Matheus Cunha (20, RB Leipzig) undTorschŸtze Lukas Klostermann
Mateus Cunha weiß, bei wem er sich bedanken musste: Lukas Klostermann erzielte im Frankenland das einzige Tor des Tages. Bildrechte: Picture Point

Fußball | Bundesliga RBL-Arbeitssieg beim "Club": Nicht schön, aber erfolgreich

3:0 in Düsseldorf, 3:0 in Hannover, 3:1 in Stuttgart und nun 1:0 beim 1. FC Nürnberg. RB Leipzig sammelt auswärts fleißig Punkte und bleibt somit im Rennen um die Champions-League vorne dabei. Dass die Mannschaft nun gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte konsequent punktet, ist ein Fortschritt gegenüber den letzten Jahren.

von Marcus Teichmann

Matheus Cunha (20, RB Leipzig) undTorschŸtze Lukas Klostermann
Mateus Cunha weiß, bei wem er sich bedanken musste: Lukas Klostermann erzielte im Frankenland das einzige Tor des Tages. Bildrechte: Picture Point

Poulsen: "Wir haben einiges gelernt"

Die Partie im Frankenland war die erwartet schwere Aufgabe. Die Nürnberger pflügten jeden Zentimeter des Rasens um, verwickelten die Leipziger in jede Menge Zweikämpfe und versuchten, in der teils hitzigen Atmosphäre ihre spielerischen Defizite durch viel Laufarbeit und Kampfwille wettzumachen. Doch die Sachsen hielten - anders als in früheren Spielzeiten - diesmal dagegen und ließen sich nicht den Schneid abkaufen. Spielerisch war das sicherlich kein Leckerbissen, dafür verteidigten sie konsequent und behielten in hektischen Phasen die Ruhe.

Die Mannschaft und Fans von RB Leipzig nach dem Spiel.
Vierter Auswärtssieg in Folge - da durfte sich die Mannschaft von ihren mitgeristen Fans berechtigterweise feiern lassen. Bildrechte: Picture Point

Auch Angreifer Yussuf Poulsen, der diesmal ohne eigenen Torerfolg blieb, erkannte einen Entwicklungsschritt: "Das war ein harter Kampf und ein schwieriges Spiel. Wir haben aus den letzten Jahren einiges gelernt. Wir müssen den Kampf annehmen und können nicht 34 Spieltage schönen Fußball spielen." Siegtorschütze Lukas Klostermann lobte nach Abpfiff seine Mitspieler: "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass  wir uns auf diese intensive Partie eingelassen und alles reingeschmissen haben."

Defensives Prunkstück

Der Schlüssel des Erfolges ist nach wie vor die Defensive. Mit nur 20 Gegentoren in 24 Partien stellt das Rangnick-Team die beste Abwehr der Liga. Bayern und Dortmund, die bislang jeweils 27 Gegentreffer kassierten, folgen in dieser Statistik mit großem Abstand. Das 1:0 in Nürnberg war zudem das elfte Spiel zu null in dieser Saison. Lediglich ein einziger Abschluss fand den Weg auf das Tor von Peter Gulacsi, alle anderen sechs Torschüsse landeten meist ungefährlich daneben. Nürnberg machte dabei seinem Titel „Schwächste Offensive der Liga“ mit nur 18 eigenen Treffern wieder alle Ehre.

