Fußball | Bundesliga RB Leipzig - Gulacsi und Orban angeschlagen, Angelino hofft auf EM

Wie der ungarische Fußballverband mitteilte, werden Peter Gulacsi und Willi Orban angeschlagen von der Nationalmannschaft nach Leipzig zurückkehren. Für RB Trainer Julian Nagelsmann vergrößern sich dadurch die Abwehrsorgen.

Peter Gulacsi und Willi Orban
Peter Gulacsi und Willi Orban kehren angeschlagen von der ungarischen Nationalmannschaft nach Leipzig zurück. (Archiv) Bildrechte: imago images / Sven Simon

Peter Gulacsi und Willi Orban kehren mit leichten Verletzungen vorzeitig von der ungarischen Nationalmannschaft zu RB Leipzig zurück. Wie der Verband mitteilte, war Gulacsi bereits angeschlagen in das Playoff-Spiel gegen Island gegangen. Orban habe sich in dem Spiel eine kleine Zerrung zugezogen. In der Nations League trifft Ungarn am Mittwoch (19.11.20) auf Wales und kann mit einem Sieg noch Gruppensieger werden.

Für Leipzig erhöhen sich derweil die Sorgen in der Defensive. Nationalspieler Lukas Klostermann fehlt ohnehin langfristig. Vor der Länderspielpause waren zudem Dayot Upamecano und Marcel Halstenberg verletzt. Benjamin Henrichs war zwar zur DFB-Mannschaft gereist, kam dort aufgrund von Kniebeschwerden allerdings nicht zum Einsatz.

Angeliño wartet auf Nationalmannschafts-Anruf

Unterdessen hofft Leipzigs Angeliño auf ein baldiges Debüt in der spanischen Nationalmannschaft. "Es wäre ein Traum, für Spanien zu spielen und vielleicht sogar die EM zu bestreiten. Ich kann nicht mehr tun, als meine Leistung zu bringen", sagte der Linksverteidiger dem "Kicker".

Der 23-Jährige, der von Manchester City ausgeliehen ist, spielt bei RB bisher eine sehr gute Saison mit bereits fünf Toren in wettbewerbsübergreifend elf Spielen. Mit seiner Torgefährlichkeit hat der nur 1,71 Meter große Verteidiger sich selbst ein wenig überrascht. "In der Vergangenheit habe ich eher seltener Tore erzielt", sagte Angeliño. "Mir kommt vor allem unser offensiver Spielstil sehr entgegen. Ich bin offensiver als früher." Die Treffer-Quote seines Vorbilds Roberto Carlos zu erreichen, werde aber "sehr schwer".

José Ángel Esmorís Tasende, Fußballspieler bei RB Leipzig
Angelinos Vorbild ist Roberto Carlos. (Archiv) Bildrechte: imago images/Revierfoto

Sörloth nach Länderspielreise in Quarantäne?

Leipzigs norwegischer Nationalspieler Alexander Sörloth muss sich nach Angaben norwegischer Behörden auch in Deutschland an die Quarantäne-Pflicht halten. Die Spieler hätten bei ihrer Ausreise zugestimmt, sich bis zum Ablauf der zehntägigen Quarantäne in Isolation zu begeben, heißt es. Das würde bedeuten, dass Sörloth zumindest am Samstag (21.11.20) bei Eintracht Frankfurt nicht zur Verfügung steht.

RB Leipzig widerspricht der Darstellung. Sörloth müsse nach seiner Rückkehr zu RB Leipzig nicht in eine mehrtägige Quarantäne. Er habe den Quarantäne-Vorgaben Norwegens auch nicht zugestimmt. Nach Angaben des Clubs müsse der Stürmer den bei allen Rückkehrern üblichen negativen Corona-Test nachweisen, der am Montag (16.11.) durchgeführt wird. Dann kann Sörloth nach den Vorgaben des zuständigen Leipziger Gesundheitsamts wieder das Training aufnehmen und darf auch bei Eintracht Frankfurt spielen.

Auch die Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, Lise Klaveness, signalisierte am Montag, dass ein Auflaufen für die jeweiligen Vereine norwegischer Nationalspieler kaum Folgen haben dürften. Die Zuständigkeiten der norwegischen Behörden und der Geltungsbereich des norwegischen Regelwerks hörten auf, wenn die Spieler das Land verlassen würden, erklärte sie. Einem Einsatz Sörloths am Wochenende steht damit offenbar nichts entgegen.

ten/dpa

Videos und Audios zur Fußball-Bundesliga

Julian Nagelsmann
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Eines bleibt RB Leipzig beim Auswärtsspiel in Frankfurt diesmal erspart - die gewaltige Unterstützung der Eintracht-Fans. Julian Nagelsmann beschreibt die "außergewöhnliche" Atmosphäre aus Gäste-Sicht.

Do 19.11.2020 15:16Uhr 01:40 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 16. November 2020 | 19:30 Uhr

2 Kommentare

jochen vor 1 Wochen

Richtig,aber woher will das der MDR wissen?

Laciapu vor 1 Wochen

Am Mittwoch trifft Ungarn auf die Türkei, nicht auf Wales!