aber mal eine Gelegenheit, an eine Zeit zu erinnern, als wir richtige „Fans“ waren. Wir sind halt alte „Säcke“ und erinnern uns. Manchmal nutzen wir die Gelegenheit. Meine Meinung zum Spiel steht eins drunter.

Thoralf vor 4 Wochen

Meine Sympathien gehen eher nach Bochum (H.Grönemeyer)😉. Aber ich kann Ihnen nachfühlen. Student in Leipsch, und ich bin mit dem "Nest" nie warm geworden, obwohl man hatte seine Freunde und das war dann zu Hause. Zur Wendezeit war ich sogar 4 Wochen in Eggesin stationiert. Danach hatte ich auch nicht ds Bedürfnis, meine Zelte dort aufzuschlagen! In Zwigge mag ich den Joe L. , ein Amerikaner, der Sachsen zu seiner permanenten oder temporären Heimat gemacht hat. Ich kann mich an letzte Saison erinnern, als ein paar Zwickauer, seine Entlassung gefordert haben. Da kam nicht viel Liebe usw. rüber. Freunde sind unsere Heimat! Der Herr M. "liebte zwar alle Menschen, aber wer den Stasiknast in Leipzig oder Magdeburg gesehen hat, der wusste : kein Ort für Freundschaften!
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Zwigge und Schalke in dieser Saison! Man ist schon mit kleinen Erfolgen zufrieden! Blau Weiss ist zur Zeit keine Gewinner Farbkombination!
Liebe Grüsse nach Zwickau.

Voice vor 4 Wochen

@Supporter
Der Zwigger lässt nichts aus, um zu provozieren. Astreiner Populismus ist das.
Im Übrigen ist es mir absolut Wurscht, ob der Zwigger irgendwann in Leipzig im Knast saß und wie er sich dabei gefühlt hat. Das für eine Provokation gegen RB heranzuziehen, zeigt, wes Geistes Kind er ist.

Beste Grüße aus der Messestadt!!