Fußball | Bundesliga Union Berlin chancenlos in Hoffenheim

33. Spieltag

Am Dienstag gab es den Klassenerhalt für den 1. FC Union Berlin - für Samstag war Trainer Urs Fischer dann gespannt, ob sein Team noch die nötige Spannung aufbauen könnte. In Hoffenheim gelang das nicht wirklich.

Torwart Moritz Nicolas und Neven Subotic
Ihlas Bebou trifft gegen Torwart Moritz Nicolas (li.) und Neven Subotic zur frühen 1899-Führung Bildrechte: Ralf Poller/Avanti/Pool

Der 1. FC Union Berlin ist nach dem erfolgreichen Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga leer ausgegangen. Am vorletzten Spieltag unterlag das Team von Urs Fischer bei der TSG Hoffenheim klar mit 0:4. Die Eisernen waren am Samstag weitgehend chancenlos.

Doppelschlag vor der Pause

Union, das die Routiniers Yunus Malli, Anthony Ujah und Neven Subotic neu aufs Feld schickte, versuchte mitzuspielen, konnte aber trotz zweier Spitzen kaum Torgefahr entwickeln. Auf der Gegenseite machte es das Trio Munas Dabbur, Andrej Kramaric und Ihlas Bebou besser. Immer wieder ging es schnell Richtung Tor von Bundesliga-Debütant Nicolas, der sich seinen Startelf-Einsatz durch gute Trainingsleistungen verdient hatte. Allerdings wurden es bittere erste 45 Minuten. In Minute eins rettete er noch mit Fußabwehr gegen Kramaric, bei Bebous uneigennützigem Querpass zu einem Unioner (7.) hatten die Gäste Glück. Dann aber traf Bebou nach Skov-Flachpass von rechts (11.). Vize-Weltmeister Kramaric erhöhte, weil er sich bei einem abgefälschten Skov-Freistoß von rechts in den Rücken der Abwehr geschlichen hatte (38.). Und in der Nachspielzeit sorgte Dabbur dann für das 3:0, als er aus spitzem Winkel Nicolas überwand.

v.l.n.r, Robert Skov TSG 1899 Hoffenheim gegen Christopher Trimmel 1.FC Union Berlin
Unions Christopher Trimmel (Mi.) versucht Robert Skov (li.) zu stoppen. Bildrechte: Pool/Sascha Meiser/APF

Sommerkick am Ende

Nach dem Wechsel sah es zunächst so aus, als würde Hoffenheim so weitermachen. Aber Geigers 17-Meter-Schuss knapp links vorbei, sollte sich erst einmal als Einzelfall erweisen. Union musste sich zwar weiter auf die Defensive konzentrieren, war jetzt aber nicht mehr ganz so gefordert. Beim 0:4 durchschnitt ein Steilpass von Benjamin Hübner, dessen Bruder Florian nicht im Union-Aufgebot stand, die Defensive - Joker Christoph Baumgartner vollendete frei vor Nicolas (68.). Der Rest war ein Sommerkick - aus Sicht der Eisernen war das auch gut so.

Das sagten die Trainer

Urs Fischer (Union Berlin): "Du hast auf der einen Seite Konsequenz gesehen und auf der anderen Seite nicht. Auch wir hatten unsere Möglichkeiten, nur waren wir nicht konsequent genug. Das eine oder andere Gegentor verteidigen wir dann auch schlecht. Wenn wir nicht auf ganz hohem Niveau spielen, dann wird es auch schwierig. Ist ja logisch, wenn du über die Ziellinie läufst nach diesem Marathon, dass da auch Spannung abfällt. Heute ist es uns leider nicht geglückt, die Spannung nochmal so aufrechtzuerhalten. Verteidigt haben wir sicher nicht gut."

Alexander Rosen (Sportchef und Leiter des Trainer-Teams Hoffenheim): "Den Europa-Einzug kann man gar nicht hoch genug bewerten. Wir schaffen es als TSG Hoffenheim im vierten Jahr zum dritten Mal, international zu spielen. Ich bin begeistert, und ich bin auch stolz auf die Jungs. Ganz hervorragend! Ich sage an dieser Stelle auch: Wir haben noch mehr vor. Wir sind durch Platz sieben sicher in der Qualifikation. Das klare Ziel, das wir uns gesetzt haben, ist Platz sechs zu holen."

cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 20. Juni 2020 | 16:30 Uhr

5 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 36 Wochen

Haha, Mann/Frau Vergleich! RB der reiche, schöne Schnösel und Union der mittellose, tätowierte Draufgänger. Bekommen beide Frauen/Fans. Der Draufgänger würde den Bremern helfen. Schauen wir mal.

SitBull vor 36 Wochen

Naja, Union, Leipzig und Aue haben ja dann doch einige Traditionsvereine hinter sich gelassen. Dresden wird auch wieder auf erstehen aus Ruinen und der Zukunft zugewandt.
Ohne Moos halt nichts los. Ist wie bei Mann und Frau. Ohne Kohle ist schwierig bei der Partnersuche.
Der Erfolg von vor allem Union ist beachtlich. Da bin ich schwer beeindruckt. Hätte ich nicht nach der Klatsche gegen RB erwartet und der Integration der geholten alten Männer. Hoffentlich halten sie an Urs Fischer fest. Scheint mir ein Glücksgriff zu sein.
Ein paar schaffen es dann doch ohne viel Kohle.

Quentin aus Mondragies vor 36 Wochen

Mensch, Union kann noch zweiter der Vereinsmeisterschaft werden und kann im direkten Vergleich mit DüDo noch Schalke 05 überholen. Was für ein Erfolg für Mitteldeutschland (Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen)! Dies ist doch mal ein Lichtblick am mitteldeutschen Fußballhorizont. Momentaner Stand der Vereine:
1. Freiburg
2. Schalke 05
3. Union
4. Mainz
5. DüDo
Über die Kapitalgesellschaften reden wir jetzt Mal nicht.