Symbolbild: Geld regiert den Fuߟball - Euroscheine flattern durch Stadion.
Bildrechte: imago/INSADCO

Fußball | 1. und 2. Bundesliga DFL-Report: RB beim Personaletat Sechster / Aue und Dynamo weit hinten

Erstmals hat die Deutsche Fußball-Liga Finanzzahlen der Vereine bekanntgegeben: Demnach belegte Bundesligist RB Leipzig in der Saison 2017/18 beim Personaletat Platz sechs. In der 2. Liga landeten Dresden und Aue in der Kategorie weit hinten. Auch die Jahresbilanzen, die Beraterhonorare und die Verbindlichkeiten wurden von der DFL veröffentlicht.

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Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat in der Saison 2017/2018 den sechsthöchsten Personaletat zur Verfügung gehabt. Der betrug, im zweiten Jahr im Oberhaus, 105 Millionen Euro. Das geht aus den Finanzkennzahlen hervor, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Mittwoch (30.05.) für das Jahr 2018 von allen 36 Klubs aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga veröffentlichte.

RB Leipzig vor M'gladbach, Frankfurt und Hoffenheim

Einen höheren Personaletat als RB Leipzig hatten nur der FC Bayern München (315 Millionen), Borussia Dortmund (187 Millionen), der VfL Wolfsburg (128 Millionen), Schalke 04 (125 Millionen) und Bayer Leverkusen (111 Millionen). Während Leipzig die Saison auch sportlich auf Platz sechs beendete, blamierte sich Wolfsburg, das sich erst über die Relegation in der Liga hielt. Bei vier Vereinen der Auflistung entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr: Das bedeutet, dass Leverkusen, Schalke, Gladbach und Frankfurt jeweils am 31. Dezember 2018 bilanzierten. Ansonsten ist der 30. Juni 2018 der Stichtag. Aufgelistet hat die DFL nur die Zahlen der Bundesliga-Vereine, die an der Saison 2019/2020 teilnehmen. Die damaligen Absteiger Hamburger SV (75 Millionen) und 1. FC Köln (66 Millionen) blieben unter dem RB-Etat.

Joachim Löw, Oliver Mintzlaff, Dietrich Mateschitz nebst Frau, davor Karl Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß auf der Tribüne
Oben: RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (Mi.) neben Dietrich Mateschitz (re.), dem Chef von Leipzigs Geldgeber Red Bull. Darunter Bayern Münchens Karl-Heinz Rummenigge (li.) und Uli Hoeneß. Bildrechte: imago images / Contrast

RB mit Gewinn, aber auch hohen Verbindlichkeiten

Außerdem erzielte Rasenballsport nach Steuern einen Gewinn von 5,16 Millionen Euro. Damit ist man Zehnter. 14 von 18 Klubs hatten ein positives Ergebnis. Die Verbindlichkeiten von RB betrugen 153 Millionen. Mehr hat nur das Trio Wolfsburg mit 228, Schalke mit 220 und der FC Bayern mit 169 Millionen. Für Spielerberater zahlten die Leipziger 19,48 Millionen Euro. Borussia Dortmund überwies für denselben Zeitraum mehr als doppelt soviel Geld: 40,92 Millionen Euro. Mehr als RB und der BVB gaben noch Wolfsburg, Schalke, Bayern München und Leverkusen aus.

Zweidrittelmehrheit für Transparenz

Die 36 Vereine der 1. und 2. Liga hatten sich im Dezember mit einer Zweidrittelmehrheit dafür ausgesprochen, die Zahlen erstmalig von allen Profiklubs publik zu machen und damit für mehr Transparenz zu sorgen.

Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga
DFL-Chef Christian Seifert Bildrechte: IMAGO

Nur Regensburg hatte einen kleinen Personaletat als Aue - Dresden mit 2,4 Millionen mehr

In der 2. Liga hat der FC Erzgebirge Aue in der Saison 2017/18 einen Personalaufwand von 9,5 Millionen Euro gehabt. Dresden kommt auf 11,9 Millionen. Im Vergleich der 15 Zweitliga-Konkurrenten aus der vergangen Saison hatte nur Jahn Regensburg weniger zur Verfügung als Aue. Zwischen Aue und Dynamo liegen mit Kiel (9,8 Millionen) und Sandhausen (11,2 Millionen) nur zwei Vereine. Bemerkenswert: Kiel wurde Dritter. Die späteren Aufsteiger Düsseldorf und Nürnberg hatten 18,1 bzw. 21,6 Millionen Euro deutlich mehr zur Verfügung.

