Fußball | Bundesligen DFL plant Nachhaltigkeit als Lizenz-Kriterium für die Bundesligisten

Nachhaltigkeit soll ab der Saison 2023/24 als ein obligatorisches Lizenzierungskriterium für die 36 Profiklubs der Bundesliga und 2. Bundesliga eingeführt werden. Das kündigte der Dachverband DFL am Donnerstag an.

Ein Ball der Marke Derbystar
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant eine Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in der Lizenzierungsordnung. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss sollen die 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga im Dezember als Reaktion auf  die Handlungsempfehlungen der Taskforce Zukunft Profifußball fassen. Das teilte die DFL in einer Medienrunde am Donnerstag mit.

Lizenzierungsrelevante Bewertung ab 2023

Christian Pfennig
DFL-Geschäftsleitungsmitglied Christian Pfennig stellte die Reformpläne am Donnerstag vor. Bildrechte: imago images/Fernando Baptista

Zu Beginn des neuen Jahres soll es zunächst eine Pilotphase ohne Relevanz für die Lizenzierung geben. In einer folgenden Übergangsphase will die DFL bei der Anpassung und Umsetzung Unterstützung leisten, ehe für die Saison 2023/24 erstmals eine lizenzierungsrelevante Bewertung vorgenommen wird.

"Das gibt die Balance, Maßnahmen sehr früh zu forcieren. Auf der anderen Seite wird den Klubs ein Gestaltungsspielraum eingeräumt", sagte Christian Pfennig, Mitglied der DFL-Geschäftsleitung: "Es ist meines Wissens weltweit einzigartig, dass eine Liga so etwas macht. Deshalb ist es richtig, das einmal zu testen, um es dann scharf zu stellen."

Kriterien, Anreize und Sanktionen noch offen

DFL Zentrale, Deutsche Fussball Liga GmbH,
Der Eingang zur DFL-Zentrale in Frankfurt/Main. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Welche konkreten Nachhaltigkeitskriterien bei der Beurteilung herangezogen, welche Anreize für die Klubs geschaffen und welche Sanktionen bei Fehlverhalten ausgesprochen werden, ist bislang noch offen. Diese werden laut DFL in den kommenden Monaten unter Einbeziehung der Vereine erarbeitet. Unter anderem im Fokus: Themen wie Einsparungen von CO2.

Der von der Taskforce im Februar präsentierte Bericht beinhaltet 17 Handlungsempfehlungen und eine Zielsetzung für das Jahr 2030 mit Blick auf die Entwicklung in den Bereichen Sport, gesellschaftliche Verankerung sowie nachhaltiges Wirtschaften. Die DFL hatte Anfang März mitgeteilt, zunächst vier Schritte in den folgenden Monaten priorisiert anzugehen.

Fans fordern schnellere Reformen

"Wir gehen jetzt im Prinzip in die zweite Runde. Das ist ein Marathon, bei dem man von Beginn an ernsthaft dabei sein muss", sagte Pfennig am Donnerstag. Die an der Taskforce beteiligten Fanvertreter hatten zuletzt eine schnellere Umsetzung von Reformen gefordert.

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sid/red

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Dieses Thema im Programm: Sport im MDR AKTUELL-Nachrichtenradio | 19. August 2021 | 18:40 Uhr

7 Kommentare

RumBelballer vor 38 Wochen

Naja, in 9 Jahren wird sich dass ja dann hoffentlich von selbst erledigt haben, es sei denn, es stellt sich raus , dass es RB dann immer noch gibt und die Maggi’s , Dynamo oder der VFC nicht mit Milliarden voll gepumpt 1.Liga spielen.
Warten wir’s ab.

Voice vor 38 Wochen

Zitat:
"....Welche konkreten Nachhaltigkeitskriterien bei der Beurteilung herangezogen, welche Anreize für die Klubs geschaffen und welche Sanktionen bei Fehlverhalten ausgesprochen werden, ist bislang noch offen...."
Im Moment ist das nichts weiter, als ne Wasserstandsmeldung, dass da irgendwas kommen könnte/wird.
Sich jetzt schon wieder aufzuregen, wann wer wohin geflogen/gelaufen/geschwommen ist, ist meines Erachtens wieder nur populistisches Draufhauen. Zumal davon ja nur die BL betroffen zu sein scheint. Alle Anderen, wie Jena, Namo, die Magis oder auch der VFC sind völlig außen vor. Aber schön, wieder was zu haben, womit man gegen die DFL und den bösen Kommerz haten kann...
Wartets doch erstmal ab!

Ostfussballfan73 vor 38 Wochen

stimmt, ist schon irgendwie abartig... zumal die heutigen Luxusbusse einiges an Komfort bieten, auf jeden Fall mehr, als wenn eine komplette Mannschaft in ein kleines Flugzeug gezwängt wird. Schade, dass die nicht rausgeflogen sind.

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