Luftbild der Red Bull Arena in der Stadt Leipzig.
Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Fußball | 1. Bundesliga Aus für Kooperation zwischen RB Leipzig und SC Paderborn

Die geplante Kooperation der Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und SC Paderborn ist gescheitert. Dies gaben beide Vereine am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung bekannt und versicherten, dies liege keinesfalls am Widerstand in Ostwestfalen. Stattdessen nähmen beide Seiten von einer engeren Zusammenarbeit "aufgrund unterschiedlicher Ansichten" und aus inhaltlichen Gründen Abstand.

Luftbild der Red Bull Arena in der Stadt Leipzig.
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"RB Leipzig und der SCP07 sind übereingekommen, dass ein zielgerichteter Austausch ( ... ) nicht wie geplant umsetzbar ist", hieß es in der Mitteilung. Es habe in den vergangenen Tagen intensive Gespräche gegeben, in denen sich anscheinend keine gemeinsame Basis finden ließ. Der SC Paderborn verweist ausdrücklich darauf, dass es "keine weiteren Beweggründe" gebe, er sich also nicht dem Druck aus seiner Fanszene gebeugt habe.

Im Zuge des Wechsels von SC-Geschäftsführer Markus Krösche nach Leipzig war der Plan einer Kooperation veröffentlicht worden. Schnell gab es Gerüchte, RB wolle sich eine Art Farmteam in der eigenen Liga zulegen, was beide Seiten vehement bestritten. "Es gibt weder wirtschaftliche Interessen noch Absprachen mit Paderborn. Die Kooperation ist rein sportlicher und inhaltlicher Natur, im Sinne eines Austausches von Expertise, vor allem im Bereich Spieler- und Traineraus- und Fortbildung", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff dem "Sportbuzzer".

Markus Krösche, Teammanager Paderborn
Markus Krösche. Bildrechte: imago images / Revierfoto

Klubs halten an "gegenseitiger Wertschätzung" fest

Am Mittwoch hieß es dann: "Die ursprünglichen Kooperationsansätze basierten auf dem ausdrücklichen Wunsch des SCP07 und resultierten aus den guten und wertschätzenden Gesprächen im Rahmen des Wechsels von Markus Krösche. Im Zuge dessen wurden erste Eckpunkte einer Kooperation definiert." Diese laut Mitteilung"«bisher nicht mit Leben gefüllte Kooperation" sei vertieft worden: "Mit der Konsequenz, dass beide Klubs von der Kooperation Abstand nehmen und dennoch ausdrücklich an der gegenseitigen Wertschätzung festhalten."

In Paderborn hatte eine Zerreißprobe gedroht. Teile der aktiven Szene hatten angekündigt, den Spielen bis auf Weiteres fernzubleiben. "Unsere Vereinsliebe und die jahrzehntelange Unterstützung stirbt mit dem Tag einer Kooperation", schrieben sechs Fan-Gruppen in einer Erklärung. Die Euphorie nach dem sensationellen Bundesliga-Aufstieg schien verpufft zu sein. Präsident Elmar Volkmann kommentierte den Protest recht kühl: "Demokratie im Verein heißt nicht, dass alles im Vorhinein von allen abgefragt wird." Krösche seinerseits versicherte, er habe mit einer derartigen Dynamik "nicht gerechnet".

dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 19. Juni 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2019, 20:50 Uhr

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31 Kommentare

21.06.2019 19:28 HFCer 31

Da kommt ein Össi,stampft ein Verein aus den Boden, stellt sich als Wohltäter des Ostens hin, biegt Gesetze und umgeht Regeln. Ihr rennt ihn hinterher. Das ist schon traurig genug. Nu komm der Typ und erklärt, das der ganze Osten von den Projekte, profitiert. Wau warum nicht??
Und was passiert?? Der sch.. Verein schnappt sich alle Talente der Umgebung und lasst die Vereine um sich hängen. Ihr seid auf den blender reingefallen. Und jetzt das Ding mir Paderborn?? .. wieder ein Beweis für die widerliche Skrupellosigkeit der össis. Ihr ekelt mich an.