PräŠsident Helge Leonhardt (Aue) und GeschäŠftsfŸührer Sport Ralf Minge (Dresden)
Aues Präsident Helge Leonhardt (li.) und Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge Bildrechte: Picture Point

In dieser Saison schafften Aue und Dresden insgesamt souverän den Klassenerhalt. 2017/18 gelang der nur knapp. Aue ging über die Relegation, Dynamo hatte am Ende einen Zähler Vorsprung vor den Abstiegsplätzen.

Ordentlicher Gewinn bei Dynamo

Beide erwirtschafteten einen Gewinn vor Steuern: Die Veilchen kamen auf 84.000 Euro, die Schwarz-Gelben auf 2,4 Millionen. Die Spielerberater kassierten bei den sächsischen Zweitligisten etwa gleich viel Geld. Aue überwies 510.000, Dresden 540.000 Euro. Die Verbindlichkeiten beim FCE betragen 1,96 Millionen, die bei der SGD 2,18 Millionen.

cke

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL - Das Nachrichtenradio | 29. Mai 2019 | 18:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2019, 15:54 Uhr

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47 Kommentare

01.06.2019 15:55 wicky 67 47

@43: Voice:

Es waren exakt 23 993 RB-Fans letzten Samstag im Berliner Olympiastadion, plus 7 RBL-Mitglieder, einschließlich Dir und wahrscheinlich auch Dein Kumpel jochen.. Du erwartest immer von anderen Usern, daß sie tunlichst korrekt seien sollten. Du weißt, daß ich Dich fäirerweise zwar respektiere! Jedoch erwarte ich auch von Dir, daß Du dementsprechend hier so korrekt & fair bist, daß Du hier keine fingierten Zuschauerzahlen an die Wand klebst, bzw uns utopische Zuschauerprognosen vorgaukelst... Aus diversen Quellen weiß ich nämlich, daß sehr viele RB-Fans vor dem DFB-Endspiel, zwischen 3-6 Karten für Bekannte gekauft haben, die einfach nur mal ein Finale in Berlin sehen wollten, mit RB ansonsten aber garnix am Hut haben!.. Und Alternativen gibt es in Dresden deshalb nicht, weil halb Elbflorenz & ganz Dresden nur schwarz-gelb-verliebt ist!! Selbiges trifft auch auf mich zu, obwohl ich aus Thüringen stamme! Schönes Wochenende! ;-)

01.06.2019 13:22 Zweitewelle 46

@ironman
Wie man die Union-Fans kennt, keine Ahnung von Fußball und Vereinshistorien? Woher ich das wirklich gut wissen kann? Komme aus Köpenick. Für Union-Fans ein Fremdwort, aber ja, faire Gratulation zum Aufstieg!

01.06.2019 09:57 MikeZ 45

Reisender : wenn man an einer objektiven Diskussion interessiert ist,dann sollte man einfach die Fakten anerkennen.
Meinetwegen sollen ja alle Dresdner zu ihrem Einheitsverein halten ,ich persönlich finde unsere bunte Fussballlandschaft interressanter.
Als junger Mensch hat man halt hier die Chance sich zu entscheiden für welchen Verein sein Herz schlägt.
Und wenn ich heute morgen die Tageszeitung aufschlage und eine komplette Sportseite dem eventuellen Aufstieg von Chemie gewidmet ist dann lese ich das sehr interessiert und freue mich darüber , diese Chance hast du eben nicht. Aber scheinbar willst du , und nach deiner Aussage ganz Dresden , das ja auch gar nicht.

