Fußball | Bundesliga Wechsel vom Tisch: Upamecano verlängert bei RB Leipzig

RB Leipzig kann auch in der kommenden Saison auf seinen Abwehrchef Dayot Upamecano bauen. Am Montag einigte sich der französische Abwehrspieler mit den Leipzigern auf eine Ausweitung seines auslaufenden Arbeitspapiers bis 2023. Damit ist auch ein ablösefreier Wechsel 2021 vom Tisch.

RB Leipzigs Dayot Upamecano am 09. Februar 2020 in der Münchener Allianz Arena.
Dayot Upamecano Bildrechte: imago images/photoarena/Eisenhut

Seit Monaten hielten sich die Gerüchte um einen Abgang von Dayot Upamecano hartnäckig. Nun herrscht Klarheit: Der 21-Jährige bleibt den Messerstädtern mindestens ein weiteres Jahr erhalten. Am Freitag (31. Juli) verlängerte der Innenverteidiger seinen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll sich die festgeschriebene Ablösesumme auf 50 Millionen Euro belaufen.

Krösche: Ein "internationaler Top-Verteidiger"

"Wir sind natürlich sehr glücklich, den Vertrag mit Dayot Upamecano vorzeitig verlängert zu haben. Dayot ist in den vergangenen Jahren bei RB Leipzig zu einem der internationalen Top-Verteidiger gereift und hat mit seinen erst 21 Jahren natürlich weiterhin noch großes Entwicklungspotenzial. Umso schöner, dass er dieses Potenzial weiter bei uns entfalten wird", erklärte RB-Sportdirektor Markus Krösche.

Für Upamecano passt das Gesamtpaket

Der französische U21-Nationalspieler mit Wurzeln in Guinea-Bissau wechselte 2017 für zehn Millionen Euro vom österreichischen Schwesterklub RB Salzburg nach Sachsen. Seitdem bestritt er 111 Pflichtspiele für den Champions-League-Viertelfinalisten. "Ich fühle mich unheimlich wohl bei RB Leipzig, weil das Gesamtpaket passt", freute sich Upamecano: "Wir haben ein junges und hungriges Team in einem unglaublich ambitionierten Verein und ich möchte mit RB Leipzig die nächsten Etappen und Ziele angehen, weil ich von unserem Weg und unserer Art Fußball zu spielen überzeugt bin.

Jhon CORDOBA (li., K) gegen Dayot UPAMECANO (L)
An Dayot Upamecano (re.) ist häufig kein Vorbeikommen. (Archiv) Bildrechte: imago/Sven Simon

Interesse vom deutschen Rekordmeister

In der abgelaufenen Saison mauserte sich Upamecano zu einem der besten Innenverteidiger in der Bundesliga. Mit nur 37 Gegentoren stellte RB die zweitbeste Abwehrreihe unter den 18 Bundesligisten, woran der Rechtsfuß maßgeblichen Anteil hatte. Kein Wunder, dass die konstant guten Leistungen Upamecanos viele Klubs aufhorchen ließen. Auch der FC Bayern München soll angeklopft haben, schreckte letztlich aber vor den kolportieren 60 Millionen Euro zurück, die als Ablösesumme fällig geworden wären.

Wiederholt sich das "Werner-Modell"?

Mit der Vertragsverlängerung beschreitet RB einen ähnlichen Weg wie bei Timo Werner. Auch der Nationalspieler verlängerte seinen 2020 auslaufenden Vertrag im letzten Sommer um ein Jahr samt Ausstiegsklausel, um einen ablösefreien Abgang zu verhindern. Erst vor wenigen Wochen heuerte der RB-Rekordtorschütze dann beim FC Chelsea an. Der Transfer spülte 53 Millionen Euro in die Leipziger Kassen. Überzeugt Upamecano auch in der kommenden Spielzeit, können sich die Verantwortlichen am Cottaweg womöglich über einen erneuten Geldsegen freuen.

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jsc

Videos und Audios zur Fußball-Bundesliga

Markus Krösche, Sportdirektor von RB Leipzig
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Zwei Tage vor dem Champions-League-Knaller gegen Atletico Madrid äußerte sich RB Leipzigs Sportchef Markus Krösche über die Spielweise des Gegners und die Chancen, dieser zu entgehen.

Di 11.08.2020 17:48Uhr 00:58 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-rb-sportchef-kroesche-vor-atletico-madrid-100.html

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Zwei Fußballspieler kommen aus einem Hotel mit Mund-Nase-Schutz heraus.
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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 27. Juli 2020 | 15:40 Uhr