Fußball | Bundesliga Frankfurt bleibt kein gutes Pflaster für RB Leipzig

8. Spieltag

Auch im sechsten Anlauf hat RB Leipzig den ersten Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt verpasst. Zwar sicherte Joker Yussuf Poulsen den Gästen nach Pausenrückstand mit einem Taumtor noch das 1:1 (0:1)-Remis – das reichte jedoch nicht, um zum ebenfalls patzenden Spitzenreiter Bayern München aufzuschließen.

Martin Hinteregger und Yussuf Poulsen
Yussuf Poulsens Einwechslung zur Pause sollte sich für RB Leipzig lohnen. Bildrechte: Picture Point

Auf vier Positionen änderte RBL-Cheftrainer Julian Nagelsmann seine Startelf im Vergleich zum glatten 3:0-Heimsieg über Freiburg vor der Länderspielpause vor zwei Wochen. Der gegen die DFB-Elf überragende Spanier Dani Olmo durfte für Emil Forsberg zentral hinter Angreifer Alexander Sörloth (für Yussuf Poulsen) die Fäden ziehen. Tyler Adams beackerte anstatt des verletzten Nordi Mukiele die rechte Position in der Viererkette und Dayot Upamecano begann in der Innenverteidigung neben Ibrahima Konaté.

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig in Bildern

RB Leipzig bei Motivationskreis vor Spielbeginn
Der Leipziger Motivationskreis unmittelbar vor Spielbeginn – auf vier Positionen hatte Cheftrainer Julian Nagelsmann sein Team im Vergleich zum 3:0 gegen Freiburg vor der Länderspielpause verändert. Bildrechte: Picture Point
RB Leipzig bei Motivationskreis vor Spielbeginn
Der Leipziger Motivationskreis unmittelbar vor Spielbeginn – auf vier Positionen hatte Cheftrainer Julian Nagelsmann sein Team im Vergleich zum 3:0 gegen Freiburg vor der Länderspielpause verändert. Bildrechte: Picture Point
Tyler Adams
Tyler Adams war einer aus diesem Quartett. Der US-Amerikaner ersetzte den verletzten Nordi Mukiele auf der rechten Seite der Viererkette. Bildrechte: Picture Point
 Ibrahima Konaté / Konate (6, RB Leipzig) und Daichi Kamada (15, Frankfurt)
Kopfballduell zwischen Ibrahima Konaté und Daichi Kamada. Der Frankfurter hatte die erste Gelegenheit der Partie (5.). Bildrechte: Picture Point
Evan NDicka, Dani Olmo und Torwart Kevin Trapp
Die größte Chance in der Anfangsphase sollte jedoch RBs spanischer Nationalspieler Dani Olmo haben – allerdings hob der 22-Jährige den von Christopher Nkunku vorbereiteten Ball auf das Tornetz. Bildrechte: Picture Point
Kevin Kampl und Aymen Barkok
Um einiges besser machte es kurz vor der Pause Aymen Barkok (re.). Der Frankfurter nutzte die Schlafeinlage von Dayot Upamecano und Angelino und schob aus Nahdistanz ein. Bildrechte: Picture Point
Im Bild: Tor für Frankfurt, Torjubel nach dem Treffer zum 1:0 durch Torschütze Aymen Barkok (mi., 27, Frankfurt) mit Filip Kostic (10, Frankfurt).
Kollektiver Jubel der Gastgeber nach dem etwas überraschenden Treffer zwei Minuten vor dem Pausenpfiff. Bildrechte: Picture Point
Dani Olmo (25, RB Leipzig)
Dani Olmo, am vergangenen Dienstag noch überragender spanischer Akteuer beim 6:0-Kantersieg über die DFB-Elf, mühte sich heute vergebens und wurde zur Pause ausgewechselt. Bildrechte: Picture Point
Im Bild v.l.: Alexander Sörloth / Soerloth (19, RB Leipzig) und Stefan Ilsanker (3, Frankfurt)
Auch Alexander Sörloth – hier im Duell mit dem früheren RB-Profi Stefan Ilsanker – blieb in der Kabine. Bildrechte: Picture Point
Im Bild v.l.: Filip Kostic (10, Frankfurt)  und Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig).
Um ein Haar hätte Filip Kostic kaum eine Minute nach Wiederanpfiff erhöht, Peter Gulacsi lenkte den Schuss des Frankfurters aus spitzem Winkel jedoch an den kurzen Pfosten. Bildrechte: Picture Point
Martin Hinteregger und Yussuf Poulsen
Yussuf Poulsens Einwechslung, der Sörloth im Angriffszentrum ersetzte, sollte sich alsbald auszahlen. Bildrechte: Picture Point
Torjubel nach dem Treffer zum 1:1 durch Torschütze Yussuf Poulsen
Traumhaft verlängerte der dänische Nationalspieler eine punktgenaue Flanke von Angelino, der seinen Patzer vor dem Gegentor damit ausbügelte, per Außenrist ins rechte Dreiangel (57.). Bildrechte: Picture Point
Emil Forsberg und Evan NDicka
Emil Forsberg, der dritte zur zweiten Halbzeit gebrachte Joker von Julian Nagelsmann zur Halbzeit, blieb ohne nennenswerten Einfluss auf das Offensivspiel der Gäste. Bildrechte: Picture Point
Im Bild v.l.: Yussuf Poulsen (9, RB Leipzig) vergibt Torchance gegen Torwart Kevin Trapp (1, Frankfurt).
Allerdings landete Forsbergs Eckball zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit auf dem Fuß von Yussuf Poulsen, der Frankfurts glänzend reagierenden Schlussmann Kevin Trapp jedoch nicht überwinden konnte. Bildrechte: Picture Point
Anzeigetafel mit dem Endstand von 1:1.
Dadurch blieb es beim 1:1-Remis an diesem Abend in Frankfurt. Auch nach dem sechsten Anlauf wartet RB Leipzig damit weiter auf den ersten Auswärtssieg bei der Eintracht. Bildrechte: Picture Point
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Barkok nutzt Leipziger Schlafeinlage

