Oliver Mintzlaff Bildrechte: imago images/Picture Point LE

Fußball | Bundesliga

RB-Geschäftsführer Mintzlaff: "Es geht ums nackte Überleben"

Stand: 02. April 2020, 11:10 Uhr

Die Corona-Krise hinterlässt auch bei RB Leipzig ihre Spuren. Schließlich drohen auch dem Champions-League-Teilnehmer finanzielle Einbußen, sollte der Spielbetrieb weiter aussetzen. Nicht nur deshalb plädiert RB-Boss Oliver Mintzlaff einmal mehr für eine möglichst zeitnahe Wiederaufnahme des Spielbetriebs – notfalls auch vor leeren Rängen.

Seit Dienstag (31. März) steht fest, dass der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga bis zum 30. April weiter ruhen wird. Darauf einigten sich die 36 Profi-Vereine auf einer Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Ob die Saison Anfang Mai dann wieder aufgenommen werden kann, ist aber weiterhin unklar.

Geht es nach RB-Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sollte der Ball so zeitnah wie möglich wieder rollen – notfalls auch vor leeren Rängen. "Wir werden die Spiele ohne Zuschauer brauchen", schrieb der 44-Jährige in einem Beitrag für den "Kicker" (2. April). Dabei steht für ihn vor allem die wirtschaftliche Abhängigkeit der Vereine von den TV-Erlösen im Vordergrund: "Es geht ums Geld und dementsprechend um das nackte Überleben für viele Clubs".

"Den Menschen ein Stück weit Normalität zurückgeben"

Doch nicht nur deshalb plädiert Mintzlaff für eine möglichst schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Geisterspiele würden sich auch auf die Fans positiv auswirken, ist sich der RB-Boss sicher: "Ich glaube, dass wir den Menschen ein Stück weit Normalität und Ablenkung zurückgeben sollten, auch wenn es sicherlich im ersten Moment skurril wirkt, wenn die Spiele in unseren modernen, dann jedoch leer gefegten, Stadien angepfiffen werden".

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Fußball | BundesligaBundesliga-Zwangspause verlängert sich

Obwohl RB Leipzig finanziell deutlich besser aufgestellt ist als so manch anderer Klub in den ersten beiden deutschen Fußball-Ligen, hinterlässt die Krise auch bei den Sachsen ihre Spuren. Sollte der Spielbetrieb weiterhin aussetzen, drohen schließlich auch dem Champions-League-Teilnehmer massive Einbußen. Die RB-Profis, die sich am Mittwoch (1. April) bereits zu einem Gehaltsverzicht bereit erklärten, hat Mintzlaff dabei weniger im Blick. Vielmehr geht es um "unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auch die rund 56.000 Arbeitsplätze, die ein großer Teil dieses Wirtschaftszweiges sind."

RB Leipzig unterstützt Klubs und Institutionen

Um den Auswirkungen der Corona-Krise ein Stück weit entgegenzuwirken, stelle man sich bei RB Leipzig auch seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung, so Mintzlaff. Im Zuge dessen haben die "Roten Bullen" am 30. März angekündigt, mindestens 100.000 Euro in einer mehrwöchigen Spendeninitiative für Leipziger Institutionen bereitzustellen. Zudem hatte sich der Verein bereits am 26. März mit den drei weiteren Königsklassen-Teilnehmern Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen darauf verständigt,  die finanziell notleidenden Klubs in den beiden höchsten deutschen Ligen mit einem Solidaritätsfond in Höhe von 20 Millionen Euro zu unterstützen

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jsc/dpa

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