1. FC Nürnberg - RB Leipzig in Bildern

Fans von RB Leipzig
FCN vs. RBL: Es ist bewölkt, bei knapp drei Grad Celsius. 34.532 Zuschauer sind dabei, gut 2.000 Leipziger angereist. Bildrechte: Picture Point
Fans von RB Leipzig
FCN vs. RBL: Es ist bewölkt, bei knapp drei Grad Celsius. 34.532 Zuschauer sind dabei, gut 2.000 Leipziger angereist. Bildrechte: Picture Point
Ralf Rangnick
RB-Trainer Ralf Rangnick in freudiger Erwartung auf das Spiel. RB Leipzig ist in Nürnberg noch sieglos, das soll sich ändern... Bildrechte: Picture Point
Hanno Behrens scheitert mit seinem Elfmeter.
Doch es geht gut los für die Franken: Ein Elfmeter bietet die Chance zum 1:0, doch Hanno Behrens zeigt Nerven. Bildrechte: Picture Point
Yuya Kubo und Marcel Halstenberg
Der Leipziger Marcel Halstenberg ist ein Aktivposten auf der linken Seite, seine Flanken und Standards sorgen für Gefahr. FCN-Torwart Christian Mathenia lenkt seinen Freistoß an den Pfosten. Noch kein Glück für RB... Bildrechte: Picture Point
Tor für RB Leipzig.
Dann ist es passiert: Fünf Minuten vor der Pause trifft Lukas Klostermann (nicht im Bild) zum 1:0 für die Gäste. Bildrechte: Picture Point
Jubeltraube nach dem Treffer von Lukas Klostermann.
Die RB-Spieler stürmen zum Torschützen. Ein wichtiger Treffer, der an diesem Tag der entscheidende werden soll. Bildrechte: Picture Point
Matheus Cunha (20, RB Leipzig) undTorschŸtze Lukas Klostermann
Das dritte Saisontor des Leipziger Verteidigers Klostermann bedeutet auch die Halbzeitführung. Bildrechte: Picture Point
Konrad Laimer (27, RB Leipzig) gegen Torwart Christian Mathenia
Nach der Pause erhöht Leipzig um ein Haar: Konrad Laimer scheitert nach Zuspiel von Yussuf Poulsen an Club-Keeper Mathenia. Nürnberg ist insgesamt zu harmlos. Bildrechte: Picture Point
Enttäuschte Nürnberger nach der Niederlage.
Am Ende stehen die Franken erneut mit leeren Händen da. Damit wartet das Schlusslicht seit Ende September auf einen Dreier. Damals wurde Düsseldorf mit 3:0 bezwungen. Bildrechte: Picture Point
Die Mannschaft und Fans von RB Leipzig nach dem Spiel.
Freude bei RB Leipzig: Das Rangnick-Team feiert mit den mitgereisten Fans den vierten Auswärtssieg in Folge. Bildrechte: Picture Point
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Doch die Defensive von RB Leipzig verteidigt nicht nur stark, sie trifft auch regelmäßig. Sechs der letzten zwölf Ligatreffer erzielten Abwehrspieler. Ibrahima Konate, Willi Orban, Klostermann und Marcel Halstenberg retteten mit ihren Treffern wichtige Punkte und machen die Leipziger im Angriffsspiel unberechenbarer. Sichtlich zufrieden zeigte sich daher auch Kapitän Orban nach dem Spiel: "Wir treten in der Rückrunde bislang sehr stark auf. Gerade in solchen Spielen, wo es darum geht, zu kämpfen und effizient zu sein, um ein gutes  Ergebnis mitzunehmen, sind wir bislang sehr gut. Jetzt müssen wir schauen, dass wir zu Hause nachlegen und mal wieder gewinnen."

Yuya Kubo und Marcel Halstenberg
Die Spieler aus der letzten Reihe wie Marcel Halstenberg sind auch in der Offensive unverzichtbar. Bildrechte: Picture Point

Gewinnen RBL demnächst auch wieder daheim?

So gut es auswärts mit vier Siegen in Serie auch läuft, daheim hat der neue Tabellendritte im Jahr 2019 seine Schwierigkeiten. 0:1 gegen Dortmund und zwei Remis gegen Frankfurt und Hoffenheim stehen in der Liga bislang zu Buche. Lediglich im DFB-Pokal gewannen die Sachsen ihre Partie im eigenen Stadion mit 1:0 gegen den VfL Wolfsburg. Am Samstag kommt mit Augsburg der BVB-Bezwinger nach Leipzig. Der FCA hat nach dem Sieg über den Spitzenreiter neues Selbstvertrauen getankt und ist erfahrungsgemäß unangenehm zu bespielen. Das Hinspiel endete nach fußballerischer Magerkost 0:0. Das soll sich am Wochenende möglichst nicht wiederholen, will man den gerade eroberten Tabellenplatz festigen und die Konkurrenz auf Abstand halten.

Aktuelle Berichte zur Fußball-Bundesliga

Ralf Rangnick
Bildrechte: imago images/Picture Point LE
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. März 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. März 2019, 10:00 Uhr

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10 Kommentare

05.03.2019 13:23 zwigger 10

Guter Beitrag @ Stimme geht doch! Weiter so
Das ständige gehater gegen die Schiedsrichter nervt nur.