In einer intensiven und von zumeist kurzen Ballbesitzphasen geprägten ersten Halbzeit waren die Gäste in der Summe die offensiv etwas durchschlagskräftigere Mannschaft. Olmo hatte nach Christopher Nkunkus feinem Pass durch die Gasse den ersten Riesen der Partie, hob den Ball von der Fünfmeterraumkante an Eintracht-Keeper Kevin Trapp vorbei auf das Tornetz (15.). Zudem zischte Angelinos Direktabnahme von der Strafraumgrenze knapp links vorbei, ehe Upamecano Nkunkus Heber aus freier Fünfmeterraumposition nicht verarbeiten konnte (35./36.).

Kevin Kampl und Aymen Barkok
Frankfurts Torschütze Aymen Barkok im Zweikampf mit Kevin Kampl. Bildrechte: Picture Point

Doch auch die SGE war punktuell gefährlich. Daichi Kamada nutzte einen Patzer in der Leipziger Defensive nicht (5.), Martin Hinteregger köpfte Filip Kostic' Eckball frei aus sechs Metern über den Querbalken (22.). Als alles bereits auf eine torlose Halbzeit hindeutete, unterlief Upamecano einen Frankfurter Freistoß, Angelino gab Aymen Barkok lediglich Geleitschutz, was der SGE-Mittelfeldspieler aus Nahdistanz souverän zur überraschenden Führung nutzte (43.).

Kostic trifft den Pfosten / Angelino findet Poulsen

Mit den drei Neuen Yussuf Poulsen, Emil Forsberg und Willi Orban kam RBL aus der Pause – und hätte um ein Haar dem 0:2 hinterherlaufen müssen. Kostic war über halblinks in den Strafraum eingedrungen, zog aus spitzem Winkel trocken ab, aber Peter Gulacsi reagierte glänzend und lenkte den Ball an den kurzen Pfosten (47.). Danach zahlte sich vor allem Poulsens Hereinnahme aus. Angelino schlenzte eine Flanke von links punktgenau ins Zentrum, wo RBs dänischer Nationalspieler Hinteregger im perfekten Moment entwischte und den Ball traumhaft per Außenrist in den rechten Giebel verlängerte (57.).