01.06.2019 08:41 Reisender 44

@31 MikeZ, ich verarsche niemanden noch bezeichne ich mich als Experte. Ich habe nur die Alternativen aufgezeigt, wenn jemand in Dresden mit Dynamo nichts anfangen kann. Da schon an Deiner Schreibweise des Namens der SGD klar wird, dass Du gar kein Interesse an einer objektiven Diskussion hast, brauche ich auch nicht erklären, dass in Dresden niemand wirklich eine Alternative zum Fußball sucht, man bei Spielen vom RBC zum Bsp bei mir um die Ecke auch immer paar DD-Fans rumstehen und man dieses Konfliktpotenzial, welches in L herrscht, hier nicht hat und auch nicht braucht. Und es wird auch niemand gezwungen, das RHS zu besuchen, die machen das alle freiwillig. Auch ohne 1.BL :-)))
So und ich geh jetzt “Mopped-Fahren”, die Gegend und das Wetter um DD läd geradezu ein.
@Ironman, kann mich nicht erinnern, in den letzten 30 Jahren was von staatliche Hilfe gehört zu haben?Gerade aus dem Koma erwacht?Übrigens ich freue mich für Union,nach 10Jahren harter Arbeit aufgestiegen :-)

01.06.2019 08:11 Voice 43

@40 Leipziger Dynamo
Pokalfinale vergessen? Da hatte das "Konstrukt" mehr als 26.000 Auswärtsfahrer. Nach dem Ansturm beim Kartenvorverkauf hätten die gut und gerne das Doppelte verkaufen können.
Und jetzt bitte nicht mit "...das ist alles Quatsch...." um die Ecke kommen. Das ist ein Fakt. Nach Ihrer Logik hat dieser Klub dann also viele Fans, weil so Viele auswärts nach Berlin wollten....?? Oder ist das wieder nur eine "Ausnahme", die Sie brauchen, um sich Ihre Meinung vom "peinlichen Konstrukt" schön zu reden?

Beste Grüße aus der Messestadt!!

01.06.2019 06:15 Voice 42

@35 SGDHarzer66
Sie haben da was missverstanden. Es ging um Alternativen, wenn man RBL nicht mag.
Was bieten sich denn in DD für Alternativen, wenn man Dynamo nicht mag. Schwer vorstellbar in Ihrem Kosmos, soll es aber dennoch geben, gell?

@27 Wolle1
Woran machen Sie denn fest, dass "unsere Alternativen" Lok, Chemie, Inter, SV Lipsia 93 etc. beliebter sind, als RBL? Die Zuschauerzahlen könnens nicht sein - durchschnittlich 38.000 waren bei RB letzte Saison im Stadion. Das packen die "Alternativen" nicht.
Also - gibt es anderes, vielleicht geheimes, belastbares Zahlenmaterial, dass Sie zu dieser Ansicht führt? Oder ist es mal wieder Wunschdenken der Konstrukt-Gegner?

Beste Grüße aus der Messestadt!!

31.05.2019 23:24 Ironman 41

Jammer, Jammer Dynamo. Nur noch maximal zweite (bald dritte) Kraft in Sachsen. Keine staatliche Förderungen mehr. Das tut mir ja so leid. Bald wieder mit dem BFC Dynamo in einer Liga vereint. In diesem Sinne Eisern Union!

31.05.2019 22:46 Leipziger Dynamo 40

Ob ein Verein viele Fans hat, sieht man erst bei den Auswärtsspielen. Dynami in München 2006: über 30.000 Auswärtsfans, danach 2 x 15.000, auf Abstiegsplatz stehend 12.000 und in der Saison 2016/17 26.000 Auswärtsfans. und auch in den unteren Ligen strömten die Massen: 2012 Relegation von Oberliga zu Reginalliga 12.000 Auswärtsfans, in Uerdingen 2004 über 10.000. Und das Konstrukt? In Gladbach, wo es um Championsleague-Platz ging lächerliche 1000, in St. Petersburg sieben!!! Auswärtsfans. Peinlich.

31.05.2019 22:44 wicky 67 39

@38:

Und Du bist für mich dafür schonmal ein Absteiger-Fan, weil Dein Kommentar nichtmal für die dritte Kreisklasse würdig ist... Warum sollten wir denn nicht von der ersten Liga träumen dürfen??? Du träumst doch bestimmt auch manchmal von einer Traumfrau oder nicht??? Ist doch nicht verboten von etwas zu träumen zu dürfen, oder nicht?, --- Du "Clown"......

31.05.2019 21:54 Dünnamo 38

"Dünnamo steigt übernächste Saison ganz sicher auf!!"Aber ja doch Wicky67, aber nächste Saison steigt Dünnamo erst einmal ab. 1. Bundesliga möchten die wohl gern, aber erreichen werden sie es nie. Dünnamo eben ein zweit oder drittklassiger Verein und das ist gut so.