04.03.2019 14:19 Voice 9

Jetzt die Schiedsrichter wegen möglicher Benachteiligungen heran zu ziehen, halte ich für falsch.
Wenn man selbst gut genug spielt, ist der Kram absolut zu vernachlässigen, auch wenn was dran sein sollte.
Aufs eigene Spiel konzentrieren, fokussiert sein und Stück für Stück die Punkte einsammeln. Wer weiß, wofür es noch reicht, wenn die Anderen noch ein paar Mal straucheln....

Beste Grüße aus der Messestadt!!

04.03.2019 14:00 nasowasaberauch 8

Ich kann es nicht verstehen. Weil ich mir Sky und die anderen Medien mit Übertragungsrechten nicht leisten will, schau ich mir die wichtigen Szenen im Liveticker an. Da kann ich mir die Sequenzen anhalten und vorwärts-rückwärts betrachten. Selbst mit meinem schlechten Bild war zu sehen, dass der Nürnberger Spieler Leibold RB-Spieler Konatè zuerst auf dem Fuß steht, um sich danach fallen zu lassen. Also wenn sich der Kellergeist mit seiner ungleich besseren Technik schon aus Köln meldet, dann bitte die gesamte Szene beurteilen und zur richtigen Entscheidung einen Beitrag leisten. Es ist nicht die einzige Entscheidung, die der Videoassistent verhaut. Einerseits wird ein Millimeterabseits erkannt, andererseits ein Foul nicht richtig beurteilt. Es ist noch keine Linie drin, leider.

04.03.2019 07:58 Bernd 7

@Leonard, na es trifft nicht nur uns. Duesseldorf ist da am Samstag auch benachteiligt worden. Die Szene im Mittelkreis ist so wie ich die Regeln zum Vidio-Bloedsinn verstanden habe nicht relevant und ein Handspiel im Strafraum betrachten sie nicht. Ich stelle mir die Frage, sind die JUngs im Koellner Keller (positive Variante) nicht die hellsten oder aber...
Aber es ist gut dass wir sowohl in Nuernberg als auch in Stuttgart gewonnen haben. Und ich fand gut das dier Puppenkiste gegen Dortmund gewonnen hat, da nimmt die Mannschafdt den Gegner hoffentlich ernst.

04.03.2019 07:09 peter 6

Gewonnen egal wie!
Den Sack hätten wir mit einem 2.Tor zumachen können, müssen!!!
Die Schuld sollte natürlich nicht immer bei Dritten gesucht werden, aber was der Herr Schlager mit seinen Videoteam geboten hat! Wau, da kommt Freude auf.
Jetzt volle Konzentration auf Augsburg, um die Position zu halten!!!

03.03.2019 19:04 Leonard 5

RB muss nicht nur gegen 11 Gegner spielen, sondern auch gegen die sogenannten Videoschiedsrichter, die eine Anti RB Einstellung haben, siehe Nürnberg und Stuttgart.

03.03.2019 18:37 Rennsteiger 4

Ob der Verzicht auf " Schönspiel- Modus" gegen Augsburg oder den Wert " dreckiger Siege" - ich habe keine andere Meinung. Die Punkte auf dem Konto sind entscheidend, wollen wir wieder CL in Leipzig erleben.
Typische " Konsumenten- Denke" Na und?

03.03.2019 15:53 RBLer 3

Ein kleiner dreckiger Sieg hat auch seinen Reiz, da es ja bekanntlich die gleichen 3 Punkte, wie für einen Kantersieg gibt. Der BVB würde sicher gern mit uns tauschen. Jetzt gilt es auch gegen Augsburg konsequent und effizient zu spielen. Solche Gurkenfehler wie der BVB müssen vermieden werden. Hauptsache die Augsburger packen nicht die Sense aus. Da Köln ja auf dem RB Auge blind ist, wird's wieder eine zerrige Veranstaltung.

03.03.2019 15:26 Voice 2

Die Augsburger werden versuchen zu mauern und das Spiel zu zerstören. Da geht's nur über Kampf und Mentalität.
Auf geht's RB!!

Beste Grüße aus der Messestadt!!

03.03.2019 12:52 Quentin aus Mondragies 1

Gegen Augsburg brauchen sie gar nicht erst in Schönspiel Modus umzuschalten. Befürchte, dass dies wieder ein 90-minütiges Geackere wird. Vielleicht trifft ja wieder Mal Konate. Die Flugeinlage vorm Klostermann Tor sah von den Haltungsnoten gut aus.

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