Fußball | Frauen-Nationalmannschaft Letztes Spiel für Horst Hrubesch als Fußball-Trainer

Es werden wohl die emotionalsten 90 Minuten im Trainerleben des Horst Hrubesch. Am Dienstag sitzt der 67-Jährige ein letztes Mal auf der Bank. Nach dem Testspiel der deutschen Fußball-Frauen gegen Spanien (Dienstag, 16 Uhr) in Erfurt ist Schluss.

Deutschlands Trainer Horst Hrubesch steht vor Spielbeginn vor dem Spielertunnel.
Horst Hrubesch sitzt am Dienstag zum letzten Mal auf der Trainerbank. (Archiv) Bildrechte: dpa

Vom Bundesliga-Spieler zum DFB-Funktionär

43 Jahre hat Hrubesch im professionellen Fußball verbracht. Als Bundesliga-Spieler in Essen, Hamburg, Lüttich und Dortmund sowie als Nationalspieler. Seit 1986 als Trainer in Essen, Wolfsburg, Tirol, Rostock, Dresden, Wien, Samstunspor (Türkei), ehe 2000 seine DFB-Karriere begann. Mit den Jugendteams, der Olympia-Auswahl und nun zuletzt der Frauen-Nationalmannschaft feierte er Erfolge. Und schließlich wurde er auch noch Funktionär. Seit Januar 2017 ist er interimsmäßiger DFB-Sportdirektor.

"Jetzt ist der beste Zeitpunkt zum Aufhören. Wenn ich 60 wäre, würde ich vielleicht noch weiter machen. Aber ich werde nächstes Jahr 68, jetzt sind mal ein paar Jüngere dran", so Hrubesch. Dass Hrubesch nach dem Olympia-Silber von 2016 noch einmal auf die Trainerbank zurückkehrt, war nicht geplant. Aber es war eine der wichtigsten Erfahrungen in seinem Berufsleben. "Ich möchte die Zeit mit den Mädels auf keinen Fall missen. Wie sie sich einbringen, wie sie für ihren Sport leben. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, diese Mannschaft zu übernehmen", sagt er dankbar im Rückblick auf die Zeit seit März diesen Jahres.

Interimstrainer Horst Hrubesch (DFB Bundestrainer Frauen)
Horst Hrubesch beim Training. (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Hrubesch als Frauen-Trainer ungeschlagen

Siebenmal schickte er die Nationalmannschaft aufs Feld, siebenmal kamen die Spielerinnen erfolgreich zurück in die Kabine und lösten auch die Tickets für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Frankreich. Ab 1. Januar ist Hrubesch dann wirklich nur noch Privatmann. Martina Voss-Tecklenburg, an deren Verpflichtung er selbst großen Anteil hatte, übernimmt. "Ich kann in jeden Fall ein gutes Feld hinterlassen. Sie muss dann schauen, was gefällt ihr, was nimmt sie mit? Aber sie wird auch ihre eigenen Ideen und Vorstellungen haben", so Hrubesch.

Am Dienstag folgt der letzte Akt unter Hrubeschs Regie. Ein Sieg gegen Spanien wäre das perfekte Abschiedsgeschenk.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. November 2018 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. November 2018, 15:03 Uhr

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1 Kommentar

12.11.2018 16:47 Streich 1

Horst Hrubesch könnte vllt. FC Bayern retten wenn dort endlich Reißleine gezogen und unverständliches Treiben beendet wird. Er würde sich trauen Neuer gegen Ulreich zu tauschen und die Stützstrümpfe auf dem Rasen verbannen. Die ehem. flotten Robben und Ribery gehören max. auf Reservebank, eine agile Statelf muss her, denen die Jungspunte vom BVB, Freiburg, Berlin und Leipzig nicht mehr weglaufen