Fußball | Bundesligen Erzgebirge Aue: Team in häuslicher Quarantäne nach erster Corona-Diagnose

Das Erzgebirgsstadion in Aue
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Auch bei Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat es eine erste Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Betroffen sei ein Mitarbeiter des Funktionsteams, teilten die "Veilchen" am Dienstagvormittag (5. Mai) mit. Das Ergebnis ergab sich laut FCE-Angaben aus der zweiten Testreihe. Die am vergangenen Donnerstag genommenen ersten Proben waren noch alle negativ geblieben. Der Verein habe das zuständige Gesundheitsamt "umfassend informiert".

Leonhardt: "Kurz befristete Vorsichtsmaßnahme"

Vereinspräsident Helge Leonhardt (Erzgebirge Aue)
FCE-Präsident Helge Leonhardt. Bildrechte: imago images / Picture Point LE

Profis, Trainer- und Betreuerstab wurden daraufhin bis vorerst kommenden Donnerstag (7. Mai) in häusliche Quarantäne geschickt. Nach Absprache mit Gesundheitsamt, Mannschaftsarzt und der DFL sei diese "kurz befristete Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Gesundheit" vollzogen worden, sagte FCE-Präsident Helge Leohnardt dem MDR.

Am Donnerstag steht für die Auer der dritte Test an. "Wir hoffen sehr, dass dieser für alle 'negativ' ausfällt und wir dann eventuell nach Absprache mit dem Gesundheitsamt ins Mannschaftstraining einsteigen könnten", betonte Leonhardt.

SGD: Bislang ein Profi infiziert

Bereits am Montag (4. Mai) hatte Aues Liga-Konkurrent Dynamo Dresden einen Corona-Diagnose veröffentlicht. Bei den Schwarz-Gelben ist ein Spieler betroffen, der aktuell symptomfrei sei, schrieben die Schwarz-Gelben in einer Pressemitteilung. Am Mittwoch (6. Mai) will die Bundesregierung entscheiden, ob die Saison der Bundesliga und 2. Bundesliga ohne Fans in den Stadien fortgesetzt werden darf.

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red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. Mai 2020 | 17:45 Uhr

11 Kommentare

Peter Th. vor 13 Wochen

Was passiert bei positivem Befund eines Taktstraßen-Monteurs in einem Automobilwerk? Gibt es dazu Festlegungen, schließt der Betrieb 14 Tage? Oder lässt man aus diesem Grund Testkapazitäten ungenutzt? Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sind grausam, das haben wir vor 30 Jahren schon einmal erlebt. Der Sport machte keine Pause und war ein wichtiger Mutmacher.

Micha_MUC vor 13 Wochen

„ Zur Zeit werden nicht einmal die Hälfte der Testkapazitäten genutzt - wohl auch eine Frage der Finanzen.
Die Profi-Vereine bezahlen ihre Tests selbst, nehmen niemandem etwas weg.“

Bei der aktuellen Testkapazität, könnte man ja in der einen Woche die Lehrer testen, in der nächsten Woche die Mitarbeiter in Arztpraxen (ohne Zahnarztpraxen) und in der Woche drauf dann die Pflegeberufe, beim Krankenhauspersonal wird es schwierig, da reicht keine Woche. Wie auch in Summe die bisherigen Tests bei weitem nicht ausreichend waren.

Quentin aus Mondragies vor 13 Wochen

Habe es noch nicht verstanden. Bei positiven Ergebnis alle Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne. Danach wieder zwei Wochen Training? Dann Spielstart? Macht 4 Wochen? Es sei denn in der Zwischenzeit gibt es wieder Infizierte. Was soll das Kasperletheater? Zig Millionen von Kurzarbeit und danach von Arbeitslosigkeit bedroht und man denkt so ein Fußball bringt Alles wieder ins Lot? Na dann Mal viel Spaß damit. Falls kein Amateurfußball läuft, sollte es auch kein Profifußball geben. Für die paar Beschäftigen im Fußball reicht auch noch das Kurzarbeitergeld.