Fußball | Bundesliga Nagelsmann ohne Ausstiegsklausel: Schritt nach Leipzig nie bereut

Trainer Julian Nagelsmann, RB Leipzig
Julian Nagelsmann unterzeichnete in Leipzig einen Vertrag von 2019 bis 2023 - ohne Ausstiegsklausel. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag

Julian Nagelsmann hat keine Ausstiegsklausel aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag bei RB Leipzig. Das bestätigte der 32-jährige Cheftrainer des derzeitigen Bundesliga-Zweiten am Montagabend in der Sendung "Wontorra on Tour" des TV-Senders Sky.

Er habe sich auch nichts in den Vertrag schreiben lassen für den Fall, dass der FC Bayern komme. "Nein, habe ich nicht", sagte Nagelsmann. "RB hat an Hoffenheim eine Ablöse für mich bezahlt – das ist kein Geheimnis. Und dann ist es so, dass der Club sagt, wir gehen eine Klausel mit, oder wir gehen keine Klausel mit. Damals haben mein Berater und ich entschieden, dass wir das so machen."

"Da muss ein Timing stimmen"

Im Fußball gebe es immer Unwägbarkeiten, man wisse nie, wohin es gehe. "Eine Klausel wäre natürlich eine Garantie, dass du weggehen kannst, wenn was kommt. Aber die habe ich nicht drin. Von daher brauche ich mich damit auch nicht zu befassen", erklärte Nagelsmann.

Er habe nie bereut, bei RB Leipzig den Vertrag unterschrieben zu haben. "Ich wollte einfach nach den drei Jahren in Hoffenheim, die sehr erfolgreich waren, den nächsten Schritt machen. Da muss ein Timing stimmen, da muss ein nächster Schritt kommen, und den habe ich bei RB gefunden", sagte Nagelsmann. "Deswegen habe ich die Entscheidung getroffen."

Im Bild;  Tor fŸr RB Leipzig.  Timo Werner (l., 11, RB Leipzig) trifft zum 0:1. Jubel mit Nordi Mukiele (hi., 22, RB Leipzig) und Yussuf Poulsen (re., 9, RB Leipzig).
RBL steht ganz dicht vor dem erstmaligen Weiterkommen in der Champions League. Bildrechte: PICTURE POINT/S. Sonntag

Gute Aussichten in allen Wettbewerben

Nach einer kurzen Durststrecke mit vier Bundesliga-Partien ohne Sieg zwischen Ende September und Ende Oktober löste das anschließende 6:1 in Wolfsburg im DFB-Pokal die Initialzündung für einen beeindruckenden Lauf in allen drei Wettbewerben. Im Achtelfinale des Pokals wartet Anfang Februar 2020 das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt.

Gewinnen die Leipziger zudem am Mittwochabend (27. November) daheim gegen Benfica Lissabon (Ab 20:59 Uhr in der Audio-Livekonferenz von MDR Aktuell und im Liveticker auf www.sport-im-osten.de), wären sie vorzeitig und erstmals überhaupt für die K.o.-Phase der Königsklasse qualifiziert. Darüber haben sie sich nach dem deutlichen 4:1 über den 1. FC Köln in der Bundesliga bis auf einen Punkt an Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach heran gepirscht.

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dpa/red

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 26. November 2019 | 09:40 Uhr

4 Kommentare

RumBelballer vor 35 Wochen

Mich würde mal interessieren , ob es im Leben von solchen Leuten wie Voice Situationen gibt, dass man sich nicht persönlich angegriffen fühlt , wenn deren Lebensinhalt kommentiert wird? Das Thema wurde jedenfalls verfehlt. Es ging darum , ob es ein Herr Nagelsmann auch schaffen würde , auch eine Mannschaft mit weniger Mitteln zum CL-Sieger oder Deutschen Meister zu entwickeln. Bewiesen hat es er jedenfalls noch nicht . Selbst ein Hansi Flick bekommt es hin, dass die Bayern wieder siegen. Was muss Kovac da für ein schlechter Trainer gewesen sein? Wer Ironie findet.....

Voice vor 35 Wochen

Mich würde ja mal interessieren , wenn solche Leute wie Rumbelballer für einen Chef arbeiten müssten , der ihm zu wenig Lohn zahlt und nicht das große Geld für erstklassige Betriebsausstattung zur Verfügung hat, was er dann machen würde.
Wahrscheinlich das Gleiche wie Nagelsmann. Woanders arbeiten.
Und da ist nichts Verwerfliches dran, auch wenn Sie, lieber Rumbelballer das gerne so hinstellen würden, als wäre es ganz schlimm, dass Nagelsmann für Geld arbeitet. Glücklicherweise kann sich jeder selber aussuchen, was er gern für Geld machen möchte und was nicht.

Beste Grüße aus der Messestadt!!

RumBelballer vor 35 Wochen

Mich würde ja mal interessieren , wenn solche Leute wie Nagelsmann einen Club trainieren müssten , der nicht das endlose Geld zur Verfügung hat, sich durch ihre finanziellen Mittel in der Welt die Spieler sozusagen schon im Kindesalter zu formen und alles , was durch‘s „Sieb“ fällt, als Abschreibung nach hinten runter fällt. Und da meine ich nicht nur den Brause-Club.
Aber wie war schon mal auf einer Fun-Karte mit dem Konterfei der Muddi zu lesen? „ Erfolg macht sexy“ , egal wie .