Fußball | Bundesliga RB Leipzig schießt sich gegen Hertha BSC den Frust von der Seele

6. Spieltag

War das der Auftakt zu einer „3B-Festwoche“? RB Leipzig hat am Samstag die Berliner Hertha souverän mit 6:0 (3;0) aus dem Stadion geschossen. Es war ein souveräner und verdienter Sieg, aber bereits am Dienstag ist mit Brügge ein härterer Gegner in der Leipziger Arena zu Gast, bevor dann vier Tage später hier Bochum sein Glück versucht.

jubelnde Spieler von RB Leipzig
Bildrechte: imago images/Eibner

Leipzig spielte bei weitem nicht so furios wie noch beim 4:0-Heimsieg gegen Stuttgart. Nein, Emil Forsberg & Co. agierten sogar oft verhalten und zogen nur punktuell das Tempo an. Die Taktik mit den Nadelstichen tat den Berlinern weh, war quasi tödlich und führte in der 16. Minute zum 1:0, als Lukas Klostermann mit einem flachen Steilpass Christopher Nkunku bediente, der in seiner aktuell überragenden Form spielend leicht vollendete. Auch dem 2:0 ging ein flacher langer Pass voraus, final legte Nkunku uneigennützig zu Yussuf Poulsen quer (23.). Hertha blieb aktiv und aggressiv. Ersteres brachte vorn wenig, Zweiteres führte zu vielen RB-Freistößen. Den von Angelino in der Nachspielzeit vollendete Nordi Mukiele direkt zum sehenswerten 3:0.

Torschütze Yussuf Poulsen 9, RB Leipzig bejubelt seinen Treffer zum 2:0.
Poulsen half diesmal Nkunku statt André Silva. Bildrechte: imago images/Picture Point LE

Nkunku weiter überragend

Zur Pause war die Partie natürlich entschieden. Die Berliner gaben sich trotzdem nicht auf. Doch es fehlte ihnen an Durchschlagskraft, und RB blieb dominant und chancenreicher. Nach diversen Hochkarätern half dann Herthas Niklas Stark mit einem Foul im Strafraum an Nkunku mit, Forsberg verwandelte den Elfer präzise (60.). Das 4:0 änderte nichts am Geschehen auf dem Rasen: Hertha mühte sich weiter völlig erfolglos und Leipzig traf. Das 5:0 (70.) war ein sauberer 20-m-Freistoß von Nkunku in den rechten Winkel, Amadou Haidara sorgte in Zusammenarbeit mit Brian Brobbey für den Endstand (77.).

Davie Selke (.v.l.) und Christopher Nkunku
Nkunku war "Man of the Match", Davie Selke hatte diesmal nichts zu melden. Bildrechte: IMAGO / Revierfoto

Das sagten die Trainer

Pál Dárdai (Berlin): "Wir haben viel zu einfache Tore kassiert, damit haben wir den Gegner gut aufgebaut. Das war nicht unsere Kategorie, das hat man gesehen. Zur Pause haben wir auf Viererkette umgestellt, aber es ist nicht besser geworden. Am Schluss ist es eine Niederlage, aus der man lernen und die man vergessen muss."

Jesse Marsch (Leipzig): "Der Sieg war eine Belohnung, die wir gebraucht haben. Wir müssen das Momentum halten für das Spiel gegen Brügge in der Champions League. Heute waren wir wirklich bereit, und das war ein gutes Gefühl."

Emil Forsberg (RB Leipzig) 2 min
Emil Forsberg (RB Leipzig) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Yussuf Poulsen (RB Leipzig) 3 min
Yussuf Poulsen (RB Leipzig) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Jesse Marsch (Trainer RB Leipzig) 4 min
Jesse Marsch (Trainer RB Leipzig) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 26. September 2021 | 14:00 Uhr

12 Kommentare

nasowasaberauch vor 3 Wochen

Schöner Sieg, aber richtig einordnen. Hertha war durch zwei Siege gegen Aufsteiger im Vorfeld überbewertet und RB durch die Findungsphase unterbewertet. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Geld schießt zwar Tore, aber Windhorst seine Millionen verpuffen in dieser qualitativ inhomogenen Truppe. Sami Khedira oder Prinz Boateng als Retter, da ist mehr Hollywood als Leistung. Hätte er mal seine Kohle lieber bei Union versenkt.

Voice vor 3 Wochen

Herrliches Wetter und dazu live im Stadion.
Und ein tolles Spiel unserer Jungs. Bitte trotzdem vorsichtig sein mit Überschwang. Hertha war erschreckend schwach und noch kein wirklicher Gradmesser. Eher ein Aufbaugegner fürs gebeutelte Ego unserer Spieler. Gehen alle 100%igen rein, wirds zweistellig.
Ein erster echter Gradmesser wird das CL-Spiel gegen Brügge. Auch hier wäre ein Sieg schön, aber Obacht, die haben schon PSG Punkte weggenommen. Zwingend einen Sieg brauchen wir im Heimspiel gegen Bochum, um wieder ein Wenig Anschluss an die oberen Plätze zu bekommen. Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit dem Sieg gegen Hertha. Das Stadionfeeling war grandios, bitte mehr davon!!
Für Brian Brobbey wünsche ich mir mehr Spielzeit, sein Kurzeinsatz und seine Körperlichkeit haben mir gefallen. Yussi, Christo, Dudu, Emil waren super, und Klostermann war für mich der beste Spieler auf dem Platz.

Beste Grüße aus der Messestadt!!

jochen vor 3 Wochen

Ein😷☀ 6 zu0 Spektakel in der ausverkauften Red Bull Arena in unserer schönen Messestadt
24 000 Fans sahen eine aufstrebende Bullen Elf vs. Hertha, die nicht mithalten konnten, so war 👍dieser Sieg hochverdient
Die Stimmung im Stadion einfach Super -Einmalig
Und nun nachlegen, und dann sind unsere Leipziger bald wieder da, wo sie hingehören- im Spitzenfeld des deutschen Fußball
Auf geht's Leipziger Jungs
LEIPZIGER ueberall