Der Endstand des Spieles an der Anzeigetafel
Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Fußball | Bundesliga RB Leipzig lässt Wolfsburg keine Chance

29. Spieltag

RB Leipzig hat eine weitere Hürde auf dem Weg zur Champions League gemeistert. Im Duell gegen den VfL Wolfsburg feierten die Sachsen einen ungefährdeten 2:0-Sieg. Dabei hatten die "Wölfe" Glück, dass es kein Debakel wurde. Für RB war es der vierte Sieg in Folge. Mit 58 Punkten liegt Leipzig weiterhin auf Platz drei der Tabelle und hat auf Verfolger Eintracht Frankfurt, das ein Spiel weniger absolviert hat, sechs Zähler Vorsprung.

von Lutz Tauscher & Sven Kups (Ticker)

Der Endstand des Spieles an der Anzeigetafel
Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Die Gastgeber, die ohne Abwehrchef Willi Orban (Gelbsperre), Yussuf Poulsen (Angina) und Tyler Adams (Adduktoren) auskommen mussten, begannen gewohnt druckvoll und setzten sich in den Anfangsminuten in der Wolfsburger Hälfte fest, ohne jedoch gefährlich vor das Tor zu kommen. Die "Wölfe" lauerten indes auf Kontermöglichkeiten.

Kampl mit Traumtor

Erstmals etwas gefährlicher wurde es in der 14. Minute, als Leipzigs Emil Forsberg links mit einem Flachschuss aus 13 Metern Wolfsburg-Keeper Pavao Pervan prüfte. Zwei Minuten später hatten die Platzherren mehr Erfolg: Nordi Mukiele setzte sich auf der rechten Angriffsseite gegen zwei Wolfsburger durch und legte die Kugel für Kevin Kampl auf, der fackelte nicht lange und schlenzte das Spielgerät sehenswert aus 18 Metern ins lange Eck.

Tor für RB Leipzig. Im Bild: Kevin Kampl (44, RB Leipzig) zieht ab und trifft zum 1:0
Tor für RB Leipzig: Kevin Kampl zieht ab und trifft zum 1:0. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Werner legt nach

Im Anschluss dominierte RB weiter klar das Spielgeschehen. Zaghafte Wolfsburger Offensivbemühungen wurden von Konaté & Co. spätestens kurz vor dem Strafraum gestoppt. In der 28. Minute schlugen die Leipziger erneut zu: Nach einer weiten Flanke von Marcel Sabitzer in den Strafraum nickte Timo Werner die Kugel aus Nahdistanz zum 2:0 über die Torlinie. Kurz darauf gab es die nächste gute Aktion von RB durch Mukiele, der aus spitzem Winkel an Keeper Pervan scheiterte (31.).

Tor für RB Leipzig. Im Bild: Timo Werner (m., 11, RB Leipzig) trifft gegen Torwart Pavao Pervan (12, Wolfsburg) zum 2:0.
Und schon wieder rappelt es im Wolfsburger Kasten: Diesmal köpft Werner den Ball über die Linie. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Mehemdi verpasst Anschluss

Die erste Chance der Wolfsburger, die nach gut einer halben Stunde etwas mehr riskierten, gab es in der 33. Minute : Dabei steckte Maximilian Arnold den Ball zu Admir Mehmedi durch, der die Kugel aus 13 Metern knapp am rechten Pfosten vorbeizirkelte.

Admir Mehmedi (14, Wolfsburg) und Torwart Peter Gulacsi (1, RB Leipzig)
In der 33. Minute verpasste Admir Mehmedi den Anschlusstreffer. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Zweiter Werner-Treffer zählt nicht

Kurz nach Wiederanpfiff wurde es wieder laut in der Arena, denn der Ball war erneut im Wolfsburger Tor: Nach einer Flanke von Marcel Halstenberg zog Werner aus Nahdistanz ab – die Kugel trudelte dann von Keeper Pervans Beinen über die Linie – allerdings stand Werner zuvor knapp im Abseits und der Treffer zählte nicht.

