Fußball | Bundesliga BVB-Trainer Rose zu Zuschauerproblem: "Nicht zu weit von Menschen entfernen"

Endlich wieder sorglos ins Stadion gehen, ein Würstchen und ein Bierchen genießen - dieser Gedanke scheint für viele Fußball-Freunde deutschlandweit noch weit weg. Dabei wird schon wieder vor Zuschauern gespielt. Wie am Wochenende in Leipzig bei einem Benefizturnier zugunsten krebskranker Kinder. Mit dabei war auch Star-Trainer Marco Rose. Er hat sich im MDR seine Gedanken über das Zuschauerproblem gemacht.

Star-Trainer Marco Rose kickt in Leipzig für guten Zweck 4 min
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Sport im Osten So 05.09.2021 15:30Uhr 03:33 min

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Dabei beschäftigt den 44 Jahre alten gebürtigen Leipziger die Frage, warum die Fans nicht in dem Maße in die Stadien zurückkehren, wie erhofft. Denn ligaunabhängig sind längst nicht alle Stadien so voll wie sie sein dürften. Doch was ist das Problem?

Marco Rose während eines Interviews.
Marco Rose: "Wir leben mit Restriktion" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Marco Rose: "Am Ende ist Fußball für alle da"

Marco Rose glaubt, dass es die Gesamtkonstellation ist: "Ich sehe das Problem darin, dass wir im Moment immer noch so leben, wie wir leben, nämlich mit Restriktion. Wir müssen aufpassen und das machen wir auch. Aber wenn es irgendwann kein 2G oder 3G mehr gibt, sondern man einfach eine Bratwurst essen, ein Bierchen trinken kann und man den Impfausweis nicht immer dabeihaben muss, werden die Stadien auch wieder voll sein."

Trotzdem habe der Fußball die Aufgabe, sich nicht zu weit von den Menschen und der Basis zu entfernen. Denn am Ende sei Fußball für alle da, betonte Rose im Interview bei "Sport im Osten".

Wie sich die Fan-Müdigkeit zwischen Kommerzialisierung und der Aufblähung von Wettbewerben entwickelt, bleibt indes abzuwarten. Eine Aufgabe für DFB und DFL bleibt, auch im Sinne der kleineren Vereine glaubwürdige Konzepte für die Zukunft des Fußballs vorzulegen.

Zuschauerrückkehr stockt nach Corona

Eine Umfrage des MDR hatte ergeben, dass die Zuschauerrückkehr nach Corona bei den Ost-Vereinen stockt. Nicht nur in der Bundesliga werden die Kartenkontingente am Ende der Pandemie kaum ausgeschöpft, sondern vor allem in der Regionalliga setzt ein Zuschauerschwund ein. Betroffen sind große Traditionsklubs wie der Chemnitzer FC und Lok Leipzig.

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fth

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 05. September 2021 | 15:30 Uhr

6 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 5 Wochen

Würde ja gern als 3G ins Stadion, auch wenn die Inzidenz über 35 liegt. Aber wir sind ja leider nicht bei "Wünsch Dir was"? Warum greift eigentlich nicht das Gesundheitsamt beim Bahn-Streik ein. Sorgt dies nicht auch für Massenaufläufe? Die DB hätte mal statt das Gericht das Gesundheitsamt einschalten sollen. Die laufen ja sogar aufs Spielfeld um Spiele in Südamerika zu unterbrechen. Respekt.

Chelo2.0 vor 5 Wochen

Finde es gut das er sich nicht dieser negativen Einstellung anschließt. Sollen doch alle froh sein das Fussballfans eine gewisse (berechtigte) Portion Zurückhaltung haben. Gerade in Sachsen ist die Impfquote nicht die beste. Die blinde Liebe zum Verein darf nicht vor der Gefahr von Covid blenden.

RoRo Sachse in NRW vor 5 Wochen

Chemie ist groß...beim jammern