21.06.2019 19:05 heRBert 30

Entschuldigung sind die Pferde nein die Bullen wohl gerade mit mir durchgegangen

21.06.2019 13:39 heRBert 29

Wenn das mal keine Kooperation mit dem Schacht ist. Fans wo seid ihr? Dagegen? Natüüüürlich!
Jetzt ist es der Nachwuchs von halb Europa und Südamerika, morgen von der ganzen Welt. Und Übermorgen noch vom Mond.
Es ist einfach nur geil.

21.06.2019 12:56 DasletzteAbendmahl 28

Wenn Paderborn kein Geld braucht dann soll es so sein , daß ist dann ihre Entscheidung. Ob das natürlich klug ist darf bezweifelt werden. Die Sache mit der "Identität behalten" (wie einige schreiben) ist natürlich absolut lächerlich. Im Profisport ist man nun mal von den Sponsoren abhängig. Das sollte ja auch nur eine Kooperation sein und keine feindliche Übernahme. Die "Fans" sollten vielleicht auch einmal etwas nachdenken.

21.06.2019 12:38 Schnibbler 27

@26 heRBert
tja, wenn rasenball nicht die jugend von halb europa und südamerika wegkaufen sondern sich auf den eigenen <ach so tollen nachwuchs> konzentrieren würde, hätte der schacht sicher keine chance sich bei euch zu bedienen.
von rb (red bull) zu lernen heißt in erster linie gewinnoptimierung zu lernen...
dynamischer gruß

21.06.2019 11:55 heRBert 26

Der Wahnsinn: Holzbein Kiel geht eine Kooperation mit den San Franzisco Glens ein! Derfn diedn das? Von RB lernen heißt siegen lernen!
Die Schachter bedienen sich bei gut ausgebildeten RB Kickern! Das ist doch die Höhe. Das war doch ganz anders geplant. RB sollte doch allen anderen Ostvereinen die Talente wegkaufen. Ach so, das Sommerloch. Ich dachte schon.......

21.06.2019 09:47 Schnibbler 25

man hält weiterhin an der gegenseitigen wertschätzung fest... aha. was auch immer das im "kleingedruckten" heißen mag. bin mir sicher an einer zusammenarbeit in welchem sinne auch immer wird sich zwischen markranstädt und ostwestfalen nix ändern, das kind bekommt nur nen anderen namen und wird nicht mehr öffentlich gezeigt.

@ voice
ihr lob aus dem letzten forum ist angekommen, sachliche wortgefechte wird es weiterhin geben. ich bin in der lage zu rb konstruktiv und wertneutral zu schreiben, weil rasenballsport leipzig mir im Prinzip egal ist (wie auch paderborn). ein tip: nicht immer alles mit der rb-brille auf mögliche anfeindungen hin hinterfragen. ;-) mir geht es nur um die sache und vor allem darum die rb-isten mögen demut zeigen vor und mit dem was sie geschenkt bekommen haben.
dynamischer gruß

21.06.2019 08:03 Info 24

@MikeZ

Sehr geehrter Herr MikeZ,

höre ich da Neid aus Euren Worten. Es läuft bei Euch wohl nicht mehr?

Viele Grüße
Info

21.06.2019 06:14 Sr.Raul 23

CR7 wird zu Sozialstunden verdonnert und muss eine Kindermannschaft trainieren. "Mich hat der Gott des Fußballs geschickt, um euch zu zeigen wie man richtig spielt." In Barcelona senkt LM10 den Kopf und brummelt vor sich hin, "Ich weiß gar nicht, dass ich irgendwen losgeschickt habe." Auch 'ne schöne Geschichte, @19 (RB for ever)!

20.06.2019 23:44 Fan 22

Es wird absofort immer im Raum stehen das Paderborn das "Farmteam" von RB ist! Wer will beweisen das man nicht doch insgeheim zusammen arbeitet?!