Im Bild v.l.: Filip Kostic (10, Frankfurt)  und Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig).
Filip Kostic (li.) traf unmittelbar nach Wiederanpfiff den Pfosten. Bildrechte: Picture Point

Die Gäste hatten Oberwasser, brachten die SGE in der Folge jedoch nicht dauerhaft in Verlegenheit. Gefährliche Strafraumszenen blieben Mangelware, bis Torschütze Barkok Angreifer André Silva steil schickte, der den Ball aber nicht am bestens reagierenden Gulacsi vorbeilegen konnte (78.). Den möglichen Lucky Punch der Rot-Weißen wiederum verpasste Poulsen, als Trapp dessen Direkabnahme aus Nahdistanz nach Forsbergs Ecke abwehrte (88.).

Das sagten die Trainer

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Unser Spiel war grundsätzlich nicht so schlecht. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, insgesamt aber zu wenige zwingende Chancen herausgespielt. Wir haben dominant gespielt und dann ein Gegentor bekommen, das wir einfach nicht gut verteidigt haben. Nach der Pause waren wir die bessere Mannschaft und den drei Punkten deutlich näher. Ich hatte den Eindruck, dass wir das Spiel etwas mehr gewinnen wollten."

Im Bild v.l.: Alexander Sörloth / Soerloth (19, RB Leipzig) und Stefan Ilsanker (3, Frankfurt)
Der langjährige RBL-Profi Stefan Ilsanker (re.) bot eine souveräne Leistung auf der Frankfurter Doppel-Sechs. Bildrechte: Picture Point

Adi Hütter (Frankfurt): "Taktisch hat mir das sehr gut gefallen. Kompliment an die Mannschaft, die gelaufen ist und gekämpft hat. Spielerisch war es ein bisschen wenig. Es freut mich auch, dass Stefan Ilsanker gegen seinen Ex-Verein so gut in Schuss ist. Er hat gekämpft und war verbal da. Mit dem Punkt bin ich zufrieden, weil Leipzig ein starker Gegner ist. Wir bleiben in Frankfurt ungeschlagen und dürfen stolz darauf sein."

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mhe

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 22. November 2020 | 22:00 Uhr

32 Kommentare

RumBelballer vor 1 Wochen

Wie auch , der hat doch auch nichts anderes im Leben. Da erwartest Du einfach zuviel. Und wenn dann noch S04 verliert, schlägt sein Herz so sehr, dass er vor lauter Empathie den Zwigger trösten will. Nur dass der wiederum darüber nur lächeln kann. Der hat selber noch Fußball gespielt und weiß im Gegensatz zu uns jochen wovon er redet. Der brauch dazu keinen Fernseher🤭🤭🤭🤭 Hoffentlich hat der RBL -Fan unter den MDR-Redakteuren keinen Dienst, sonst geht mein Post wegen der Etikette bestimmt nicht durch.

Voice vor 1 Wochen

Glückwunsch RB, auswärts einen wichtigen Punkt geholt. Insgesamt eine gerechte Punkteteilung. Jetzt heißt es volle Konzentration auf die CL. Ein Punkt in Paris wäre toll, eine Niederlage aber auch kein Weltuntergang. Alles in Allem im Soll. In der Liga weiter auf CL-Kurs. Danke an DM für tollen Profifußball in Leipzig! Auf geht's Leipziger Jungs, macht Eure Fans weiter stolz!

Beste Grüße aus der Messestadt!!

Andy Krisst vor 1 Wochen

+++Ich bin ein einfach gestrickter Fußballfan und brauch guten Fußball und ein gutes Bier+++
Das nenne ich mal eine Selbstoffenbarung!
Und warum kommt mir jetzt der "Rattenfänger von Hameln" in den Sinn! Ein Pilsner oder ne gratis braune Brause...und Sie traben hinterher!