Fußball | Bundesliga Nach Bundesliga-Debüt - RB-Talent Wosz von Onkel Dariusz gelobt

Der 18-jährige Joscha Wosz hat am vergangenen Wochenende sein Bundesliga-Debüt für RB leipzig gegeben. Onkel Darius Wosz ist mächtig stolz auf seinen Neffen, mahnt aber zur Bescheidenheit.

Joscha Wosz
Joscha Wosz feiert gegen Schalke 04 sein Bundesliga-Debüt. (Archiv) Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Der frühere Nationalspieler Dariusz Wosz hat seinen aufstrebenden Neffen vor der Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts gewarnt. "Das Wichtigste ist, dass er jetzt klar bleibt. Dann wird er seinen Weg machen", sagte der 51-Jährige der "Mitteldeutschen Zeitung". Joscha Wosz hatte beim 4:0 gegen Schalke 04 sein Bundesliga-Debüt für RB Leipzig gegeben. Der 18-Jährige war von Trainer Julian Nagelsmann für gute Leistungen in der U19 belohnt worden.

Wosz auf den Spuren von Shaqiri und Kimmich

Nach Ansicht des bekannten Onkels werden die nächsten Wochen wichtig. "Wenn er jetzt in die A-Jugend zurückkommt, wird er von seinen Mitspielern provoziert. 'Du Profi'" und so. Da muss er durch und sich durch Leistung empfehlen", sagte Wosz. Für den Leiter der Fußballschule des VfL Bochum bringt sein Neffe große Anlagen mit. "Joscha ist vielseitig. Für mich ist er ein Zehner wie Xherdan Shaqiri, aber vielleicht wird er am Ende doch noch ein Sechser wie Kimmich."

Dariusz Wosz, 2004
Bildrechte: imago images / Thomas Zimmermann

Onkel Dariusz mahnt zur Bescheidenheit

Der 17-malige DFB-Auswahlspieler mahnt an, dass Joscha Wosz bescheiden bleiben solle. "Er darf sich nicht gleich ein dickes Auto holen, wenn er zehn, 20 Bundesligaspiele hat", sagte Wosz. Die Frage sei, ob er auf dem Boden bleibe und nicht vergesse, wo er herkomme.

ten/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. Oktober 2020 | 19:30 Uhr

2 Kommentare

SitBull vor 2 Wochen

Was in der freien Wirtschaft gilt, hält auch im Profifußball Einzug. Selber ausbilden scheint auf den ersten Blick aufwändiger als Kompetenz einkaufen. Allerdings scheint die Bindung eines selbst ausgebildeten Topspielers stärker als bei eingekauften Stars. Der Nationaltrainer der U21 kann da sicherlich ein Lied davon singen. Die U21-Topstars fehlt die Spielpraxis, da sie in ihren Vereinen nur 2. Wahl sind. Löw bedient sich hier auch der Bankdrücker aus Top-Vereinen. Ob dies der richtige Weg ist? Die Trainer der Bankdrücker finden es sicherlich gut, damit die Spielpraxis sammeln. Ich als Zuschauer finde es nicht gut, da ich, wenn ich Nationalmannschaft schaue, Top-Fußball sehen will und diesmal ausschließlich Nationalspieler sehen will, die in der Bundesliga kicken. Sorry für Timo Werner & Co. aber als Legionär gehört man nach meiner Auffassung nicht mehr zur Nationalmannschaft, da der ständige Wohnsitz nicht in Deutschland ist. Wosz wünsche ich alles Gute für die weitere Entwicklung.

Quentin aus Mondragies vor 3 Wochen

Warum kein dickes Auto holen? Soll man das Geld lieber auf das Sparbuch bringen? Ansonsten wird es für Eigengewächse auf der 10er und 6er Position schwer. Man bräuchte halt so eine Art FC Liefering in der 2. Bundesliga.