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Fußball | BundesligaRückkehr zu altbekannten Prinzipien – die Gründe für Marco Roses Traumeinstand bei RB Leipzig

von Till Oppermann

Stand: 11. September 2022, 12:27 Uhr

Ein Bilderbuchstart: Im ersten Spiel unter der Anleitung des neuen Trainers Marco Rose gewann RB Leipzig 3:0 gegen Borussia Dortmund. Dabei half die Rückkehr zu altbekannten RB-Prinzipien.

Endlich wieder Lächeln: Konrad Laimer (li.) und Emil Forsberg (re.) in den Armen ihres neuen Trainers Marco Rose. Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Leipziger Fans sind leicht zu begeistern: Als Marco Rose nach seinem Auftaktsieg als RB-Trainer in der Mixed Zone interviewt wurde, hallten im Hintergrund "Oh, wie ist das schön"-Gesänge durch das Stadion. Der maue Monat seit Saisonbeginn mit zwei Niederlagen, zwei Remis und nur einem Sieg muss den erfolgsverwöhnten Anhängern vorgekommen sein wie eine Ewigkeit.

"Ich habe nicht gezaubert"

Am Samstagabend – gerade zwei Tage nach Roses Vorstellung als Nachfolger von Domenico Tedesco – hat sich ihre Mannschaft zurückgemeldet. Den 3:0-Sieg gegen den BvB erklärten sowohl Rose und seine Torschützen Dominik Szoboszlai und Willi Orban als auch Dortmund-Trainer Edin Terzic mit einem Wort: Intensität. "Tolle Mannschaftsleistung, die Jungs haben auf dem Platz umgesetzt, was wir besprochen haben", so Marco Rose.

Bei RB stehe man eben für eine bestimmte Art von Fußball, erläuterte er: "Den haben die Spieler im Tank." Rose, der sich seine ersten Sporen als Trainer beim Heimatverein 1. FC Lok sowie anschließend in der Nachwuchsabteilung und bei den Profis des RB-Schwesterklubs in Salzburg verdiente, sagte zurecht: "Ich habe nicht gezaubert." In Wirklichkeit knüpfte er nur vorhandenen lose Enden zu einer Schleife.

Rückkehr zu RB-Prinzipien

Der Trainer habe einige mentale Dinge angesprochen, sagte Kapitän Orban. Und: "Er hat an der taktischen Grundordnung angesetzt." Aus der Dreierkette seines Vorgängers Tedesco formte Rose ein System mit Viererkette und drei zentralen Mittelfeldspielern. Statt über Ballbesitz sollte die Mannschaft die Feldhoheit mit hohem Pressing und aggressivem Zweikampfverhalten gewinnen.

Roses Kalkül: Viele Spieler im Kader hatten diese Prinzipien in den letzten Jahren entweder in Salzburg oder in Leipzig kennengelernt und trainiert. Es funktionierte, befand Edin Terzic. Leipzig sei sehr aggressiv und sehr hoch angelaufen. "Sie haben uns in den Zweikämpfen den Schneid abgekauft und deshalb gewonnen."

Mannschaft zieht mit

"Es waren schon eine Menge Elemente dabei, die ich sehen will“, lobte Rose. In der Eigenmotivation seiner Mannschaft fand er einen weiteren Grund für seinen perfekten Start. "Er hat uns innerhalb von zwei Tagen Mentalität, Intensität und Energie reingebracht, die wir mit auf den Platz nehmen konnten", ergänzte Szoboszlai. Die Pläne eines Trainers können noch so ausgefeilt sein, wenn die Mannschaft auf dem Feld nicht mit genug Einsatz spielt, sind sie wertlos. Es scheint, als hätte Marco Rose, der am heutigen Sonntag seinen 46. Geburtstag feiert, die Mannschaft daran erinnert. "Wir haben den ersten Schritt vor dem zweiten gemacht", lobte er und trat sofort auf die Euphoriebremse: "Ich habe noch vieles gesehen, das wir verbessern können."

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 11. September 2022 | 16:00 Uhr

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