Fußball | Bundesligen Sachsens Ministerpräsident Kretschmer für Zuschauer-Rückkehr in die Stadien

Michael Kretschmer macht den Fußball-Fans Hoffnung, dass sie schon bald wieder ins Stadion dürfen. Für den Vorstoß von Sachsens Ministerpräsident gibt es Zustimmung und Kritik.

Michael Kretschmer vor einem Plakat mit dem DFB-Pokal
Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Dürfen sich die Fans der sächsischen Fußball-Profi-Klubs auf Stadionbesuche noch in diesem Jahr freuen? Ja, zumindest, wenn es nach Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer geht. Der CDU-Politiker hat sich dafür ausgesprochen, in der kommenden Saison der Fußball-Bundesliga wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen.

Kretschmer: "... in Sachsen ab 1. September"

Kretschmer sagte der "Bild am Sonntag": "Mundschutz und 1,5-Meter-Sicherheitsabstand reichen nach menschlichem Ermessen aus, um sich nicht anzustecken." Daher setze er sich als Ziel, "dass Besuche von Fußballspielen, Konzerten, Theater- oder Opernaufführungen in Sachsen nach dem 1. September wieder möglich werden." Durch die Einhaltung der Abstandsregeln seien die Stadien dann zwar "nicht ausverkauft, aber es gibt wieder Spiele vor Publikum."

Pharmakologe Sörgel: "Zugang zum Stadion kann geregelt werden"

Auch der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel hält eine schrittweise Zulassung von Zuschauern in Fußballstadien trotz der Corona-Pandemie bald wieder für denkbar. "Der Zugang von Menschen zum Stadion kann so geregelt werden wie der Zugang der Kunden zum Ikea, und es wäre möglich, im Stadion die notwendigen Abstände einzuhalten, dann wüsste ich ehrlich gesagt nicht, was dagegen einzuwenden wäre, Spiele vor reduziertem Publikum zuzulassen", sagte Sörgel im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Weil (SPD): "Kontaktnachverfolgungs-App"

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) setzt in der Diskussion um Zuschauer bei Fußballspielen auf eine so genannte Tracing-App zur Kontaktnachverfolgung: "Nach der Sommerpause müssen wir klären, ob Stadion auch mit weniger Abstand geht, weil die Infektionsrate so niedrig ist und es eine Kontaktnachverfolgungs-App gibt, falls doch ein Infizierter dort war", erklärte Weil der "Bild am Sonntag".

Söder (CSU): "Mit Corona kann man keinen Deal machen"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) tritt dagegen auf die Euphoriebremse. In der Sendung "Doppelpass" bei Sport1 sagte der 53-Jährige, er halte nichts von einer bereits einsetzenden Debatte über eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien der Fußball-Bundesliga. "Mit Corona kann man keinen Deal machen. Es ist vernünftiger und klüger, Schritt für Schritt zu gehen. Man sollte nicht übertreiben, wir haben gerade mal einen Spieltag absolviert", sagte Söder. Und auch Kretschmer schränkte seine Aussagen ein: "Wir werden gerade leichtsinnig und wiegen uns in einer falschen Sicherheit. Das Virus ist unter uns, jeder, der es bekommt, kann schwerstens erkranken."

dh/dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR Aktuell | 17. Mai 2020 | 13:40 Uhr

24 Kommentare

MDR-Team vor 51 Wochen

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Voice vor 51 Wochen

@Dynamokralle
Ich bin nach wie vor an einer sachlichen Diskussion interessiert. Ich wollte nur mal aufzeigen, wie es ist, wenn wicky seine - wie er es nennt - "Späßchen" - macht. Mit allen Anderen bin ich gern zu themenorientierten Diskussionen bereit, was ich in der Vergangenheit wohl ausreichend unter Beweis gestellt haben dürfte.

Bleiben Sie gesund!
Beste Grüße aus der Messestadt!!

Voice vor 51 Wochen

@Reisender
Niemand hat sich über an Corona erkrankte Spieler lustig gemacht. Das wollen Sie bitte zu Ihrer geschätzten Kenntnis nehmen. Warum unterstellen Sie so etwas? Und ich bin sicher, dass der mdr das nicht dulden würde.
Im Übrigen freue ich mich schon auf Ihren Doppelstrich. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass absteigt, wer am Ende da drunter steht.

Beste Grüße aus der Messestadt!!