Fußball | Bundesliga Bundesliga-Auftakt von RB Leipzig vor 8.500 Zuschauern

Die Zeit der Geisterspiele in der Bundesliga scheint vorbei: In der Frage , ob Zuschauer in die Fußball-Stadien zurückkehren dürfen, könnte nun RB Leipzig der Vorreiter sein.

Fans von RB Leipzig zeigen Choreo
8.400 Zuschauer können den Bundesliga-Auftakt von RB Leipzig laler Voraussicht nach im Stadion verfolgen. (Archiv) Bildrechte: imago images / Picture Point LE

RB Leipzig darf vor mehreren Tausend Fans in die neue Saison der Fußball-Bundesliga starten. Wie der Verein am Dienstagnachmittag mitteilte, werden zum Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 20. September bis zu 8.500 Zuschauer zugelassen. Das entspricht 20 Prozent des Fassungsvermögens der Red Bull Arena.

Die Stadt Leipzig bestätigte die Freigabe am Dienstagnachmittag: "Wir wollen mit dieser Genehmigung ein Stück Normalität wagen. Wir sind uns bewusst, dass die Pandemie noch lange nicht besiegt ist. Aber dort wo es geht, muss Menschen - unter strengen Auflagen - auch erlaubt sein, ihren Alltag zurückzubekommen", sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Druck auf DFL wächst

Mit dem Vorgehen erhöhen RB Leipzig und die Stadt vor der Versammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Donnerstag (03.09.2020) den Druck auf Liga und Konkurrenz. Neben dem Bundesliga-Dritten der vergangenen Saison planen auch zahlreiche andere Vereine eine Zuschauer-Rückkehr je nach regionaler Verordnung. Eine Entscheidung der 36 Proficlubs, mit Blick auf ein Ende der Geisterspiele trotz der Corona-Pandemie, scheint unausweichlich. Ob der Plan der Leipziger von allen Proficlubs unterstützt wird, ist jedoch fraglich. So wird durch die möglicherweise gravierenden Unterschiede bei den Zuschauerzahlen, je nach Coronalage, von einigen Seiten Wettbewerbsverzerrung befürchtet.

OB Burkhard Jung im Interview 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR aktuell 19:30 Uhr Di 01.09.2020 19:30Uhr 02:02 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Bundesliga und Co. mit Ausnahmerollen

Am vergangenen Donnerstag hatten der Bund und die Länder beschlossen, bis mindestens Ende Oktober keine Zuschauer im Profisport zu erlauben. Großveranstaltungen, bei denen die Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich sind, sollen sogar mindestens bis Jahresende untersagt bleiben. Von diesem Beschluss wurden die Bundesliga und alle weiteren bundesweiten Sportveranstaltungen nach Angaben der Sportschau allerdings ausgenommen.

Ticketvergabe per Losverfahren

Die Karten für das Spiel in Leipzig werden unter Dauerkarten-Inhabern verlost und nicht in den freien Verkauf kommen. Wer ein Ticket möchte, muss seinen Wohnsitz zudem in Sachsen haben. Die Genehmigung ist allerdings abhängig vom Infektionsgeschehen in Leipzig und kann bei negativer Entwicklung wieder entzogen werden. RB hatte dem Gesundheitsamt bereits vor Wochen ein Hygienekonzept vorgelegt, das von der Behörde genehmigt worden war.

Bedingung ist unter anderem eine Maskenpflicht für die Zuschauer sowie strenge Abstandsregeln. Diese werden unter anderem mit einer Cluster-Bildung der Zuschauer erreicht, bei der zwischen kleinen Zuschauergruppen ausreichend Platz gelassen werden muss.

Letztes Profi-Spiel vor Zuschauern war in Leipzig

Zum letzten Heimspiel vor vollem Haus am 10. März gegen Tottenham waren 42.146 Zuschauer in die Red Bull Arena geströmt. Es war das letzte Spiel im deutschen Profi-Fußball vor Zuschauern. Der anschließende Bundesliga-Spieltag war bereits der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

ten/dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 01. September 2020 | 19:30 Uhr

7 Kommentare

SitBull vor 7 Wochen

Haben wir doch schon vor Corona gewusst, dass es besser ist zum Fußball zu gehen als zu einer Hochzeitsfeier. Jetzt ist es sogar medizinisch bewiesen. Darauf eine rote Brause.

Peter Riesler vor 7 Wochen

Wer an einer Werbeveranstaltung eines österreichischen Herstellers gesundheitsschädlicher Getränke teilnimmt, dem ist so oder so nicht mehr zu helfen.

Derjenige ist bereits schwer erkrankt.

Gott sei Dank, können sich Fussballfans an so einer Spezies nicht anstecken ... man hält sich vernünftigerweise von diesen Schwerkranken fern.

Rennsteiger vor 8 Wochen

Ganz sicher ein sinnvoller Schritt in die richtige Richtung -aber es wäre für mich schon trotz "RBL-Brille" nicht korrekt, sollten bei uns, in Wolfsburg,Bremen und München Zuschauer möglich sein und in Dortmund oder Köln nicht. Ob in dem einem Stadion nur 5000 und in dem anderen 15000 möglich sind ist nicht wichtig.Warten wir den Donnerstag ab.