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Fußball | Bundesliga

DFL beschließt Stopp bis 30. April - Saisonende bis 30. Juni geplant

Stand: 31. März 2020, 15:56 Uhr

Die Pause in den Bundesligen verlängert sich vorerst bis 30. April. Dies beschlossen die Bosse der 36 Profiklubs auf der ersten virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Neben weiteren Maßnahmen, die u.a. das Lizenzierungsverfahren betreffen, soll die Saison bis zum 30. Juni beendet sein.

Die Zwangspause in der Bundesliga und der 2. Liga verlängert sich wie erwartet bis mindestens 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag des DFL-Präsidiums beschlossen am Dienstag die Bosse der 36 Profiklubs bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga einstimmig. Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga ist wegen der Corona-Pandemie seit dem 12. März und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt. Der nun ausgeweiteten Unterbrechung fallen die Spieltage Nummer 28 bis 31 zum Opfer.

Kein Mannschaftstraining bis 5. April - Geisterspiele im Blick

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Neben der Aussetzung des Spielbetriebes soll bis zum 5. April das Mannschaftstraining unterbleiben. "Gleichzeitig entwickeln wir für alle 36 Standorte des Profifußballs Produktionskonzepte dafür, wie sich mit geringstmöglichem Personaleinsatz vorübergehend auch Spiele ohne Anwesenheit von Zuschauern durchführen lassen", sagte DFL-Chef Christian Seifert. "Mindestens bis zum Ende der Saison ist es unrealistisch, davon auszugehen, dass wir nochmal vor vollen Stadien spielen. Was nicht heißt, dass es realistisch ist, dass wir im August vor vollen Stadien wieder anfangen", so Seifert weiter. Zudem wurde eine medizinische Taskforce eingerichtet und ein "weiteres Bündel an Maßnahmen" beschlossen.

30. Juni bleibt Ziel für Saisonende - Änderung Transferfenster

Die Bundesliga-Clubs halten dabei an ihrem Ziel fest, die unterbrochene Spielzeit trotz der Coronavirus-Pandemie bis zum 30. Juni zu Ende zu bringen. "Wir haben gemeinsam den Beschluss gefasst, das ist auch heute noch der Stand", erklärte Seifert. Unter bestimmten Bedingungen sei eine Verlängerung in den Juli möglich. Seifert betonte zudem, dass man auch "über Änderungen im Transferfenster" zu sprechen habe.

Keine Überprüfung der Liquidität

Die DFL will im Lizenzierungsverfahren für die kommende Spielzeit bei den Vereinen auf die Überprüfung der Liquidität verzichten. "Allerdings wird die Überprüfung während der nächsten Spielzeit von Ende Oktober auf Mitte September vorgezogen", sagte Seifert Die DFL wolle in Not geratenen Profiklubs damit "die Möglichkeit und die Zeit geben, die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bewältigen". Sollte ein Verein in Nöte kommen und gar Insolvenz anmelden müssen, wird zudem vom sonst üblichen Abzug von neun Punkten abgesehen. "In der kommenden Saison würde er nur drei statt wie bisher neun Punkte betragen", sagte Seifert.

Saison beenden: Verschiedene Modelle

Für den Abschluss der derzeit ausgesetzten Saison 2019/20 hält sich die DFL verschiedene Modelle offen. Die von mehreren Medien aufgebrachten Pläne, beispielsweise an nur wenigen Standorten zu spielen, seien aber "keine Pläne, mit denen ich mich bisher befasst habe", sagte Seifert. "Es gibt den einen Plan noch nicht, deshalb gibt es durchaus unterschiedliche Ansätze, mit der Situation umzugehen. Wir haben über Pläne und Denkmodelle nachgedacht."

Dynamo begrüßt verlängerte Zwangspause

Die verlängerte Spielpause bis 30. April ist für die Verantwortlichen von Zweitligist Dynamo Dresden der richtige Weg. "Diese Entscheidung haben wir so erwartet und begrüßen den Beschluss in Anbetracht der aktuellen Ausnahmesituation, in der sich unser gesamtes Land befindet, ausdrücklich", sagte Geschäftsführer Michael Born am Dienstag in einer Vereinsmitteilung.

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red/dpa/sid

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 31. März 2020 | 17:45 Uhr

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