RB hat alles im Griff

In der 54. Minute die nächste starke Offensivaktion der Gastgeber: Werner legte vor dem Strafraum zu Matheus Cunha auf, dessen Lupfer aus 20 Metern landete aber in den Armen des Wolfsburger Schlussmanns. Nach einer knappen Stunde schaltete RB einen Gang herunter, ohne die Spielkontrolle aus der Hand zu geben. Von Wolfsburg war weiterhin nichts zu sehen. Somit gab es immer wieder gute Möglichkeiten für die Leipziger.

RB Leipzig - VfL Wolfsburg in Bildern

Trainer Bruno Labbadia (Wolfsburg) und Trainer Ralf Rangnick (RB Leipzig).
Für Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia (l.) und RB-Coach Ralf Rangnick (RB Leipzig) ging es in der Partie vor allem um wichtige Punkte für die internationalen Startplätze. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Trainer Bruno Labbadia (Wolfsburg) und Trainer Ralf Rangnick (RB Leipzig).
Für Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia (l.) und RB-Coach Ralf Rangnick (RB Leipzig) ging es in der Partie vor allem um wichtige Punkte für die internationalen Startplätze. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
 Die Teams von Wolfsburg und RB Leipzig.
41.212 Zuschauer warteten gespannt auf den Anpfiff. RB Leipzig wollte seinen Serie von drei Bundesliga-Siegen in Folge fortsetzen. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Josuha Guilavogui (23, Wolfsburg) und Matheus Cunha (20, RB Leipzig)
Josuha Guilavogui (23, Wolfsburg) und Matheus Cunha (20, RB Leipzig) im Zweikampf. Leipzig begann in seiner Heimspielstätte wie gewohnt schwungvoll. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für RB Leipzig. Im Bild: Kevin Kampl (44, RB Leipzig) zieht ab und trifft zum 1:0
In der 16. Minute gingen die Sachsen in Führung. Keven Kampl zog aus 18 Metern ab und schlenzte die Kugel ins Wolfsburger Tor. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Tor für RB Leipzig. Kevin Kampl (44, RB Leipzig) trifft zum 1:0 und jubelt mit Ibrahima Konaté.
Der Slowene jubelt nach seinem Treffer mit Mannschaftskollege Ibrahima Konaté. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für RB Leipzig. Im Bild: Timo Werner (m., 11, RB Leipzig) trifft gegen Torwart Pavao Pervan (12, Wolfsburg) zum 2:0.
In der 28. Minute schlug Leipzig erneut zu: Timo Werner köpft den Ball über die Linie. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Tor für RB Leipzig.  Timo Werner (11, RB Leipzig) trifft zum 2:0 und jubelt.
Für den Nationalstürmer war es der 14. Saisontreffer. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Admir Mehmedi (14, Wolfsburg) und Torwart Peter Gulacsi (1, RB Leipzig)
Von den sonst blassen Wolfsburgern gab es ind er Offensive kaum etwas zu sehen. Eine Ausnahme gab es in der 33. Minute, als Admir Mehmedi (14, Wolfsburg) die Kugel knapp am Tor vorbeizirkelte. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
v.l.: Nordi Mukiele (22, RB Leipzig), Josuha Guilavogui (23, Wolfsburg) und Maximilian Arnold (27, Wolfsburg)
v.l.: Nordi Mukiele (22, RB Leipzig), Josuha Guilavogui (23, Wolfsburg) und Maximilian Arnold (27, Wolfsburg). Auch die zweite Hälfte war eine klare Angelegenheit für die Gastgeber. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Timo Werner (Angreifer RB Leipzig) (Mitte) schaut nach einem Torschuss dem Ball hinterher
Ein Schuss von Werner trudelt ins in der 47. Minute ins Tor. Doch der Treffer zählte nicht, da eine Abseitsposition vorlag. Der RB-Angreifer hatte auch danach weitere Chancen, den Heimsieg in die Höhe zu schrauben. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Mannschaft von RB Leipzig, Schlussjubel
Am Ende blieb es beim hochverdienten 2:0, den die Mannschaft mit ihren Fans feierte. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche
Der Endstand des Spieles an der Anzeigetafel
Für RB war es der vierte Sieg in Folge. Mit 58 Punkten liegt Leipzig weiterhin auf Platz drei der Tabelle und hat auf Verfolger Eintracht Frankfurt, das ein Spiel weniger absolviert hat, sechs Zähler Vorsprung. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
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Immer wieder Werner

