Fußball | Bundesliga Domino-Day in der Fußball-Bundesliga

It’s DominoDay. Hansi Flick wird seinen Bayern den Rücken kehren, und schon sind die Experten zur Stelle. Wildeste Spekulationen um den Nachfolger in den Sonntag-Talks. Am Ende wurde im Trüben gefischt, vermutet und (falsch) interpretiert.

Am Wochenende war es endlich mal wieder soweit.  Domino-Day….

Nicht der dickste, nein der flickste Dominostein hat sich vorgestern selbst in Bewegung gesetzt und droht nun die halbe Liga zum Einsturz zu bringen. Das muss man zumindest befürchten, wenn man die Sonntagstalks verfolgt hat, in denen sich die Experten im Studio noch exklusive Informationen vom Kollegen vor Ort holen. Am Ende allerdings wurde da doch sehr im Trüben gefischt, vermutet, interpretiert, geblubbert - wie jeden Sonntag.

MDR getreu nennen wir unser Motto heute mal nicht Fakt IST, sondern FAKT WIRD 

Hansi Flick stopft die Löwlücke beim DFB, Julian Nagelsmann geht für eine peinlich lächerlich hohe Ablöse von 33 Millionen Euro und 14 Cent zum FC Bayern, RB Leipzig holt Jesse Marsch aus Salzburg und der wird von Oliver Glasner aus Wolfsburg ersetzt. Ein ganz normaler Vorgang! Ähnlich wie beim letzten Dominoday, als der BVB Marco Rose holte und Gladbach dann Adi Hütter verpflichtete, der die Frankfurter Eintracht mit Fredi Bobic verlassen wird. Bobic allerdings von Leipzigs Marcus Krösche ersetzt wird – oder eventuell doch durch jemand anderes – das wissen wir nach unseren Informationen exklusiv noch nicht.

Hansi Flick und Julian Nagelsmann
Hansi Flick und Julian Nagelsmann. (Archiv) Bildrechte: imago images/Sven Simon

Geld ist der ultimative Lockstoff

Was ich weiß sind zwei Dinge! Erstens kann ich das alles nicht mehr ernst nehmen, weil man, wenn man einigermaßen ausgeleuchtet ist im Dachgeschoss mit 5 von 10 Vermutungen nun mal richtig liegt und Zweitens weiß ich, dass mich die Einfallslosigkeit der Topclubs wirklich langsam nervt. Statt selbst zu entwickeln, wird nur noch geschaut, wer funktioniert wo  wie gut und dann ist Geld der ultimative Lockstoff weil Bundesligatrainer nun mal eine prekäre Anstellung ist – zumindest was die Beschäftigungsdauer betrifft. Im Falle von Julian N. aus Landsberg am L. habe ich eine Hoffnung. Der Julian hat ganz zu Beginn seiner Leipzig Zeit mal gesagt, er liebt es Projekte zu beenden. Er hat noch viel Karrierezeit in der Sanduhr für die ganz großen Clubs und er wird immer auf das Timing achten, den Schritt gehen der angemessen ist, der im Karriereplan steht.

Mal gucken. Vor neun Monaten übrigens hat Leipzigs Coach seinen Berater gewechselt. Von Marc Kosicke zu Sascha Breese. Beides seriöse Leute, aber trotzdem kein gutes Zeichen! Oder doch?  Was weiß ich denn?

red

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6 Kommentare

Soldaten Norbert vor 3 Wochen

Ja, genau. Bin gespannt wie der Bayern-Vorstand reagiert. Wenn sie richtig sauer sind, lassen sie Flick 2 Jahre schmoren. Dann kann er sich den Bundes-Job abschminken.

heRBert vor 3 Wochen

@ Soldaten Norbert
Man löst seinen Vertrag niemals einseitig auf. Auflösen heißt: Im gegenseitigen Einvernehmen, also im Guten. Wenn der Verein nein sagt, was ich nicht glaube, muss er bleiben.
Einseitig heißt kündigen und dann kommen die Anwälte ins Spiel.

Soldaten Norbert vor 3 Wochen

Aus einem laufenden Vertrag einseitig auszusteigen, ist für sie also normal ? Das erzählen sie mal ihrer Bank ! Ein Rechtsverständnis macht sich hier breit, dass kann ich nicht mehr nachvollziehen.