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Jubel bei Christopher Nkunku nach dem 2:0 Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Fußball | BundesligaSieg bei Lieblingsgegner Stuttgart: RB beendet Auswärtsfluch19. Spieltag

Stand: 15. Januar 2022, 17:49 Uhr

Glück, Geschick und Gulacsi: Das waren die Zutaten zum ersten Auswärtssieg der schon längeren Bundesliga-Saison von RB Leipzig. Der gelang bei Lieblingsgegner VfB Stuttgart.

Im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde ist RB Leipzig endlich der erste Erfolg in der Fremde in der Fußball-Bundesliga gelungen. Beim Lieblingsgegner VfB Stuttgart gewann RB am Samstag 2:0. Es war ein Arbeitssieg mit Glück, Geschick und Gulacsi.

Schnelle Führung durch Silva

Die in Baden-Württemberg erlaubten 500 Zuschauer, darunter auch der neue technische Direktor bei RB Soccer, der in Stuttgart lebende Mario Gomez, sahen eine fußballerisch bescheidene erste Halbzeit. Es gab kaum Torchancen und Kombinationen. Favorit RB ging schnell in Führung. Mittelstürmer André Silva verwandelte einen Handelfmeter souverän (11.). Schon das fünfte Tor im fünften Spiel unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco, der Hoffnungsträger war in der Vorrunde meistens glücklos geblieben. Christopher Nkunku hatte Konstantinos Mavroponas den Ball bei einem Flankenversuch an die Hand geschossen.

André Silva erzielt die RB-Führung per Handelfmeter. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Aus dem Vorsprung machte RB aber zu wenig. Das Offensivspiel fand kaum statt, es ging immer mehr in Richtung Verwaltungsmodus. Am Ende der ersten 45 Minuten kamen die Gäste auf nur zwei Torschüsse. Stuttgart bemühte sich, schoss achtmal auf das Gehäuse von Peter Gulacsi, aber es waren überwiegend Halbchancen. Die beste Einschussgelegenheit hatte Tanguy Coulibaly, der frei vor Gulacsi fast hätte einkopfen können (43.), doch er verpasste die Flanke um Zentimeter.

Gulacsi hält die Führung fest

RB-Schlussmann Peter Gulacsi Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Wirklich Fahrt nahm das Geschehen erst in der zweiten Hälfte auf. Von Beginn an ging es hin und her. RB wirkte nun zielstrebiger, aber der Außenseiter ließ sich lange nicht in die Seile zwingen. Immer wieder kamen die Gastgeber zu hochkarätigen Gelegenheiten, aber Leipzigs bester Mann, Torwart Peter Gulacsi, war einfach nicht zu bewingen.

Er wehrte unter anderem Abschlüsse aus Nahdistanz von Sasa Kalajdzic (56.) und Orel Mangala (64.). Auch beim Kopfball von Verteidiger Waldemar Anton war der Ungar nicht zu bezwingen (68.). Das nutzte RB zwei Minuten später zur Vorentscheidung: Nach einem schnellen Konter ließ sich Christopher Nkunku die Gelegenheit frei für Keeper Florian Müller nicht entgehen (71.). Von diesem Schock erholte sich der Underdog, der um den Klassenerhalt kämpft, dann nicht mehr. Gulacsi stellte mit zehn Paraden in nur einer Partie einen neuen persönlichen Bundesliga-Rekord auf.

Kein Sieg mit Glanz und Gloria

Für RB war es kein Sieg mit Glanz und Gloria, aber ein wichtiger für den Kopf und das Punktekonto. Die Champions-League-Plätze sind nur noch drei Zähler entfernt. Im achten Aufeinandertreffen ist es der siebte Sieg gegen den VfB, denen weiter kein Tor aus dem Spiel heraus gegen RB gelungen ist.

Das sagten die Trainer

Domenico Tedesco (RB Leipzig): "Wir sind glücklich über den ersten Auswärtssieg seit April. Das bedeutet uns viel. Wir haben einen richtigen Kraftakt gebraucht. Der VfB hat mutig gespielt. Mit zwei Spitzen war es schwierig zu pressen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Ich denke, dass die Art und Weise des Sieges wichtig ist. Die Leistung von Peter Gulasci war schon sehr gut, er hat uns im Spiel gehalten."

Pellegrino Matarazzo (VfB Stuttgart): "Es war eine gute Leistung, leider haben wir keine Tore geschossen und keine Punkte. Wir hatten eine Einheit auf dem Feld gegen einen guten Gegner. Die Torwartleistung beim Gegner war stark. Es war nicht alles gut, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir so gut sind, dass wir wieder Punkte holen."

cke

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Sachsenspiegel | 16. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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