Vor allem Werner erwischte einen starken Nachmittag: Erst zwang der RB-Stürmer Keeper Pervan mit einem Schuss aus spitzem Winkel zur Glanztat (70.), ehe er in der 73. Minute die Kugel aus 13 Metern knapp am linken Pfosten vorbeischoss. Auch in der 80. Minute war Werner wieder im Blickpunkt, als dessen Schuss von Robin Knoche gerade noch vor der Linie geklärt werden konnte. Fünf Minuten später rettete Pervan nach einem 12-Meter-Schuss des Nationalstürmers. Im Anschluss gab es noch weitere Möglichkeiten für den Tabelelndritten, doch der Ball wollte einfach nicht mehr über die Linie. Somit blieb es "nur" beim 2:0-Sieg der RB-Kicker.

Das sagten die Trainer

Bruno Labbadia (Wolfsburg): "Wir waren eigentlich gut ins Spiel gekommen, bekamen dann aber ein für RB untypisches Tor. Dann kassierten wir auch relativ schnell das 0:2. Danach brauchten wir etwas, um wieder ins Spiel zu finden. Kurz vor der Pause bekamen wir es wieder besser in den Griff und gewannen mehr diese Zwitterbälle. In der Halbzeit nahmen wir uns das 1:2 fest vor, denn wir hatten schon das Gefühl, dass hier noch was brennen kann. Wir gingen volles Risiko, warfen alles nach vorn. Da hat uns einfach das 1:2 gefehlt. Ein paar Möglichkeiten waren ja da. Dass wir da in den einen oder anderen Konter reinlaufen, ist bei der Qualität von RB klar. Aber wir wollten uns mit dem 0:2 nicht begnügen. Mehr ist uns aber gegen einen sehr guten gegner nicht gelungen. Das ist schade, denn die Mannschaft hat nie aufgegeben. Man muss akzeptieren, dass der Gegner das sehr gut gemacht hat."

Ralf Rangnick (Leipzig): "Das war heute ein absolutes Topspiel. Von beiden mannschaften. Ich bin mit dem Auftritt meiner Mannschaft heute wirklich sehr zufrieden. Was wir mit und gegen den Ball gespielt haben, war richtig gut. Wir hatten eine sehr offensive Aufstellung gewählt. Dafür hat die Mannschaft das sehr ausgewogen hingekriegt. Natürlich gab es auch die eine oder andere Situation, die etwas brenzlig war. Bei der Qualität von Wolfsburg ist es nicht zu vermeiden, dass du gar keineTorchance zulässt. Aber wenn wir ehrlich sind, dann kann sich Wolfsburg in der zweiten Halbzeit beim Torwart bedanken. Da waren für uns sicherlich mehr Tore drin."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. April 2019, 20:25 Uhr

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34 Kommentare

15.04.2019 19:51 Gerd Müller 34

Hoffe das Köln heute HSV 3:0 besiegt, denn Aue wird wohl in HH untergehen und die Eisernen täten der Liga mal gut ^^ wenn es Hoffenheim nicht schafft

15.04.2019 19:48 Voice 33

@zwigger

Was Sie dabei übersehen ist, dass es IHRE Wahrheit ist. Sie finden Werner unsympathisch und das Projekt noch mehr? Geschenkt! Aber nur weil es Ihnen so geht, ist das doch nicht DIESE EINE Wahrheit. Oder sind Sie gottgleich? Gibt es nur Ihre Wahrheit? Erklären Sie doch bitte mal Ihren letzten Satz!!
Und vielleicht geht das auch ganz neutral, ohne abwertende Bemerkungen?!
Bin gespannt, ob Sie das können, oder ob Ihr Beitrag dann wieder gesperrt wird, wie unlängst in einer anderen Kommentarspalte zu RB....

