Fußball | Bundesliga Millionen-Hilfe für die 3. Liga durch die DFL

Die Deutsche Fußball Liga will den Drittliga-Vereinen finanziell unter die Arme greifen. Das soll heute auf einer Video-Vollversammlung beschlossen werden. Damit könnte eine Fortsetzung der Saison in Liga drei wieder näher rücken. Auch die Frauen-Bundesligisten profitieren.

Bande 3. Liga Logo 1 min
Bildrechte: imago images/Noah Wedel

Do 23.04.2020 16:04Uhr 01:01 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-403084.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Video

Die Deutsche Fußball Liga greift den Drittliga-Vereinen mit einem Millionenbetrag unter die Arme. Das erklärte Christian Seifert, Sprecher des DFL-Präsidiums, auf einer Pressekonferenz. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet. 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln von Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen sollen für die Solidaritätsaktion verwendet werden. Pro Verein, ausgenommen die Zweite des FC Bayern, soll ein sechsstelliger Betrag von rund 300.000 Euro ausgezahlt werden. "Es gibt keine Bedingungen, alle Mannschaften erhalten die Summe zu gleichen Teilen. Neben den Drittligisten werden auch die Frauen-Bundesligisten unterstützen. Die Vereine, die selbst in der ersten oder zweiten Bundesliga spielen, verzichten auf ihre Anteile", sagte Seifert.

Drittligisten auf Ticketeinnahmen angewiesen

Vielen Vereinen der 3. Liga drohen wegen der wegbrechenden Zuschauereinnahmen arge finanzielle Einbußen. Insgesamt erhalten die Drittligisten pro Saison rund 1,3 Millionen Euro Fernsehgelder, Ticketverkäufe machen im Gegensatz zu den Erst- und Zweitligisten bei den Vereinen der dritthöchsten Profiliga den größten Einnahmeteil aus.

Durch den Geldsegen rückt eine Fortsetzung der Saison auch in der 3. Liga wieder näher. Zuletzt hatten sich acht Vereine, darunter auch die fünf abstiegsbedrohten aus Mitteldeutschland, für einen Abbruch der Saison ohne Absteiger ausgesprochen. Der Deutsche Fußball-Bund will dagegen die Spielzeit möglichst sportlich – auch ohne Zuschauer – zu Ende bringen. DFB-Präsident Fritz Keller lobte die Aktion als "einen starken Akt der Solidarität". Er hoffe, dass es gerade den Vereinen der 3. Liga nach den jüngsten Diskussionen helfe, in der geplanten Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine geeignete Chance und Perspektive zu sehen.

Fritz Keller
DFB-Präsident Fritz Keller Bildrechte: imago images / Norbert Schmidt

Ich hoffe, dass es gerade den Vereinen der 3. Liga nach den jüngsten Diskussionen hilft, in der geplanten Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine geeignete Chance und Perspektive zu sehen.

DFB-Präsident Fritz Keller DFB-Präsident Fritz Keller

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. April 2020 | 17:45 Uhr

19 Kommentare

Chemieschwein vor 31 Wochen

Komm ma wieder runter von deinem hohen Ross.. Guck dir Erfurt an, die hatten auch mal ein neues Station.. Chemnitz ist sogut wie daran gescheitert, Zwickau hängt auch am Tropf... Du weisst doch.. Wer nicht hüpft ist Magdeburger... Und weilse Eure "alte Neubaubruchbude" saniert haben, könnt ihr noch in euer Stadion gehen...

Thommi Tulpe vor 31 Wochen

Jupp. Kallnik sagt: Bei Spielen ohne Zuschauer macht Blau-Weiß 1,5 Mille "Nasse". So gesehen kannst dann die 400.000 (?) der DFL an "Brot für die Welt" spenden. :(

Thommi Tulpe vor 31 Wochen

Wir reden weiter, wenn Lok den Punkt im Nachholspiel geholt hat. Den habt Ihr ja auch noch nicht in der "Tasche". Cool wäre ja, wenn Lok nach ewigen Zeiten wieder mal an der Elbe antreten würde. Dann können wir unsere alten Lieder wieder rausholen: Ihr seid Sachsen, ... oder Zick-Zack ... Aber lassen wir das. Euch fehlt ja noch das Pünktchen. Es sei denn, Saison wird abgebrochen und Punktedurchschnitt zählt. Selbst dann ist Lok aber immer noch nicht in Liga 3. Eine Religation müsste (rein theoretisch) ja auch erstmal gewonnen werden.