Fußball | Bundesligen Bundesregierung und Länderchefs machen Weg frei für Bundesliga-Wiederanpfiff

Die Politik macht den Weg für die Wiederaufnahme der Bundesliga und 2. Bundesliga frei. Noch im Mai könnte der Anpfiff ohne Fans in den Stadien erfolgen. Darauf haben sich Bundesregierung und Regierungschefs der Bundesländer geeinigt.

Ein Ball der Marke Derbystar Bundesliga Brillant Aps by Select präsentiert das Logo der Liga
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Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) will die Saison in der 1. und 2. Bundesliga am 16. Mai fortsetzen. Über diesen Beschluss des DFL-Präsidiums seien die 36 Profivereine am Mittwochabend informiert worden.

Zuvor hatte die Politik den Weg für die Wiederaufnahme der Bundesliga und 2. Bundesliga freigemacht - ab der zweiten Mai-Hälfte und ohne Fans in den Stadien.

Verkürzte Quarantäne möglich

Darauf hatten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer nach einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geeinigt. "Der Spielbetrieb wird unter den genehmigten Regeln erlaubt", informierte die Bundeskanzlerin auf der anschließenden Pressekonferenz. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: "Wir wissen, dass es sehr kontrovers ist" und betonte, dass "die Verantwortlichen in der Bundesliga alles tun, um die Sicherheit zu erreichen."

Aus dem Abschlusspapier von Bund und Ländern geht zudem hervor, dass dem Neustart "eine Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen" soll. Diese müsse explizit nicht zwei Wochen dauern. Die Quarantäne könne auch kürzer sein, sagte Söder unter Berufung auf Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

"Dass dort regelmäßig getestet wird, ist natürlich eine andere Situation, als wenn jemand nur einmal am Anfang und am Ende der Quarantäne getestet wird. Das ist der Hintergrund", begründete Merkel in der Pressekonferenz. Auch bei Kontaktpersonen von positiven Corona-Fällen kann die Quarantäne wegen der Dauertestung kürzer ausfallen, die Entscheidung liegt hier bei den örtlichen Gesundheitsbehörden.

DFL legt Wiederanpfiff fest

Den konkreten Spielplan lege die Deutsche Fußball Liga (DFL) fest. Am Donnerstag (7. Mai) wird die DFL mit den Klubverantwortlichen auf einer Mitgliederversammlung über die nächsten Schritte und Maßnahmen sprechen.

Die Genehmigung für das Konzept gilt zunächst für die Bundesliga und die 2. Bundesliga. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird in diesem Zusammenhang gebeten, "für die anderen Ligen tragfähige Zukunftskonzepte zu entwickeln". Dies könnte die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga betreffen, die auf eine Fortsetzung der derzeit unterbrochenen Spielzeit hoffen.

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red/dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 06. Mai 2020 | 17:45 Uhr

34 Kommentare

Tor vor 42 Wochen

Eine schande für die Politik und der DFL. Erklärung Abstandsregelung: In unserer Gesellschaft soll die Abstandsregelung einbehalten werden und beim Fußball nicht - ein sehr großes Fragezeichen für unsere Kinder. Wie sollen die ein Vorbild sehen, wen es der Fußball in der 1. und 2. Bundesliga vorgemacht wird. Riesen schande der Politik und vom DFL, da spielt nur das große Geld eine Rolle. Also gilt für die Bevölkerung auch keine Abstandsregelung mehr bei Spielen der Bundesligisten. Oder macht die Bevölkerung was verkehrt dabei. Sicherlich muss ich umdenken, aber bei den schwer Reichen Millionären im Fußball muss keiner umdenken. Ah das ist ja der Maulkorb verordnet worden, von der DFL/DFB gegenüber den Medien.

sh. vor 42 Wochen

Seit über 50 Jahren dem Fußball verbunden, Jahrzehnte ehrenamtlich für meinen Verein gearbeitet, hätte ich es nie für möglich gehalten, das mich der Fußball einmal so anwidern würde. Nationalmannschaft oder DIE MANNSCHAFT, wie sie heute genannt wird, schaue ich schon länger nicht mehr, nun auch keine Bundesliga mehr. Wenn sich hier irgendwelche Manager oder Sportdirektoren hinstellen und rumjammern, es könnte, ohne Fernsehgelder bald viele Profivereine nicht mehr geben, dann sage ich nur, schlecht gewirtschaftet. Wen von diesen geldgierigen Typen interessiert es, wenn hier Firmen serienweise in die Insolvenz gehen, mit dem Unterschied, das sie keine Möglichkeit haben, sich die eine oder andere Million auf die Seite zu legen. Wenn Vereine wie Schalke mit hunderten Millionen Schulden nicht mehr existieren, na und, genau wie alle anderen, die nicht in der Lage sind, ein Unternehmen zu führen. Dann spielt eben Kleinkleckershausen in der Buli. Auch gut.

GEWY vor 42 Wochen

Es scheint Ihnen ja mächtig im Magen zu liegen, dass der CFC vielleicht einen Weg aus der Insolvenz gefunden hat. Eigentlich gut für die Mitarbeiter und Spieler die dadurch nicht arbeitslos geworden sind. Übrigens wünsche ich auch Ihnen , sollte ihr AG einmal in Schwierigkeiten kommen, dass er einen Weg findet, dass Sie nicht arbeitslos werden. Jeder Verein muss selbst für sich entscheiden unter welchen BEDINGUNGEN er für welchen Weg abstimmt. Bestimmt hat auch Herr Kallnik vom FCM gute Gründe gehabt im Ausschuss der 3.Liga, dem er angehört für eine Weiterführung des Spielbetriebes zu stimmen, obwohl der FCM als Verein gegen eine Weiterführung des Spielbetriebes gestimmt hat. Ach ja, Herr Kallnik ist Geschäftsführer des FCM. Und sonst, bitte lassen Sie sich endlich mal was Neues einfallen.