Beste Grüße aus der Messestadt!!

15.04.2019 15:55 RumBelballer 32

@ 29 Voice, wenn ich aus der Reserve gelockt worden wäre, hätte ich was zum Projekt geschrieben und nicht Schnibbler angesprochen. Merken Sie was ? Zuviel Konjunktiv.
So, genug Zeit vergeudet ....

15.04.2019 15:40 heino 31

28. Zwinger, der DFB und die DFL suchen gerade für Herrn Grindel einen Nachfolger. Gebe deine Bewerbung bitte ab. Fußballdeutschland braucht einen wie dich, der immer die Wahrheit sagt.

15.04.2019 15:14 Bernd 30

Also wer ein Spiel aus dem 4!!! Spieler in die Kicker Elf des Spieltages gewaehlt werden (Konate, Kampl, Sabitzer (ja endlich wieder gute Leistungen) und Werner als Totentanz bezeichnet hat wohl andere Praemissen als ein Fussballspiel.

15.04.2019 14:11 Voice 29

@26 RumBelballer
Klappt nicht so richtig mit dem Ignorieren, oder? Gar nicht gemerkt, wie Sie aus der Reserve gelockt wurden...? :-)

@25 Schnibbler
Hätte nie gedacht, dass ich mal Partei für wicky67 ergreifen würde. Aber der kann auch fair. Und das meine ich ernst. In RB-Kommentarspalten hat er sich immer selbst ins Spiel gebracht. Wir sollten alle ein Bisschen toleranter sein! Lasst ihm seinen Spaß, wenn er unbedingt will! ;-)

Beste Grüße aus der Messestadt, dieses Mal besonders in die Blumenstadt!!

15.04.2019 14:02 zwigger 28

Glückwunsch zum Sieg beim Totentanz
Zum SF erner , der soll ruhig beim Projekt bleiben
Ein Unsymphat beim unsymphatischsten Projekt das passt
Wo soll er auch hin, bei den Bajuwaren darf er nur Schuhe putzen und in England ist es ihm zu laut
Ich hoffe das das nicht zu viel Schmutz war , ist halt nur die Wahrheit

15.04.2019 12:41 Bernd 27

@Rumpel FRau und Kinder sollten wichtiger sein als jeder Verein. Selbst der vom Streifenpolizisten ERich M. gegruendete.

15.04.2019 11:42 RumBelballer 26

@ Schnibbler, Du bist nicht allein , lebe auch noch und hasse das Getränkekombinat genau so wenig, weil ich keine emotionale Bindung dazu habe.
Da sind mir meine Frau und die Kinder wichtiger als das Marketingprodukt :-)
Und ehrlich gesagt, ignorieren macht viel mehr Spaß und schafft Freizeit ;-)))) und die Begleiter sind wieder nicht zufrieden. Man kann es eben niemandem Recht machen.

15.04.2019 09:25 Schnibbler 25

@rennsteiger, heino, galaxy
vielleicht liegt es, wenn keine kommentare kommen, daran daß rasenball im moment eigentlich keinen interessieren aus der lh dd, dem schacht und der börde. wir haben weiß gott im moment andere probleme.
und über arroganz gibt es nur etwas zu sagen als reaktion auf vereinzelte rb-foristen die das wort demut nicht kennen, hält sich hier aber noch in grenzen. also alles gut.
wicky67 z.b. ist niemand der rb haßt, ihm gehts wie mir: ihr seid uns egal. warum er hier immer wieder ins spiel gebracht wird weiß ich nicht.
dynamischer gruß